Kirchengeschichte von Güstrow





Priester, Ordensmitglieder und Laien
mit Bezug zur Katholischen Kirche von Güstrow





 


" Die Liebe besteht in Mitteilung " sagte einst Ignatius von Loyola, der Gründer des Jesuitenordens. Der eine gibt, was er empfangen hat; der andere empfängt und gibt zurück. Je persönlicher aber man dabei von Gott angesprochen wird umso deutlicher wird einem die eigene Berufung.

Im Laufe der Jahre haben viele Frauen und Männer in der Güstrower katholischen Pfarrgemeinde ihre Berufung deutlich gemacht. Ob als Katechetinnen in der Stadt oder auf den Außenstationen, Angestellte im Bahnhofsdienst (von 1950-1956 betrieben), Pfarrsekretärinnen, Gemeindehelferinnen oder Seelsorghelferinnen, Fürsorger oder Hausmeister - viel Fleiß, Kraft (einige mussten in den Anfangsjahren bis zu 70 km in der Woche zu Fuß zurücklegen) und " Herzblut " wurde hier investiert.
Nun sind 90 Jahre Kirchengeschichte keine allzu große Zeit, aber schon eine Spanne in der so mancher vergessen, in der an so manchen kaum mehr gedacht wird. Anders ist es jedoch bei einigen, die trotz ihres Heimganges in die Ewigkeit oder ihres Weggehens aus unserem Umfeld, uns nahe geblieben sind. Namen wie Christel Barkhoff, Anton Berger, Herr Paschen, Maria Wagner, Willi Maaß, Maria Mach, Johannes Höpfner, Maria Krause, Karl Tott, Gertrud Koch, Apollonia Klepke, Stefanie Sinn, Maria Siebert, Erich Gehrmann, Anni Kowalewski, Brigitte Lorenz ... werden vielen Gemeindemitglieder noch lange in Erinnerung sein. Einige von ihnen sind aus dem Arbeitsleben heraus gestorben, nach Gottes Fügung war ihr Lebenswerk abgeschlossen, nach unserem Ermessen war es oft viel zu früh. Andere haben ihr Leben gelebt, waren wie Maria Siebert, eine ganz fleißige und Liebe und bis ins hohe Alter in der Pfarrgemeinde tätig. Wieder andere, wie Brigitte Lorenz, eine wahrhaft handfeste Gemeindereferentin - sie hätte auch als Hausmeister bei uns arbeiten können, sind aus dem Bereich der Gemeinde weggezogen. Ihnen allen gemeinsam aber gilt Dank und unser Erinnern.


" Christsein - Jüngersein - Menschsein "




 


Die Gründerväter der Katholischen Kirchengemeinde von Güstrow

W. Berning - W. Leffers - H. Hemesaat





 Dr. theol. Hermann Wilhelm Berning 


Erzbischof von Osnabrück

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um 1915

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Wappen

 


29.09.1914 - 23.11.1955

(* 26.03.1877 - † 23.11.1955)


Wilhelm Berning wurde am 26. März 1877 als Sohn des Tischlermeisters Johann Bernard Berning und seiner Ehefrau Elisabeth-Caroline (geborene Rosemeyer) in Lingen geboren.
Ostern 1895 bestand er die Reifeprüfung am Georgianum in Lingen mit einem überdurchschnittlichen Abiturzeugnis. In den folgenden Jahren studierte er in Münster und Breslau Philosophie, Theologie und Geschichte. Über das Hebräische kam er in Berührung mit den orientalischen Sprachen und studierte Arabisch, Syrisch, Armenisch und Koptisch. Wegen seines noch jungen Alters von 22 Jahren wurde er erst nach päpstlichem Dispens am 10. März 1900 zum Priester geweiht.
Im Jahr 1901 wurde er Oberlehrer am Königlichen Gymnasium in Meppen. Neben seiner Gymnasialtätigkeit bildete er von 1904 bis 1914 als Leiter des Pädagogischen Kurses in Haselünne Lehrerinnen aus. Seine nebenamtlichen Aufgaben als Pfarrseelsorger veranlaßten Berning zu sozial-caritativer Tätigkeit. So gründete er den Meppener Arbeiterverein und befürwortete im Gewerkschaftsstreit der Jahre 1909 bis 1912 die Öffnung der katholischen Arbeitervertretungen hin zu interkonfessionellen christlichen Gewerkschaften. Seit mindestens 1903 war Berning Mitglied der Zentrumspartei und blieb es bis zu ihrer Auflösung 1933 (1).
Am 26. Mai 1914 zum Bischof von Osnabrück gewählt, wurde er am 29. September 1914 als 37jähriger zum Bischof geweiht. 1921 wurde ihm das Amt des Apostolischen Vikars für die Norddeutschen Missionen übertragen. Aufgrund des preußischen Konkordates wurde das Apostolische Vikariat der Norddeutschen Missionen dann am 1. September 1930 dem Bistum Osnabrück eingegliedert.
Er gründete den Diözesan-Caritasverband (1916), organisierte das Vereinswesen neu (1916), schuf einen Erziehungsverein für verwahrloste Jugendliche und die Kinderferienerholung (1917) und veranlaßte die Niederlassung (Franziskanern in Ohrbeck - 1918) und Gründung von Ordensgemeinschaften (Marien - Missionsschwestern 1920, Liebfrauenschwestern für Familienpflege 1925).
Von der am 25. März 1920 gegründeten " Gesellschaft der Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariä " (2) kamen am 15. Juli 1946 auch die ersten zwei Schwestern nach Güstrow (3).

1918 zur Firmung in Schwerin   zu Besuch im Gefangenenlager Bockhorst / Gü:strow 1918   zur Kirchweihe 1929 in Gü:strow
Bild links: 1918 zur Firmung in Schwerin
Bild Mitte: 1918 zu Besuch im Kriegsgefangenenlager Güstrow (vor der Katholischen Lagerkirche)
Bild rechts: am 25.08.1929 zur Kirchweihe in Güstrow


Im Jahre 1931 wurde er zum Päpstlichen Thronassistent ernannt und am 1. Mai desselben Jahres wurde von ihm das Dekanat Mecklenburg gegründet.
Am 11. Juli 1933 übernahm er einen Sitz im Preußischen Staatsrat (vergewisserte sich im September 1934 der Zustimmung des Papstes über die Beibehaltung des Amtes). Mit diesem Amt verband er nach seinem Selbstverständnis keinen Auftrag des Staates, sondern einen der Kirche mit dem Ziel, deren Freiheit gegenüber dem Staat zu sichern.
Sein Verhätnis zum Nationalsozialismus war geprägt von dem anfänglichen Vertrauen auf die Zusagen Hitlers am 23. März im Reichstag (danach sollte das Christentum wieder Fundament des sittlichen und moralischen Lebens des Volkes werden) und wenig später in der persönlichen Audienz am 26. April 1933.
Von der Propaganda des NS-Regimes mehrmals mißbraucht - z.B. sein Besuch im Emslandlager Aschendorfer Moor am 25. Juni 1936 (4) - nahm er aber zusehends den wahren Charakter der Nationalsozialisten wahr und reagierte entsprechend darauf. In der Silvesterpredigt 1941, warf er den Machthabern die Mißachtung der Persönlichkeitsrechte der Menschen wie " das Recht auf Freiheit, auf Leben, auf die Unverletzlichkeit des Körpers, auf Eigentum " vor. Dies führte zu einer unverhohlenen Drohung Hermann Göring`s gegen ihn.
Die Uneinigkeit der deutschen Bischöfe in der Frage der öffentlichen Reaktionen auf die Greueltaten der NS führte dann aber dazu, dass auch sein Einsatz für verfolgte Menschen in den vierziger Jahren zunehmend unwirksam wurde. Dennoch setzte er sich immer wieder für sie ein, so auch für die Lübecker Kapläne Johannes Prassek (1911 - †1943), Hermann Lange (1911 - †1943) und Eduard Müller (1912 - †1943) und den Pfarrer von Neustrelitz Dr. Bernhard Schwentner (1891 - †1944). Berning beauftragte sofort Rechtsanwälte, wandte sich an das Berliner Justizministerium und besuchte die inhaftierten Kapläne mehrmals. Es stimmt nicht, dass er die Kapläne " fallengelassen hat ", wie es die Gestapo ihnen immer wieder einredete (5).
Ihr Todestag (10.11.1943) wurde in der Krypta der Lübecker Herz-Jesu Kirche seither in jedem Jahr gefeiert. Am 25. Juni 2011 feierte unser Erzbistum dann eines der größten Feste in seiner Geschichte: In Lübeck wurden die drei Kapläne Johannes Prassek, Eduard Müller und Hermann Lange seliggesprochen, die gemeinsam mit dem evangelischen Pastor Karl Friedrich Stellbrink im Widerstand gegen das NS-Regime Zeugnis für ihren Glauben abgelegt haben und als Märtyrer durch das Fallbeil gestorben sind.


Diese Glaubenszeugen sind nun Vorbilder für uns alle, stärken unseren Glauben und schenken uns Vertrauen.

Anläßlich seines 50jährigen Priesterjubiläums erhob Papst Pius XII. Wilhelm Berning 1949 in den Rang des Erzbischofs.
Die Stadt Lingen verlieh ihm am 24. März 1952 die Ehrenbürgerschaft, seine Heimatstadt Osnabrück am 26. März 1952.
Am 8. April 1946 gründete er das Bischöfliche Kommissariat in Schwerin. Mit diesem Schritt reagierte er auf die repressive Politik der sowjetischen Besatzungsmacht, die dann in die deutsche Teilung münden sollte. Obgleich die katholische Kirche in Mecklenburg immer ein Teil des Bistums Osnabrück blieb, begann hier nun der Weg in eine weitgehende Selbstündigkeit. In deren Folge wurde Schwerin in den Jahren 1973 - 1994 zum Sitz eines Apostolischen Administrators, der alle Rechte eines residierenden Bischofs besaß.


Der Erzbischof Dr. Wilhelm Berning verstarb am 23. November 1955 in Osnabrück.

 



  Wilhelm Leffers


Pfarrer der Christus-Gemeinde Rostock

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1925

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um 1940

 


1902 - 1940

(* 26.03.1871 - † 25.04.1952)


Am 26. März 1871 in Steinbild an der Ems geboren, wurde er am 16.09.1894 in Osnabrück zum Priester geweiht. Mehrere Jahre wirkte er als Kaplan in Ankum (Bz. Osnabrück) und kam dann im April 1902 nach Rostock. Hier erbaute er die Neue Christuskirche (Weihe war am 24.10.1909) und sorgte für die Einrichtung einer katholischen Klinik, einem Kinderheim und einer Schule.

Wilhelm Leffers war der Gründervater der späteren Pfarrgemeinden Güstrow, Tessin, Marlow und Warnemünde. Der hlg. Vater zeichnete ihn durch die Ernennung zum päpstlichen Geheimkämmerer (Prälat) aus (6a).


Schon in den ersten Jahren des "Dritten Reiches" wurde er aufgrund einer üblen Denunziation durch drei Rostocker Studenten verhaftet und am 12. April 1935 zu 2½ Jahren Gefängnis verurteilt und in der Strafanstalt Dreibergen bei Bützow eingesperrt (6b). Nach seiner Freilassung kehrte er nach Rostock zurück, wurde aber bereits 1940 erneut verhaftet und zu 2½ Jahre verurteilt. Aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes wurde er aber im Dezember 1940 als haftunfähig entlassen, durfte aber nicht nach Rostock zurückkehren, ja nicht einmal in Mecklenburg bleiben, sondern wurde des Landes verwiesen. Er kam dann nach Altglashütten wo er weiterhin seelsorglich tätig war.

Im Jahre 1949 war er noch einmal zu Besuch in Rostock, wo er mit großer Freude empfangen wurde.


Wilhelm Leffers verstarb am 25. Mai 1952 Nachmittags um 14.00 Uhr in Altglashütten im Alter von 81 Jahren, wo er auch vorläufig beerdigt wurde. Seine letzte Ruhestätte fand er dann am 25. April 1956 nach seiner Überführung in Rostock, so wie er es sich immer gewünscht hatte.

 









Der erste eigene Pfarrer nach der Reformation

Heinrich Hemesaat



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um 1930

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um 1948

 

01.04.1920 - 30.04.1941

(* 11.07.1881 - † 22.06.1951)


Päpstlicher Geheimkämmerer

Heinrich Hemesaat wurde am 11. Juli 1881 in Osnabrück geboren. Nachdem er seine erste Ausbildung am Gymnasium Carolinum seiner Vaterstadt mit dem Abitur abgeschlossen hatte, erwarb er sich an den Universitäten Freiburg und Münster die theologischen Grundlagen für sein späteres Wirken. Am 23. Februar 1907 empfing er im Dom zu Osnabrück durch Bischof Hubertus Voß die Priesterweihe.
Von 1908 bis 1920 war er in der Diaspora Mecklenburg in der Christus-Gemeinde Rostock als Vikar tätig, besuchte er von 1914 bis 1919 jede Woche am Donnerstag die Lazarette des Güstrower Gefangenenlagers auf der Bockhorst und hielt nachmittags in der Stadt den Religionsunterricht für die hiesigen Kinder (7).
Zum 1. April 1920 zum Pfarrer von Güstrow ernannt, wohnte er zunächst in einem möbilierten Zimmer, das er bei der Witwe des verstorbenen Kreisphysikus Dr. Habermann fand. Anfang 1921 ergab sich dann die Gelegenheit, das Haus in der Besserstraße Nr. 1 zu kaufen, das dann das neue Pfarrhaus wurde (8).


Man kann sich heute die körperlichen und auch seelischen Belastungungen, gerade für noch junge Priester nur sehr schwer vorstellen. Die Vielzahl an zum Teil weit entfernten Aussenstationen (zu den drei Amtsgerichtsbezirken Güstrow, Krakow und Bützow zählten 168 Ortschaften) mussten bei jedem Wetter mit dem Fahrrad oder dem Motorrad - das erste Auto kam erst Ende 1929 - bewältigt werden.
Durch den Zuzug von zahlreichen katholischen Eisenbahnerfamilien aus den Abstimmungsgebieten des ersten Weltkrieges - aus Elsass-Lothringen, Oberschlesien und dem Rheinland, den Heimkehrern aus den Ostgebieten (von 1921-1924 noch in dem ehemaligen Gefangenenlager auf der Bockhorst untergebracht) aber vor allem den noch weitverbreiteten sehr ärmlichen Verhältnissen auf dem Lande, fanden die Priester oftmals sehr belastende Zustände vor, die sie erst einmal selbst verarbeiten mussten. Das gelang nicht immer jedem und selbst der spätere Pfarrer Bernhard Mecklenburg der vom 1. Mai 1941 bis 26. Juli 1942 bei uns war, redete von seiner Mecklenburger Zeit im "Steinbruch des Herrn" (9).


Pfarrer Heinrich Hemesaat berichtete 1920 selbst in kurzen Notizen auf einem Blatt von seiner Last "Was mir bei meinen Hausbesuchen begegnete". Hier nur ein paar Beispiele dazu:
Man rief mich zu einem jungen Mann auf der Strasse - ein Soldat führte ihn - ein wahres Jammerbild! Zu Hause schlechte Familienverhältnisse - deshalb war er nach Berlin gegangen um Arbeit zu suchen, hatte aber kein Geld, kein Brot. Er kam hier vom Lande und konnte sich in der Grossstadt nicht zurechtfinden. Er war total verhungert und verfroren, der Puls kaum fühlbar. Ich habe ihn zunächst erst ins Pfarrhaus und dann ins Krankenhaus geschafft.
  - Polenmädchen besucht! Liegt ganz allein mit hohem Fieber auf einem Strohsack. Die Mutter muss draussen arbeiten. Ich habe gesorgt, dass die Kleine Marianne ins Krankenhaus kam. Ist bald gestorben! Der Rosenkranz und die Puppe waren ihr Liebstes ! ...
  - Frau Ch. krank! Ich fand dort die Tochter, von ihrem 1. Mann getrennt, geschieden, mit einem Protestanten wieder ewiglich verheiratet. Sie hustete so hohl, sie hat sicher die Schwindsucht! Sie lehnte alles ab, schimpfte furchtbar auf die Religion. ...
  - Familie W.! Ich fand einen Stall - grässlich - in dem die Familie mit 9 Kindern hauste. Keinerlei religiöses noch moralisches Empfinden ! ...
  - Heute Nacht musste ich dem Arzt bei einer Operation helfen. Die Frau erwartete ein Kind von ihrem Schwager ! ...
  - Die ganze Familie H. an Grippe erkrankt! Die Nacht dort gewacht. Am anderen Mittag war der kräftige Mann eine Leiche. Das hat mich furchtbar gepackt ! ...
" (10)
Allein dieser kurze Einblick lässt uns schon erahnen, wie schwer es oftmals für unsere Priester gewesen sein muss - um wieviel schwerer erst für einen frisch dazu gekommenen Seminarpriester.


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Bild links: Güstrow um 1930, Pfarrer Hemesaat und Bahnsteigschaffner i. R. Rudolf Paschen
Bild Mitte: Güstrow 1942, Fräulein Maria Flasspöhler - Pfarrer Hemesaat - Kaplan Eußner - Schwester Christel Barkhof
Bild rechts: Güstrow 1949, Kaplan Kokoschka - Pfarrer Hemesaat - Kaplan Scholz - Pfarrer Ulbrich


Heinrich Hemesaat war 21 Jahre lang ein "Guter Hirte" unserer Gemeinde und fleißiger Schreiber der Chronik, bevor er im Mai 1941 als Pfarrer nach Rostock wechselte.
Im Januar 1951 wurde der Dechant des Dekanates Rostock Heinrich Hemesaat zum Päpstlichen Geheimkämmerer ernannt.

Fräulein Maria Flasspöhler war viele Jahre die Haushälterin von Pastor Hemesaat. Sie verstarb Anfang Februar 1952 und ihr Requiem fand am 13. Februar 1952 statt.

Am 22. Juni 1951 verstarb in der Klinik zu Rostock Pfarrer und Dechant Msgr. Heinrich Hemesaat. Er vermachte der Güstrower Kirche seinen Kelch - der noch heute zu besonderen Anlässen benutzt wird.
Heinrich Hemesaat wurde unter Beteiligung von mehr als 60 Geistlichen am 28. Juni 1951 in Rostock beigesetzt (11).


 




Kaplan Karl Fischer



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1925

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um 1934

 


1.  16.04.1924 - 1925
2.  02.10.1926 - 1927

(* 20.12.1900 - † 28.03.1972)


Carl Fischer (warum er sich dann später in Karl umbenannte ist ungewiss) wurde am 20. Dezember 1900 in Hamburg-Ottensen (Altona) als Sohn des Magistratsschreibers George Fischer und seiner Frau Johanna geboren. Nach dem Besuch der Volksschule begann er eine Kaufmannslehre, brach diese jedoch ab und wurde Arbeitsbursche in einer Hamburger Maschinenfabrik.
Im Selbststudium erwarb er die Kenntnisse zum Bestehen der Aufnahmeprüfung für ein Gymnasium, zog im April 1918 ins emsländische Meppen, wurde von dort zum Militärdienst einberufen und kehrte nach Kriegsende dahin wieder zurück.
In Meppen legte er dann auch am 22. Januar 1920 sein Abitur ab.
Er studierte Katholische Theologie und Philosophie in Münster, Fulda und schließlich im Priesterseminar in Osnabrück. Nachdem er dort am 16. März 1924 zum Priester geweiht wurde war er zum ersten Mal von 1924 bis 1925 als Kaplan in Güstrow. Danach kurz in Eutin, war er zum zweiten Mal von 1926 bis 1927 als Kaplan bei uns in Güstrow tätig (12).
In Bremen war er vier Jahre als Rektor der Raphaelskapelle und Auswandererseelsorger von 1928 bis 1932 und als Redakteur des Bremer Kirchenblattes "Ansgarius" tätig. Im Jahr 1932 kam er als Pfarrer von Parchim zurück nach Mecklenburg und ab 1938 als Pfarrer nach Neubrandenburg.
Von September 1946 bis zum Oktober 1952 (lt. Papiere bis 11.02.1955) war er Pfarrer in Neustrelitz.
Am 01.07.1955 wurde er pensioniert und ist aus dem aktiven kirchlichen Dienst ausgeschieden und am 13.06.1961 erfolgte die Suspendierung von seinem Priesteramt durch den Schweriner Bischof Dr. Bernhard Schräder.

Soweit seine "kirchliche Karriere". Seine politische war für einen katholischen Priester sicher ungewöhnlicher, seine schriftstellerische noch viel mehr, seine Homosexualität brachte ihn schließlich bis an den Rand des Abgrundes, aber "gesprungen" ist er selber. Seinen "politischen Harakiri" in der DDR besiegelte er dann noch mit seiner zweiseitigen "wissenschaftliche Abhandlung" mit der Bitte um Weiterleitung an die Staatsorgane vom 21. März 1964, machte ihn trotz seiner Dienste für Partei, Staat und Mfs zur Unperson in der DDR bis hin zu seinem Tod 1972 in den Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal (13a).


" Unstreitig sind aber seine Hilfen für ausländische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, insbesondere für katholische Polen die nach 1939 in Neubrandenburg und Umgebung interniert oder in Betrieben und auf Höfen beschäftigt waren. Die Zustände im Kriegsgefangenenlager Fünfeichen, wo tausende polnischer und russischer Kriegsgefangener vegetierten und in großer Zahl auch verhungerten, stießen auf seine Empörung. Zwangsarbeitern gewährte er Zugang in sein Neubrandenburger Pfarrhaus, gab ihnen Lebensmittel und hörte mit ihnen ausländische Radiosender " (13b).

Zur Zeit seiner Anstellung als Kaplan in Güstrow gab es zeitweilig in Mecklenburg mehr polnische als deutsche Katholiken (sie kamen zumeist aus dem Gouvernement Kalisz). Die katholische Kirche hier stand daher ebenfalls vor einigen Schwierigkeiten. Mit den sozialen Problemen der Polenseelsorge hatte sich damals schon vor allem auch Karl Fischer beschäftigt. In seinem Buch " Das Werk der sieben Tage " finden sich aus dieser Zeit auch zahlreiche persönliche Erinnerungen. " Sie singen zunächst zum Steinerweichen, und dann hören sie nicht wieder auf. " schreibt er, wenn sie ihr " Serdeczna Matka " anstimmen. " Das ist ein Lied mit schätzungsweise 27 Strophen, und jedes Mal, wenn ein Vers zu Ende war, kam der andere wie aus der Pistole geschossen hinterher so dass der Pastor beim besten Willen nicht dazwischen konnte ... Jetzt macht er es so: wenn der Gottesdienst beginnt, stimmt er selbst ein polnisches Lied an, und sobald sie nach seiner Ansicht genug gesungen haben, fängt er an zu schellen, dann fällt alles in die Knie, schweigt für einen Augenblick, und diese Pause benutzt er, um mit dem Hochamt weiter fortzufahren. " (14)

Seine wirren und erfundenen Geschichten um seine Zeit zwischen 1939 und 1946, sein sogenannter "antifaschistischer Widerstand" in Neubrandenburg und Berlin sind alle nicht wahr, hervorgerufen aus den Zwängen seiner Veranlagung, deren Folgen und seinem Ehrgeiz gesellschaftlich und politisch anerkannt zu werden.
Am 31. März 1943 schrieb ihm Bischof Berning einen Brief indem er ihm für 4 Wochen Urlaub "am besten in einem Schwesternhause" verordnete. Fischer antwortete am 03. Mai 1943 und dankte für den Urlaub, "den ich bereits angetreten hatte". Er gab sich überzeugt, bald wieder auf seine Stelle in Neubrandenburg zurückkehren zu können und behauptete, es ginge ihm "nach mannigfachen Kreuz – und Querfahrten und abenteuerlichen Erlebnissen – gut". Danach erlosch bis Kriegsende die Kommunikation zu seinem Bischof und Fischer hütete sich vor der Rückkehr nach Neubrandenburg, wo er steckbrieflich gesucht wurde.
Das wusste auch bald Bischof Berning, der daraufhin die Pfarrstelle zum 01. Juli 1943 an Kaplan Timmerbeil übertrug. Am 07. August 1943 schrieb Berning an Fischers Mutter in Neubrandenburg, der er gestattete, weiterhin im Pfarrhaus zu wohnen (15a).

Als fast schon militant zu nennendes Mitglied der CDU, war er seit 1950 Volkskammerabgeordneter der DDR womit er jedoch auch viele Gemüter verwirrte. " Ich glaube, dass er selbst außerordentlich unter dem Zwiespalt im Inneren, seiner Treue zur Kirche und seiner Überzeugung, er könne und müsse der Menschheit helfen, leidet " (15b).
Auch seine Mitarbeit im Mfs mit dem selbst gewählten Decknamen "Marduk", seine bis 1957 andauernden Denunziationen von Mitpriestern, Gläubigen oder einfach ihm unliebsamen Personen machte ihn nicht liebenswerter. Besonders gegen seinen als Osnabrücker "Agenten" verdächtigten Kaplan Bröker richtete sich sein ganzer Hass, ohne dass ihm die Staatssicherheit, trotz Einleitung eines "operativen Vorganges" gegen den Kaplan, den Gefallen tat, seinen Widersacher endlich zu verhaften. Auch über andere katholische Geistliche gab er dem MfS bereitwillig abwertende und denunziatorische Auskünfte. In der Regel richtete sich seine Wut gegen Personen, mit denen er aus welchen Gründen auch immer Schwierigkeiten hatte. So war es nicht verwunderlich, dass der mecklenburgische Klerus eine ablehnende Haltung gegenüber ihn einnahm, zumal er selbst wenig Verbindung zu seinen Mitbrüdern hielt.


Am 22. Oktober 1952 verunglückte Karl Fischer in der Nähe von Fürstenberg schwer mit dem Auto (prallte mit dem Auto gegen die Bahnschranken), erlitt dabei einen schweren Schädelbruch und war über zwei Jahre bettlägerig, faktisch kaum zu politischer wie seelsorgerlicher Tätigkeit in der Lage, litt immer wieder unter Schwäche- und Schwindelanfällen.
Aufgrund seiner ihm immer wieder verbotenen weitergehenden politischen Tätigkeiten wurde ihm dann 1955 seine Pensionierung nahegelegt, die er auch annahm. Er schied somit aus dem aktiven kirchlichen Dienst aus und verlebte seinen Ruhestand in Röntgental / Zehdenick bei Berlin.
Am 27. September 1953 starb in Neustrelitz auch Frl. Maria Fischer, die Schwester von Karl Fischer; sie folgte ihrer Mutter binnen Jahresfrist. Dieser Schlag traf den geistlichen Bruder sicherlich doppelt hart, da er durch seinen Unfall noch immer sehr hilfsbedürftig war.
Politisch auf der Höhe seiner Karriere, er bekam zu seinen zahlreichen staatlichen Auszeichnungen 1963 auch noch den "Vaterländischen Verdienstorden in Silber" verliehen (in Bronze hatte er schon), agierte er so radikal gegen die katholische Kirche, dass sich der Bischof Dr. Bernhard Schräder gezwungen sah ihn 1961 von seinem Amt als katholischer Priester zu suspendieren und ihm jegliche Tätigkeit dahingehend zu verbieten.

Völlig verwarlost und heruntergekommen wurde Karl Fischer im Dezember 1970 aufgrund von Beschwerden der Anwohner und drohender Staatsanwaltlicher Ermittlungen dazu bewegt in ein abgeschirmtes Altenheim umzuziehen. Die in evangelischer Trägerschaft befindlichen Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal bei Bernau erklärten sich dann bereit ihn aufzunehmen, an katholische Einrichtungen wollte weder Fischer noch Wulf Trende vom Hauptvorstand der CDU wegen einer Aufnahme herantreten.
Im Februar 1971 besuchte ihn noch der neue Schweriner Bischof Heinrich Theissing, doch körperlich stark verfallen nahm er diesen kaum noch wahr " (16).

Karl Fischer verstarb am 28. März 1972, wurde nach Neustrelitz überführt und dort am 6. April im Grab seiner Familie durch seinen früheren, von ihm 18 Jahre zuvor bei der SED-Kreisleitung Neustrelitz als "Staatsfeind" denunzierten Kaplan und nun agierenden Pfarrer Bernhard Kiepe beigesetzt.

 



Kaplan Eberhard Grawe



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1926

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um 1933

 


24.04.1926 - 30.09.1926

(* 24.07.1894 - † 27.05.1945)


Eberhard Grawe wurde am 24. Juli 1894 in Hamburg geboren wo sein Vater Dr. L. Grawe seit dem 3. April 1894 erster Direktor der höheren Mädchenschule (bis 1915) war. Eberhard besuchte dann von 1900 bis 1909 die katholische Höhere Knabenschule in Hamburg.
Nach seinem Studium wurde er am 15. August 1920 in Osnabrück zum Priester geweiht. Anfangs in Hamburg eingesetzt, studierte er weiter Latein und Erdkunde und machte sein Staats- und Assessorexamen.
Vom 24. April 1926 war er bis zum 30. September 1926 als Kaplan in Güstrow tätig. Danach hatte er eine Anstellung als Studienassessor in Ostpreußen erhalten (17).
Es war für Eberhard Grawe eine große Umstellung vom Kaplan "mit ein paar Mark Verdienst in der Tasche plötzlich zum Studienrat mit immerhin 500 Mark pro Monat". So blieben auch negative Erfahrungen in dieser Beziehung nicht aus und trotz penibler Zählungen seiner Ausgaben, musste er am Ende so manchen Monats kurztreten. Auch als Skatspieler konnte er sich mit den Großen seiner Zeit nicht messen - so sehr er es auch versuchte. "Am liebsten lag er auf dem Wasser und badete, wenn es möglich war - in den Ferien alle paar Stunden."
Als Studienrat und Religionslehrer war er bei seinen Schülern am Gymnasium in Deutsch-Eylau (Ilawa) wegen seiner Gutmütigkeit "geachtet, geehrt und beliebt, `Ohmchen` von den Jungen genannt". Er half aber auch in der Gemeindeseelsorge mit aus, betätigte sich in "Vereinen, leitete den Volksverein, vertrat die Gemeinde bei der Stadtverwaltung in verschiedenen Kommissionen, ja, selbst als Stadtverordneter in den Jahren 1930 bis 1933."
Als Hamburger liebte er auch die Geselligkeit und war schon bald Mitglied in acht weltlichen Vereinen - so dem Ruderverein, der Ruderhausgesellschaft, einem Kegelklub, Lesezirkel, dem Gymnasila-Segelflugverein ... und bei den meisten davon auch im Vorstand tätig.
Ebenso gern war dem Essen zugeneigt. Sein geflügeltes Wort war: "Das ist etwas Ordentliches, Herr Ober, mir auch eine Portion!" Dies zeigte sich dann auch schon bald an seinem Gewicht, das mit annähernd zweieinhalb Zentner ihn immer wieder auch zum Fasten ermutigte. Allerdings ohne langanhaltenden Erfolg. "Furchtbar peinlich!", rief er mal "am Osterdienstag aus, als er feststellte, daß von den in der Fastenzeit mühsam abgearbeiteten 12 Pfunden bereits 8 wieder zurückgeholt waren."
Seine Vereinsmitarbeit brachte ihn aber auch zunehmend "politisch rechtsgerichteten Kreisen näher, so daß er er auch mit dem Nationalsozialismus liebäugelte". Dies änderte sich jedoch ab 1933, als seine Stelle als Religionslehrer am Gymnasium aufgehoben wurde und er versetzt werden sollte. Gerne wäre er nach Königsberg gegangen, doch der Generalvikar von Ermland berief ihn als Vikar und Präfekt an das Gymnasium in Rößel (Reszel) - im Norden der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, "dessen Religionslehrer, Studienrat von Wysocki, nach Braunsberg" berufen worden war. "Und dies war gut so."
Er kam nun in ein "katholisches Kollegium unter einem bewährten Direktor, in eine katholische Umgebung mit einer Pfarrgemeinde und vielen kirchentreuen Cartellbrüdern (des CV)". Dieser Umgang ließ ihn schon bald die Sinn- und Haltlosigkeit des Nationalsozialismus erkennen und er wurde nun ein umso eifriger Verfechter katholischer Belange, verlor aufgrund einiger Anschwärzungen beim Provinzialschulrat schließlich sogar sein Amt und seine Stelle. Nach langwierigen Verhandlungen erreichte er gerade noch eine "Pensionierung zu Ostern 1938 mit gesetzlichen Pensionsbezügen."
Nach Hamburg wollte er nicht zurück und so stellte er sich "Bischof Maximilian für die Seelsorge im Bistum Ermland" (1992 erst zum Erzbistum erhoben) zur Verfügung. Im März 1940 wird er so Pfarrer [Nachfolger von P. Seweryn Quint] der ostpreußischen Kuratiegemeinde St. Bruno Lötzen / Ermland (ab 1946 Gizycko), ca. 70 Kilometer nordöstlich von Allenstein (Olsztyn). Die 1937/38 erbaute Kirche [eine der wenigen Neubauten im Nationalsozialismus] war bis 1945 die einzige katholische Kirche der Region und in das Dekanat Masuren II mit Sitz in Johannisburg (Pisz) innerhalb des Bistums Ermland eingegliedert. Hier erwartete ihn aber nicht nur eine neue Kirche mit Pfarrhaus, "vor allem, was ihm besonders lieb war, wieder Wasser - den Mauersee". Außerdem eine "aufstrebende Zivilgemeinde, Militär- und auch Gefängnisseelsorge in dem etwa 20 km entfernt gelegenem Ort Rhein".
In den folgenden Kriegsjahren war er zumeist alleine, ohne Kaplan, mußte so Sonntag für Sonntag drei, bisweilen vier Gottesdienste mit seinem Auto bewältigen. "Auf dieses setzte er auch seine Hoffnung, hatte er doch bereits im Sommer 1944 für eine etwaige Flucht 100 Liter Benzin bereitgestellt und verwahrt". Und gerade dies Vertrauen in sein Auto sollte ihm zum Verhängnis werden (18a).
Beim Herannahen der russischen Truppen verließ er am 20. Januar 1945 bei der allgemeinen Räumung Lötzens "mit Kaplan Burger und seiner Haushälterin, Fräulein Gertrud Jaeckel" seine bisherige Wirkungsstätte. "Bis Bartenstein verlief auch alles gut", dann jedoch versagte das Auto "und war auch nicht mehr in Gang zu bringen". Kaplan Burger machte sich zu Fuß auf den weiteren Weg und kam auch gut durch. Eberhard Grawe ließ sich jedoch "von den Confratres aus der Nachbarschaft" überreden, bei ihnen zu verbleiben und die Russen zu erwarten.
Schon in den ersten Tagen des Februar wurden die Männer am 04. verhaftet und "von Bartenstein aus in das Sammellager Georgenburg bei Insterburg" gebracht, wo er "mit Kaplan Derra und Pfarrer Heinrich von Passenheim zusammentraf". Er war hier noch guten Mutes (18b).
Weiter nach Rußland abtransportiert, kam er und Pfarrer Passenheim nach Jenakijewo im Osten der Ukraine in ein Arbeitslager bei Stalino [= Yenakiieve, Jenajki, Jeneikow, Janejko / Oblast Donezk] und beide sollten dieses auch nicht mehr lebend verlassen.
Jenakijewo war ein russisches Gefangenlager das einem großen Stahlwerk angegliedert war. Am Ende des II. Weltkrieges mußten dort mehr als 50.000 Gefangene aus Schlesien und dem Ermland im Walzwerk Zwangsarbeit leisten. Weniger als die Hälfte von ihnen kehrte nach Hause zurück.
Der polnische Erzbischof Victor Skworc besuchte am 28. September 2013 einen der Friedhöfe am Fuße der großen Schmelzhütte in der Stadt Yenakiyevo im Donezkbecken. Im Lager waren vor allem Schlesier aber auch andere Deutsche interniert die heute noch in namenlosen Gräbern oder Gruben liegen.

"Die ungewohnten Strapazen und unzureichende Ernährung" ließen seinen Körper schon bald verfallen. Trotzdem hatte er immer "noch freundliche und aufmunternde Worte für seine Leidensgefährten". Bis zum "Skelett abgemagert, mit geschwollenen Füßen, hat er sich täglich zur Arbeit geschleppt", bis ihn am 27. Mai 1945 der Tod erlöste und er von seinen Leidensgenossen in einem eigenen Grab - nicht wie viele andere Gefangene in einem Massengrab - beerdigt wurde. "Nach dem Bericht eines Heimkehrers an Fräulein Jaeckel hat ein Franziskanerpater, wohl Pater Rzymelka, Grawe in den letzten Stunden beigestanden." (18c)

Eberhard Grawe verstarb am 27. Mai 1945 in russischer Gefangenschaft im Lager Jenakijewo / Ukraine.
Er ist auch im Denkmal für ermordete Priester und Laien des Ermlandes von Groß-Kleeberg zu finden.

 



Kaplan Franz Wippern



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um 1928

 


05.09.1927 - 30.09.1929

(* 05.02.1901 - † 27.11.1962)


Franz Joseph Bernhard Wippern wurde am 05. Februar 1901 als Sohn des Apothekers Wippern in Glandorf (bei Osnabrück) geboren. Nach der Hochschulreife am Realgymnasium in Ahlen 1920 begann er mit dem Studium der Theologie von 1920 bis 1923 in Münster. Seine Priesterweihe fand am 20. Dezember 1924 in Osnabrück statt.
Stationen seines Wirkens waren Vikar in Aschendorf von 1925 bis 1927, Kaplan in Güstrow vom 5. September 1927 bis 30. September 1929 (19) und in Georgsmarienhütte von 1929 bis 1931, Kaplan und Lehrer in Haren (Ems) von 1931 bis 1933, Vikar in Börger von 1933 bis 1937 und Kaplan in Aschendorf von 1937 bis 1940.
Im Jahr 1940 war er als Soldat eingezogen und nach Kriegsende noch bis 1947 in Kriegsgefangenschaft.
Zurückgekehrt war er 1947 noch als Kaplan in Rulle tätig, bevor er von 1948 bis 1949 als Hilfsgeistlicher und Pfarradministrator in Wettrup (Krs. Lingen) eingesetzt war. Als Pfarrer wirkte er von 1948 bis zu seinem Tod 1962 in Wettrup.

Am 27. November 1962 verstarb Franz Wippern plötzlich und unerwartet in Wettrup.

 



Kaplan Wilhelm Steinrücke



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1961

 


25.09.1929 - 30.04.1930

(* 07.08.1899 - † 29.11.1961)


Domkapitular


Wilhelm Steinrücke wurde am 7. August 1899 geboren. Als Kaplan war er in der Propsteigemeinde St. Vitus Freren von mindestens Mai 1926 bis September 1929 beschäftigt (wird am 5. Mai 1926 bei der Beisetzung des verstorbenen Pfarrers von Lengerich i.H. und Dechanten von Freren Hermann Robben mit erwähnt).
Am 25. September 1929 wurde er zum Kaplan in Güstrow ernannt. Da er auf einer Motorradfahrt zu einer Nottaufe - bei Gelegenheit des Gottesdienstes in Krakow am See - sich eine heftige Erkältung zugezogen hatte, für deren Heilung das hiesige Klima ungeeignet war, mußte er einen längeren Urlaub antreten. Sein Gesundheitszustand erforderte aber schließlich doch seine Versetzung (20).
Im April 1930 erhielt er eine leichtere Stelle in der Pfarrgemeinde St. Dionysius Belm (bei Osnabrück). Ab 1936 war er Pfarrer in Bückeburg (Bistum Hildesheim) als Nachfolger des nach Quakenbrück versetzten Missionspfarrers Gerhard Behnen.
Im Jahr 1951 wird er als Dechant in der Chronik von Heessen (Schaumburg-Lippe-Kreis) erwähnt, 1961 als Domkapitular am Osnabrücker Dom St. Peter.

Wilhelm Steinrücke verstarb am 29. November 1961, im Alter von 62 Jahren und wurde am Dom St. Peter in Osnabrück beerdigt.

 



Kaplan Heinrich Tangen



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1931

 

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um 1934

 


1930 - 28.02.1935

(* 1902 - † 31.10.1968)


Heinrich Tangen wurde im Jahr 1902 geboren.
Er kam im Frühjahr 1930 als Nachfolger des erkrankten Kaplans Wilhelm Steinrücke als Seminarpriester nach Güstrow. Weihnachten 1931 veranstaltete er als Kaplan die erste Weihnachtsfeier in einem Bützower Restaurant, deren Besitzer Heidelmann zur Gemeinde gehörte. Die zweite Weihnachtsfeier wurde dann schon im größeren Saal des "Preissenhof" (Preussenhof, Hotel de Prusse, später König von Preußen) gehalten, auf der Güstrower Kinder im Verein mit den Bützower Kindern unter der Leitung von Schwester Christel kleinere Theaterstückchen aufführten und auf der Kaplan Tangen durch seine Ansprache die Bützower Katholiken besonders froh machte.
Kaplan Tangen war sehr beliebt in der gesamten Pfarrgemeinde, fehlte man aber im Religionsunterricht, war er schnell bei den entsprechenden Eltern "zu Besuch".
Nach der Einrichtung einer eigenen Kapelle 1931 in Bützow, wurde ihm auch die seelsorgerische Betreuung der dortigen Katholiken mit übertragen (21).
Bischof Berning trennte dann ab 20. Juli 1935 den Amtsgerichtsbezirk Bützow mit den Ortschaften und der Seelsorge von Gefängnis und Zuchthaus von der Pfarrei Güstrow ab und machte Bützow zu einer eigenen Pfarrei. Als erster Pastor wurde dazu bereits am 4. Januar 1935 Kaplan Schneider aus Rostock ernannt.
Bis zum 28. Februar 1935 arbeitete Kaplan Tangen noch sehr segensreich in der großen Güstrower Pfarrgemeinde.

Zum 01. März 1935 wurde er dann als Pfarrer nach Ratzeburg versetzt.
In froher Erinnerung blieben den Kindern der Güstrower katholischen Gemeinde auch die Pfingsttouren nach Ratzeburg, wo sie bei ihrem früheren Kaplan gastliche Aufnahme fanden. Er zeigte ihnen den herrlichen alten Dom und führte sie hinaus zum Ansveruskreuz.
Pfarrer Heinrich Tangen verließ nach 20 Jahren 1955 Ratzeburg (sein Nachfolger dort wurde Pastor Burger) und war noch als Pfarrer in St. Alexander Schepsdorf-Lingen tätig.

Pfarrer Heinrich Tangen verstarb am 31. Oktober 1968 viel zu früh im Alter von 66 Jahren.

 



Kaplan Bernhard Leffers



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um 1936

 


01.03.1935 - 29.02.1938

(* 24.02.1906 - † 15.10.1948)


Bernhard Leffers wurde am 24. Februar 1906 in Delmenhorst als ältester Sohn des Kaufmanns Heinrich Leffers und seiner Ehefrau Emma (geb. Zurbonsen) geboren. Am 22. Dezember 1934 wurde er im Dom zu Osnabrück zum Priester geweiht, seine Primitz feierte er in der Delmenhorster Kirche St. Marien.

Den Textilkaufleuten Carl (1869-1929) und Heinrich Leffers (1865-1936) kam damals eine führende Rolle im Delmenhorster Katholizismus zu. Sie waren aber auch großzügige Spender, finanzierten so 1911 die erste Ausmalung des bis dahin noch völlig kahlen Kircheninneren der Delmenhorster St. Marien Kirche durch den Kirchenmaler Lückenkötter aus Oelde. Auch für die noch fehlende Orgel fand sich in Carl Leffers wiederum ein Spender, der damit den Wunsch verband, das bei der Werkstatt Anton Feith in Paderborn bestellte Instrument möge zum 25jährigen Geschäftsjubiläum des Kaufhauses Leffers im Juni 1919 eingeweiht werden. Gestiegene Arbeitslöhne und Materialkosten führten aber dazu, das sie erst ein Jahr später, 1920, zur Fertigstellung kam.

Am 1. März 1935 wurde der Seminarpriester Bernhard Leffers von Bischof Berning als Kaplan in Güstrow ernannt, da Kaplan Tangen zum Pastor in Ratzeburg ernannt worden war. Bernhard Leffers führte dann in unserer Gemeinde die "Großzügigkeit" seiner Familie fort. Ihm hat die Güstrower Gemeinde sehr viel zu verdanken. Sei es das erste Auto mit dem die weiten Entfernungen der Aussenstationen leichter zu bewältigen waren, die Marienfigur an der Außenseite unserer Kirche oder den Bau des ersten Gemeindehauses.
Sein Wunsch war es schon früh gewesen in der Diaspora zu wirken und dieser fand dann durch seine Kaplansstelle in Güstrow auch seine Erfüllung (22).

Am 19. Mai 1938 wurde er zum Pastor der neuerrichteten Seelsorgestelle "Maria Meeresstern" in Warnemünde ernannt (2 ½ Monate nach seiner Ernennung war die Einweihung unseres neuen Gemeindehauses - sein Abschiedsgeschenk an die geliebte Güstrower Pfarrgemeinde).
Wie auch schon bei uns, sah er eine besonders wichtige Aufgabe in der Erziehung der Kinder zu glaubensfesten Christen. Diesem Anliegen opferte er jede freie Stunde. Ein schweres Leiden (Schrumpfniere) schien ihn dann zwingen zu wollen, sein begonnenes Werk aufzugeben - er gab jedoch nicht auf und ließ sich auch nicht an eine leichtere Stelle versetzen.

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Bild:  Pfarrer Bernhard Leffers am Strand von Warnemünde, um 1940

Am 15. Oktober 1948 verstarb Pfarrer Bernhard Leffers viel zu früh in seiner Pfarrgemeinde Warnemünde wo er auch beerdigt wurde. Gott hab ihn selig.

 



Kaplan Otto Nagel



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1938

 

01.03.1938 - 30.09.1938

(* 24.09.1912 - † 08.02.1998)


Otto Nagel wurde am 24. September 1912 in Hildesheim geboren. Zum Osnabrücker Klerus gehörten insgesamt drei Priester-Brüder aus der Familie Nagel. Außer Otto waren es noch: Franz (* 1911 - † 1966) und Hermann (* 1915 - † 2008).
Otto Nagel wurde 1937 in Osnabrück zum Priester geweiht. Am 1. März 1938 wurde er als Seminarpriester zum Kaplan von Güstrow ernannt, da Kaplan Leffers die Stelle als Pastor von Warnemünde übertragen worden war. Bis zum 30. September 1938 war er als Kaplan in Güstrow tätig (23), danach war er als Adjunkt seit dem 1. Oktober 1938 in Holte bei Osnabrück eingesetzt.
Nach seiner Zeit in Güstrow und Holte wurde er während des Zweiten Weltkrieges als Soldat eingezogen.
Im Jahr 1946 wurde ihm die Leitung der Osnabrücker Diözesanbibliothek übertragen, die er bis 1979 innehatte.
Zum Domvikar in Osnabrück ernannt, oblag ihm von 1949 bis 1972 als Domzeremoniar auch die Ordnung des Domgottesdienstes. Viele Jahre hat er auch das jährlich erscheinende "Directorium Romano-Osnabrugense" für die Messe und das Stundengebet im Bistum Osnabrück herausgegeben.
Seit 1949 war er als Offizialatsnotar und seit 1970 als Offizialatsrat am Bischöflichen Offizialat tätig. Er zelebrierte im Osnabrücker Marienhospital täglich in seiner ganz eigenen Weise die hl. Messe.
Im Jahr 1963 hat er maßgeblich beim Osnabrücker Seligsprechungsprozess von Niels Stensen mitgewirkt, dessen Akten dann nach Rom übersandt wurden. Als Anerkennung für diese Tätigkeit erwirkte Bischof Helmut Hermann Wittler seine Ernennung zum Monsignore.
Am 1. März 1985 wurde er dann vom Bischof in den Ruhestand versetzt (24).


Otto Nagel verstarb am 8. Februar 1998 in Osnabrück und wurde auf dem Herrenfriedhof im Kreuzgang der Pfarrkirche St. Johann in Osnabrück beigesetzt(25). Gott hab ihn selig.

 



Kaplan Eugen Eussner



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um 1940

 


01.09.1938 - 30.07.1946

(* 14.10.1910 - † 03.04.1966)


Eugen Eussner wurde am 14. Oktober 1910 in Nassau (Lahn) geboren. Am 19. Dezember 1936 in Osnabrück zum Priester geweiht, begann sein priesterliches Wirken als Vikar in Nordstrand. Da Kaplan Nagel inzwischen zum Adjunkt in Holte bei Osnabrück ernannt worden war, beauftragte der Bischof Kaplan Eugen Eussner am 1. September 1938 mit der Stelle als Kaplan in Güstrow.
Kaplan Eussner kümmerte sich auch um die regelmäßigen Treffen der Jungmänner. Für die jungen Männer ab 18 Jahre aufwärts wurden im Pfarrheim Abende gehalten, an denen über "Jungmann und Familie" gesprochen wurde, es wurde die Enzyklika "Casti Connubii" durchgearbeitet, Themen aus dem Kirchenjahr oder nach dem jeweiligen Interesse ausgewählt. Zu Beginn des Krieges - da viele eingezogen wurden, und die übrigen Jungmänner durch Dienst und Arbeit überlastet waren - blieb nur noch ein Abend für alle Jungmänner der Gemeinde. Der Jungmännerverband wurde dann bereits im Jahre 1939 von der Gestapo verboten und aufgelöst.
Auch die Messdiener kamen wöchentlich zu einer Messdienerstunde zusammen. Kaplan Eussner versuchte, auch die weniger eifrigen Knaben heranzuziehen, aber es hatte sich gezeigt, dass dort, wo die Eltern nicht mitmachen, auch bei den Kindern wenig zu erreichen war.
In den Jahren 1938 und 1939 besuchte Kaplan Eussner oft noch Abends die vielen Wanderarbeiter auf dem Lande, da die bisherigen Wanderseelsorger inzwischen in anderen Pfarreien arbeiten mussten, oder zu Anfang des Krieges als Kriegspfarrer eingezogen worden waren. In folgenden Orten wurden so z.B. Rosenkranz- und Maiandachten gehalten: Vietgest, Wendorf, Glasewitz, Käselow, Karow, Prüzen, Bellin, Groß Bresen, Zehna, Gremmelin, Dehmen, Suckow, Bauhof, Groß Grabow, Lübsee, Mierendorf, Boldebuck und Gülzow. Die Arbeiter kamen dabei vorwiegend aus der Slowakei, Polen, Jugoslavien und Ungarn, aber auch aus Italien oder Oberschlesien (26).
Ein Zeitungsbericht zum Thema "Rosenkranzgebet" im Dekanat Mecklenburg schreibt 1938 darüber:
Draußen stürmische, stockfinstere Nacht! Hinaus geht es mit dem Auto nach ... . Wer kennt hier nicht die mecklenburgischen Landwege! Das Wasser der oft tiefen Pfützen spritzt oben über unser Auto hinweg. Die Schutzscheibe ist vollkommen undurchsichtig geworden. Das Auto ist von oben bis unten verschmutzt mit Dreck!
Was verschlägt’s - wir wollen hinaus zu den armen Landarbeitern, die fern auf den Gütern, nicht ein einziges Mal zum Pfarrort zur Rosenkranzandacht kommen können. Wir treffen die Leute erst abends nach 20.00 Uhr an; sie sind müde von der harten Arbeit, aber froh werden wir erwartet. Die Stube ist blitzsauber gemacht. Wir finden Wanderarbeiter - deutsche und ausländische - versammelt mit den ansässigen Tagelöhnerfamilien mit ihren Kindern. Ein buntes Bild!
Der Altar wird fertig gemacht. Leuchter, Kerzen, Blumen und eine Muttergottesstatue haben wir mitgebracht. Die Kerzen brennen - nun schalt es durch den Raum der armen Schnitterkaserne "Maria zu lieben ist allzeit mein Sinn ..." Knieend - die Stube ist mit Steinen geflastert - beten wir den Rosenkranz. Erinnerungen werden wach!
Vielleicht ist das Rosenkranzgebet bei manchem in Vergessenheit geraten, aber erstorben ist es nicht. Abwechselnd erklingen deutsche und ausländische Marienlieder. Es ist allen wie ein Stück Heimat!
Froh treten wir die Heimfahrt an. Zurück geht es über Berg und Tal, durch Pfützen, über Stock und Stein. Da, plötzlich mitten im Wald, lugt der Mond hervor und beleuchtet ein Rudel Wildschweine, die gerade ins Auto hineingelaufen kommen! Eine spannende Fahrt, von der wir aber glücklich gegen 23.00 Uhr wieder in Güstrow anlangten.
So fährt der Kaplan wöchentlich mehrere Mal bis zu 30 Kilometer über Land und betet mit den religiös- und auch sonst armen, verlassenen Menschen den Rosenkranz. Nicht überall wird er aber so froh aufgenommen.
 " (27)

Im September 1939 bricht dann der Krieg aus! In der Kirche werden die Fenster unter der Empore mit grünen Gardinen versehen und die Lampen abgeblendet. Bei diesem spärlichen Licht kann auch nach Eintritt der Dunkelheit, wenn alles verdunkelt bleiben muss, Gottesdienst gehalten werden. Es kam dann auch ein ungewöhnlich langer und strenger Winter. Nach heftigem Frost im Dezember 1939 trat in der Woche vor Weihnachten Milderung ein. Weihnachten fing es wieder an zu schneien. Mit wenigen Kerzen an den Tannenbäumen wurde um 18.00 Uhr die Christmesse gehalten, die sehr stark besucht und ungewöhnlich viele Gläubige an der Kommunionbank sah. Da wegen der grimmigen Kälte und Kohlenknappheit auch die Schulen auf längere Zeit geschlossen wurden, fand der Religionsunterricht für unsere Kinder in einzelnen Gruppen im Zimmer von Kaplan Eussner statt.
Seitdem kam das Thermometer bis zum 22. Februar 1940 nicht über den Nullpunkt hinaus. Besonders der Februar brachte ungeheure Schneemassen. Am 5. Februar wurden außerdem die für die Heizung der Kirche bestimmten Kohlen beschlagnahmt, da inzwischen wegen der Transportschwierigkeiten empfindlicher Kohlenmangel eingetreten war. Deshalb konnte die Kirche vom 11. Februar 1940 an nicht mehr geheizt werden. Wegen der grimmigen Kälte fiel am 11. und 18. Februar 1940 sogar die Predigt aus.
In der Kriegszeit kamen zu den gewöhnlichen Gottesdiensten die seelsorgerische Betreuung der Kriegsgefangenen und der polnischen Zivilarbeiter hinzu. Da diese laut Erlaß der Gestapo an den Gottesdiensten der deutschen Gemeinde nicht teilnehmen durften, wurden für beide besondere Gottesdienste eingerichtet, und zwar zunächst 2 mal im Monat in der Güstrower Kirche. Dann kam jedoch noch eine weitere Verordnung, die besagte, dass die polnischen Zivilarbeiter nicht von mehreren Gütern zusammengezogen werden durften. So wurde auf den einzelnen Gütern Gottesdienst gehalten, so dass mit besonderer Bischöflicher Erlaubnis die Geistlichen Sonntags 3 hlg. Messen feiern mussten.
Seit November 1939 war auch nur wenig Benzin für das Auto bewilligt worden. Die Nichtbenutzung des Autos wirkte sich besonders für die Seelsorge ungeheuer schwierig aus. Seitdem mussten die Geistlichen sehr oft mit dem Fahrrad viele Kilometer weit fahren.
Da die Gemeinde keine Gemeindefeste mehr feiern konnte, fanden von September 1940 monatliche Gemeindeabende im Pfarrheim statt, an denen religiös-kulturelle Vorträge gehalten wurden. Kaplan Eussner sprach z.B. über Dantes "Göttliche Komödie", Adjunkt Jansen aus Rostock über "Nietzsche und unser Glaube" und Pastor Hemesaat über den "Weltadvent". Diese Vorträge wurden mit großem Interesse aufgenommen.
Da - wie schon erwähnt - die Kohlen beschlagnahmt worden waren, brachten die einzelnen Gemeindemitglieder kleine Päckchen Kohlen mit ins Pfarrheim, damit die verschiedenen Veranstaltungen stattfinden konnten. Im Pfarrhaus konnte auch nur noch das Arbeitszimmer des Pastors und des Kaplans geheizt werden.
In diesen Kriegs- und den folgenden Nachkriegsjahren wurde in der Gemeinde viel gebetet. Jeden Tag waren zwei Messen und eine Andacht. Durch die Flüchtlinge wurde die Gemeinde dann auch immer größer.
Am 30. Juli 1946 mussten wir leider auch Kaplan Eussner verabschieden. Nach dem viel zu frühen Tod des Matgendorfer Pfarrers Hermann Pranger (er starb am 22. Januar 1946 an Typhus) übertrug ihm der Bischof dieses verwaiste Amt. Für ihn kam Kaplan Herbert Ulbrich in unsere Gemeinde.

Am 1. September 1946 wurde er zum Pfarrer der Gemeinde Matgendorf ernannt. Wie schon sein Vorgänger widmete auch er sich mit Eifer und Ausdauer seiner neuen Gemeinde. Die Zwangskollektivierung der 50/60er Jahre führte besonders auch in der katholischen Enklave um Matgendorf verstärkt zu einer "menschenunwürdigen Behandlung der Bauern" und einer "Mißachtung menschlicher Grundrechte auf den Dörfern" (28). Die Staatsführung der DDR reagierte sofort auf die kirchliche Kritik und warf ihr offen vor, reaktionären Kräften einen religiösen Deckmantel zu bieten. Pfarrer Eussner wurde im März 1960 sogar vorübergehend in Gewahrsam genommen, weil er Bauern aufgefordert hatte, "stark zu bleiben" und seine Worte wurden von der Volkspolizei als erfüllter Tatbestand der "Aufwiegelung" gewertet (29).
Nachdem er schon 1965 zwei Monate im Krankenhaus verbringen musste, kam Pfarrer Eussner am 16. Februar 1966 wiederum ins Krankenhaus.

Am 3. April 1966 verstarb Pfarrer Eugen Eussner viel zu früh im St. Hedwigskrankenhaus in Berlin.

 



Pfarrer Bernhard Mecklenburg



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1941/42

 


01.05.1941 - 26.07.1942

(* 11.03.1903 - † 03.02.1962)


Bernhard Mecklenburg wurde am 11. März 1903 in Hüntel / Emsland geboren. Nach seiner Priesterweihe im Jahre 1930 wurde er Kaplan in Hagen bei Osnabrück und fünf Jahre später Kaplan in Flensburg. Sein Arbeitsgebiet reichte von der Ostsee bis zur Nordsee. 1937 wurde er erster Pastor in der neuerrichteten Pfarrgemeinde Herz-Jesu in Bremen.
1941 wurde ihm dann die Seelsorge in den Diasporagemeinden Mecklenburgs mit der Pfarrerstelle in Güstrow übertragen.

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Bild links: Pfarrer Mecklenburg im Güstrower Pfarrhaus in der Besserstraße 1
Bild rechts: August Niemeyer (links), Pfarrer Jünemann aus Parchim und Pfarrer Mecklenburg (rechts)


Diese Arbeit "im Steinbruch des Herrn" (30) überforderte jedoch seine körperlichen Kräfte.

So versetzte ihn Bischof Berning im August 1942 als Pastor nach Hamburg-Rahlstedt. Als aufrechter und gerader Priester kam er dort schon bald in Konflikt mit der Gestapo. Im März 1943 wurde er wegen Äußerungen zur "Judenfrage" inhaftiert und am 2. Juli 1943 in das KZ Dachau gebracht, von wo er am 29. April 1945 befreit - im Mai nach Hamburg zurückkehrte.
In den folgenden Jahren vergrößerte er dort den Kapellenraum, baute ein Altersheim und plante ein neues würdiges Gotteshaus. Am 2. Februar 1952 warf ihn ein tückisches Lungenleiden nieder. Dennoch schonte er sich nicht.
1955 bekam die Filiale Barsbüttel durch seine Initiative ein schönes Kirchlein und wenn er auch, infolge seiner Krankheit, immer weniger aktiv eingreifen konnte, so half er doch vom Sanatorium aus, durch sein Gebet und Opfer und seinen Rat wirksam mit beim Werden der großen neuen St. Maria-Himmelfahrt-Kirche in Rahlstedt. Er erlebte am 31. Januar 1960 ihre feierliche Konsekration, was für ihn die Erfüllung seines Schaffens bedeutete.
Am 1. März 1961 bat er den Bischof, ihn von der Bürde als Pastor der inzwischen groß gewordenen Rahlstedter Gemeinde zu entbinden. Kurz vor Weihnachten 1961 unterzog er sich dann in der Robert-Koch Klinik in Freiburg / Breisgau einer schweren Operation.

Am 3. Februar 1962 verstarb Pfarrer Bernhard Mecklenburg in Freiburg - noch an den Folgen der letzten Operation. Seine männlich-kernige Frömmigkeit, sein vorbildlicher Eifer für Gottes Reich, sein tapferes Ja-Sagen zum Kreuz des Heilandes und seine Gastfreundschaft lassen uns ihm in Liebe und Dankbarkeit verbunden bleiben.

 



Pfarrer August Niemeyer



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1942

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um 1960

 


09.08.1942 - 09.03.1968

(* 28.01.1904 - † 09.03.1968)


Päpstlicher Geheimkämmerer

August Niemeyer wurde am 28. Januar 1904 in Iburg am Teutoburger Wald geboren. Nach dem Besuch des Gymnasium Laurentianum in Warendorf / Westf. studierte er in Münster und Osnabrück Theologie.
Am 17. Dezember 1927 im Osnabrücker Dom von Dr. Wilhelm Berning zum Priester geweiht, war er dann als Kaplan in Neubrandenburg, an der Marienkirche in Bremen und am Kleinen Michel in Hamburg tätig. Durch den Dechanten Heinrich Hemesaat (unseren ehemaligen Pastor) wurde er am 9. August 1942 in sein Güstrower Amt eingeführt (31).

Eine Notiz aus der Kriegszeit von ihm beschreibt seinen allmorgentlichen Gang vom Pfarrhaus in der Besserstraße zur Kirche in der Grünen Straße:
Morgentlicher Spaziergang in der Diaspora!
Noch dunkel ist`s! Nur selten begegnet mir ein Mensch. Mein Weg führt mich über den alten Gertrudenfriedhof. Vor mir liegt es weit - weiss - Schnee und nochmals Schnee. Nur hier und da ragt ein dunkles Kreuz heraus, das mahnt: "Mensch bedenke, dass du Staub bist und wieder zu Staub wirst" (oder Memento mori). Auf dem Friedhof steht die alte Gertruden-Kapelle aus dem 13. Jahrhundert. Heute ist sie Ahnenhalle. Die Kapelle war einstmals der hl. Gertrud von Nivelles geweiht.
Weiter führt mich mein Weg um die Ecke. Von Fern höre ich allmorgentlich das dumpfe Getrappel der Gefangenen, die zur Arbeit geleitet werden - ein schweigender Zug. Meine Gedanken gehen in Feindesland, wo auch unsere Brüder gefangen sind. Und allmorgentlich drängt sich das eine Gebet auf die Lippen: Herr, gib uns den baldigen ersehnten Frieden !
 " (32a)

Im Januar 1945 wurde Pastor Niemeyer wegen der Polengottesdienste von der Gestapo verhört. Am 5. Mai 1945 mußte er das Pfarrhaus für die russische Besatzungsmacht räumen. Die Bewohner des Pfarrhauses kamen dann mit 29 anderen Personen im kleineren Saal des Pfarrheimes unter.
Prälat August Niemeyer bemühte sich in der Nachkriegszeit auch sehr um die beschlagnahmten Glocken der evangelischen Stadtkirchen und korrespondierte dazu mehrfach mit dem Hanburger Pastor primarius Bernard Wintermann (32b).
Am 19. April 1953 feierte er in Güstrow nachträglich (er konnte es am 17. Dezember wegen seiner Trombose im Bein nicht begehen) sein 25 jähriges Priesterjubiläum mit Levitenamt. Die Festpredigt hielt der Geistl. Rat Dr. Rudlof aus Schwerin. Am 22. April 1953, dem Schutzfest des hl. Josef, feierte er mit der Geistlichkeit aus den 3 Dekanaten Mecklenburgs das Ereignis zum zweiten Mal. Die Festpredigt hielt der Dechant Lohmann aus Waren. Mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand begab er sich dann am 27. April nach Schöneiche bei Berlin zur Erholung und ärztlichen Behandlung von der er am 20. Mai wieder zurückkehrte.
Am 6. September 1958 erfolgte seine Ernennung zum Dechanten vom Dekanat Rostock und am 22. Juni 1959 zum Päpstlichen Geheimkämmerer (Prälat).
Im August 1967 feierte Prälat August Niemeyer noch sein 25jähriges Ortsjubiläum in Güstrow.

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Bild 1 (links): August Niemeyer mit Jahrgangskollegen: (v.l.n.r.) Jakob Johann Schmitt - Josef Traeger - Niemeyer - Wilhelm Take
Bild 2: 19. April 1953: Feier des 25 jährigen Priesterjubiläums von Pfarrer Niemeyer mit der Gemeinde
Bild 3: 22. April 1953: "Nachfeier" seines Jubiläums mit den Mecklenburger Geistlichen
Bild 4: Prälat August Niemeyer, Ansicht nach 1959
Bild 5: Pfarrer Niemeyer beim Gottesdienst noch am alten Hochaltar vor 1969


Prälat Niemeyer beschäftigte sich gern mit dem Studium der mecklenburgischen Kirchengeschichte und der Kunstdenkmäler des Landes. Mit besonderem Eifer bemühte er sich auch um das Lebenswerk Niels Stensens. Trotzdem war er in erster Linie immer der Seelsorger seiner Pfarrgemeinde. Mit seinem goldenen Humor, der in seinem tiefen Glauben wurzelte, verstand er es seine Mitmenschen immer wieder froh zu machen - war er ihnen in den Jahren der Not stets ein helfender Vater.

Haushälterin bei Prälat Niemeyer war Fräulein Katharina Avermann vom 1. September 1942 bis zum 30. Dezember 1965. Sie ging im Januar 1966 in den anderen Teil Deutschlands in den Ruhestand und verstarb dort nach einigen Jahren.
Seit dem 1. Februar 1966 führte Fräulein Anni Herrmann dem Prälaten Niemeyer den Haushalt (nach seinem Tod auch den von Pastor Hans Naczenski.


Prälat August Niemeyer verstarb am 9. März 1968 ganz plötzlich auf dem Weg zur Kirche an einer Lungenembolie. Er wurde am 14. März 1968 nach dem Requiem um 10.00 Uhr in der Kirche um 11.30 Uhr unter großer Anteilnahme der Gemeinde und zahlreicher Priester (mit dem Weihbischof Dr. Schräder waren noch 70 weitere anwesend) in Güstrow auf dem Friedhof beigesetzt.

Bilder vom Tag der Beisetzung in Güstrow:   B1, B2, B3, B4, B5

Noch heute wird sein Andenken in der Gemeinde in großen Ehren gehalten. Möge ihm das ewige Licht leuchten.

 



Kaplan Herbert Ulbrich



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um 1947

 


01.07.1946 - 30.11.1948

(* 28.07.1916 - † 14.10.2005)


Geistlicher Rat h.c.

Herbert Ulbrich wurde am 28. Juli 1916 in Görlitz geboren. Am 14. April 1946 in Osnabrück zum Priester geweiht, kam er am 1. Juli 1946 als Kaplan nach Güstrow (33).
Weitere Stationen seines Wirkens waren als Pastor ab dem 1. Mai 1949 in Lübtheen, als Jugendseelsorger für das Bischöfliche Kommissariat Schwerin ab dem 1. Oktober 1953, als Pastor in Hagenow ab 1. November 1959 und seit dem 1. April 1972 als Pfarrer in Hagenow.
Am 15. Dezember 1981 wurde er zum Geistlichen Rat h.c. ernannt.

Herbert Ulbrich verstarb als Pfarrer i.R. am 14. Oktober 2005 im katholischen Alten- und Pflegeheim in Parchim, wo er auch beerdigt wurde.

 



Kaplan Wilhelm Scholz



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um 1948

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um 1980

 


01.05.1947 - 30.09.1953

(* 01.04.1917 - † 02.10.2005)


Ehrendomherr des Metropolitankapitels von Kattowitz

Wilhelm Scholz wurde am 01. April 1917 in Gieschewald bei Kattowitz geboren. Er wurde während seines Theologiestudiums am 20. März 1942 in die Wehrmacht eingezogen. Erzbischof Dr. Wilhelm Berning weihte ihn am 19.03.1947 in Osnabrück zum Priester und ließ ihn bei uns in Güstrow seine erste Kaplansstelle am 1. Mai 1947 antreten. Er wurde am 30. September 1953 mit einer Abschiedsfeier im Pfarrheim als Pastor nach Rehna von der Gemeinde verabschiedet (34).
Von Oktober 1953 bis 1988 betreute er als Pfarrer in Rehna seine Gemeindemitglieder, die in 32 Ortschaften zerstreut wohnten. Hier erbaute er auch unter den schwierigen Bedingungen der damaligen DDR-Zeit die dortige Kirche.
Seit 1988 war er im Ruhestand noch als Hausgeistlicher im Altenheim St. Josef in Salzbergen tätig.

Wilhelm Scholz verstarb als Pfarrer i.R. am 2. Oktober 2005 in Salzbergen wo er auch beerdigt wurde.

 



Kaplan Günther Kokoschka



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um 1950

 


01.04.1949 - 05.09.1952

(* 08.01.1919 - † 04.06.1989)


Günther Kokoschka wurde am 8. Januar 1919 in Breslau geboren. Am 20. März 1949 in Neuzelle zum Priester geweiht, kam er am 1. April 1949 als Vikar nach Güstrow. Am 5. September 1952 erfolgte seine Versetzung nach Stavenhagen (35) und für ihn kam der Vikar Günther Danitz.
Weitere Stationen seines priesterlichen Wirkens waren vom 1. September 1952 als Kaplan in Stavenhagen (ab dem 08.09.1959 als Pfarrverweser ebd.), ab 6. Januar 1955 als Pfarrverweser in Laage sowie vom 01.09.1955 bis August 1959 und vom 08.12.1959 bis zum Juli 1963 als Kaplan in Schwetzin.
Als Pfarrer von Lübz war er vom 15.08.1963 bis zum September 1966 tätig. Weitere Stellen waren in Rerik (25.09.1966 bis Juni 1972) und vom 01.07.1972 bis März 1982 als Pfarrer der Gemeinde Heilige Familie in Malchow, bevor er am 1. April 1982 im den Ruhestand nach Waren / Müritz ging.

Günther Kokoschka verstarb als Pfarrer in Ruhe in Waren am 4. Juli 1989 und wurde auch dort beerdigt.

 



Kaplan Günther Danitz



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um 1953

 


05.09.1952 - 30.09.1955

(* 17.12.1926 - † 24.05.1988)


Günther Danitz wurde am 17. Dezember 1926 in Zoppot (gehörte von 1920 bis 1939 zur Freien Stadt Danzig) geboren.
Aus dem Priesterseminar Osnabrück kam er am 7. Juni 1952 auf die Huysburg und wurde dort am 19. Juni zum Diakon und am 3. August 1952 durch den Weihbischof Dr. Friedrich M. Rintelen zum Priester geweiht. Mit ihm zusammen aus Osnabrück waren noch Leo Gehrki, Joseph Herder und Gerrit König dort ebenfalls zum Priester geweiht worden. Ihr Festessen zur ersten Priesterweihe bestand aus Grüne-Bohnen-Eintopf mit Rindfleisch und Schokoladenpudding mit Vanillesoße (36)
Er kam am 5. September 1952 als Ersatz für den nach Stavenhagen versetzen Günther Kokoschka zu uns als Vikar und verließ die Güstrower Gemeinde am 30. September 1955 (37). Für ihn kam Kaplan Schöpfer in unsere Gemeinde.
Er trat später in den Franziskanerorden ein und nannte sich seitdem Pater Paulus Danitz, OFM. Am 3. August 1977 kam er geradewegs aus Dingelstädt im Eichsfeld und feierte zusammen mit seinen ehemaligen "Kommilitonen" sein 25jähriges Priesterjubiläum in Parchim. Dazu hatte Pater Geritt König, SJ, der Rektor des Nikolausstiftes eingeladen. Mit ihnen feierten auch Pastor Josef Herder aus Kröpelin und Pastor Leo Gehrki aus Neustadt-Glewe. Die Messfeier leitete der Jubilar Weihbischof Dr. Hubertus Brandenburg; die Predigt hielt Prälat Klaus Schnitzler aus Rostock über das Thema: "Ob auch die Apostel Jubiläum feierten?" Alle Geistlichen Mecklenburgs waren eingeladen - es waren etwa 60 Geistliche aus Mecklenburg gekommen - und dazu noch einige "Westler" aus Osnabrück.

Günther Danitz verstarb am 24. Mai 1988 als Pater Paulus Danitz OFM im Franziskanerkloster in der Wollankstraße von Berlin-Pankow.



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Bild:Gruppenbild mit Ministranten von Kaplan Danitz (links) und Kaplan Dolega (rechts), zwischen 1953 und 1955

 



Kaplan Erich Bruno Dolega



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um 1955

 


07.09.1953 - 01.03.1956

(* 1924 - † 23.10.1984)


Erich Bruno Dolega wurde 1924 in der Provinz Ermland-Masuren in Ostpreußen geboren.
Er kam am 7. September 1953 als Vikar für den versetzten Kaplan Scholz (er wurde Pastor in Rehna) in die Güstrower Gemeinde. Mit seinem Motorrad fuhr er oft weite Wege über Land und wirkte in Güstrow bis zum 1. März 1956 (38).

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Bild links: Kaplan Dolega bereit zur Abfahrt
Bild rechts: Güstrower Kapläne zu Besuch in Bützow


Zum 1. April 1956 wurde Kaplan Dolega nach Schwerin versetzt. Weiterhin war er in Ludwigslust und bis 1964 wieder als Kaplan in der Pfarrei St. Anna in Schwerin tätig. Von 1964 bis 1972 war er Pfarrer der Pfarrgemeinde "Maria Königin des Friedens" in Röbel und von 1982 bis 1984 Pfarrer von "Heilig Kreuz" in Waren / Müritz, bis zu seinem Tod 1984 auch Pfarrer der Gemeinde von Malchow.

Erich Dolega verstarb am 23. Oktober 1984 in Malchow.

 



Kaplan Ludwig Schöpfer



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um 1956

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um 1990

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25.08.2004

 


01.09.1955 - 28.10.1959

(* 10.12.1930 - † 04.12.2011)


Ludwig Schöpfer wurde am 10. Dezember 1930 in Berlin-Wilmersdorf geboren und erhielt seine Priesterweihe am 29. Juli 1955 in Schwerin.
Er kam am 1. September 1955 als Kaplan für den versetzten Kaplan Danitz nach Güstrow. Am 16. Dezember 1956 wurde durch ihn der Kreis der jungen Familien gegründet. Die Ehepaare hörten monatlich Vorträge, diskutierten, spielten Theater und machten Ausflüge (die Männer machten z.B. am Himmelfahrtstag Ausflüge) und an den Familienausflügen hatten alle viel Spaß. Außerdem wuchs das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb des Kreises enorm. Er war seiner Zeit ein sehr beliebter Kaplan in Güstrow.
Am 31. Januar 1959 erkrankte er schwer und für ihn kam am 3. März als Aushilfe Kaplan Kaczmarczyk. Am 28. Oktober 1959 kam schließlich auch der Abschied von Kaplan Schöpfer, der nun nach Schwerin versetzt wurde (39). Seine Vertretung bis zum Antritt eines neuen Kaplans übernahm solange Kaplan Beurskens.

Weitere Stationen seines Wirkens waren 1959 in Schwerin, 1967 in Marlow und von 1971-1992 als Pfarrer von Heilig Kreuz in Waren / Müritz. Ab 1986 war er Pfarradministrator von Röbel und Malchow und Dechant des Dekanates Neubrandenburg.
Nach der Wende tauschte er 1992 seine Gemeinde und wechselte nach Schleswig, im Gegenzug kam der dortige Pfarrer nach Waren (40).
Seit 1996 lebte er als Pfarrer im Ruhestand in Niendorf / Ostsee und war in Timmendorfer Strand Hausgeistlicher. 2008 zog er aus gesundheitlichen Gründen nach Rostock und lebte dort bis zu seinem Tod im katholischen Altenheim St. Franziskus.

Ludwig Schöpfer verstarb am 4. Dezember 2011 in Rostock und wurde in der Familiengrabstätte in Adendorf bei Lüneburg beerdigt.

 



Kaplan Rudolph Thomas



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um 1956

 

07.03.1956 - 19.10.1957

(* 1927 - † 18.03.1988)


Rudolph Thomas wurde im Jahr 1927 in Hirschberg geboren. Am 5. September 1953 traf er als Seminarpriester, zuletzt wohnhaft in Hamburg-Duvenstedt, als neuer Vikar in Parchim ein. Allein 4 Stunden hatte seine Kontrolle am Grenzübergang in Schwanheide gedauert - ein unschüner Anfang im Osten (41a).
Im Verlauf seiner Zeit in Parchim arbeitete er mit dem Kaplan Wilhelm Hohn zusammen. Besonders schwer lag daher die Last und Unruhe auf seinen Schultern als Kaplan Hohn schließlich verhaftet worden war, weil ihm die Unterbringung eines Kindes in das Katholische Kinderheim in Teterow als Kindes-Entführung ausgelegt worden war. Der Verlauf seines Schauprozesses endete am 17. Oktober 1955 mit 9 Monaten Gefängnis und das Urteil ist auch vollstreckt worden.

Nach Güstrow kam Kaplan Rudolph Thomas dann am 7. März 1956 (41b) schon schwer belastet durch seine Erfahrungen in Parchim. Am 6. Mai 1957 erkrankte er und mußte in deren Folge am 19. Oktober 1957 versetzt werden.
Da seine Nerven durch all das Schwere, die Unruhe und den staatlichen Druck zu sehr in Mitleidenschaft gezogen worden waren, ließ er sich nach Westdeutschland versetzen. Dies lag ganz auf der Linie des bereits zuvor schon am 9. Juni 1955 - vor Kaplan Hohn`s Verhaftung - nach Westberlin geflohenen Parchimer Pfarrers Alfons Jünemann (* 1901 - † 1965).

Im Jahr 1963 lebte er auf dem Gut Hange in Freren-Setlage (Emsland) und schrieb in einem Brief vom 2. Oktober an Pastor Hermann Nagel: "... Mir geht es gesundheitlich momentan recht gut. Die Beschwerden von meiner Kriegsverletzung sind fast verschwunden, seit ich das Motorradfahren dran gegeben habe. Möglicherweise war das aber nicht die einzige Ursache. Egal, die Hauptsache ist, daß in dieser Hinsicht keine Anlässe zu Klagen bestehen. Überdies fand sich hier ein reizender Conveniatkreis, der 14tägig in Freren, Beesten, Spelle, Venhaus und gelegentlich natürlich auch in Gut Hange tagt. Mein Lob gilt da nicht nur dem Doppelkopp – der garnicht immer statt findet - , sondern ebenso den Anregungen theologischer und sonstiger Natur. Der Dechant, Pf. Samse ist ein Freund glanzvoller Gottesdienste. Ich bin oft auch in Freren tätig und tue das gern, wie ich umgedreht auch von Freren noch nie im Stich gelassen wurde. ..." (41c)
Der Thuiner Orden kaufte 1910 das bereits 1330 als Grenzfestung gegen das Fürstbistum Osnabrück erwähnte Gut Hange, richtete ein Konvent und eine Hauswirtschaftsschule ein und erweiterte 1926 die Anlage um einen Kapellenflügel. Von 1942 bis 1945 hatte es dort ein Mütterheim für "arische Frauen" der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) gegeben. Bis zur Aufgabe der Schule im Jahr 2002 betrieb der Orden hier eine katholische Hauswirtschaftsschule.

Rudolph Thomas verstarb am 18. März 1988 als Pfarrer im Ruhestand in Berge-Grafeld.

 



Kaplan Wilhelm Hohn



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um 1959

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um 1962

 


1. 01.07.1956 -     
2. 04.12.1959 - 07.09.1962

(* 07.04.1921 - † 11.02.2008)


Am 7. April 1921 im schlesischen Ohlau als Sohn eines Diplom-Ingenieurs geboren, besuchte er vom 6. bis zum 10. Lebensjahr die Volksschule und im Anschluss daran 4 Jahre das Realgymnasium in Berlin-Lankwitz. Nach zweieinhalb jähriger Lehrzeit im elterlichen Betrieb legte er die kaufmännische Gehilfenprüfung ab.
1938 verzogen die Eltern nach Groß-Körietz bei Königswusterhausen. Dort besuchte er die 8. Klasse der Oberschule. Durch die Kriegsereignisse wurden alle Schüler der Oberschule für den Kriegshilfsdienst eingesetzt. Dadurch kam er zum Lokomotivbau nach Wildau.
Nach diesem Kriegshilfedienst bekam er im März 1940 sein Abitur. Um die gleiche Zeit wurde er zum ehemaligen Reichsarbeitsdienst einberufen.
Im August 1940 kam er wieder nach Groß-Körietz zurück und studierte noch ein Trimester Volkswirtschaft.
Am 15. Januar 1941 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und kam an der Ostfront zum Einsatz. Sein letzter Dienstgrad war Leutnant der Reserve. Durch seine Verwundung im März 1945 kam er in ein Lazarett in Hagenow / Mecklenburg. Durch den Einmarsch der amerikanischen Truppen wurde er nach Eutin verlegt und im Juni 1945 entlassen. Im Anschluss daran begab er sich zu seiner in der Nähe von Uelzen wohnhaften Schwester, welche in der Landwirtschaft Arbeit aufgenommen hatte (42a) .

Im Herbst 1945 begann er sein theologisches Studium in Münster und kam 1946 zum Priesterseminar nach Osnabrück. Am 30. November 1951 erhielt er die Priesterweihe in Osnabrück und wurde in Bad-Oldesloe erstmalig als Kaplan eingesetzt. Seine Versetzung nach Tessin, Kreis Rostock erfolgte im Sommer 1952 (bis 1954). Seit September 1954 war er als Kaplan in Parchim tätig (42b).
Während seiner Parchimer Zeit wurde er am 11. Juni 1955 verhaftet und wegen Nötigung in Ausübung der Seelsorge am 17. Oktober 1955 zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Dieser Beispiellose Fall von Schauprozess in der DDR war einmalig und von langer Hand durchgeführt.
" Der Verhaftung war eine großangelegte Kampagne kirchenfeindlicher SED-Kreise vorausgegangen. Wie das Bezirksorgan der SED `Schweriner Volkszeitung` in einem seitenlangen Bericht bekannt gab, hatte die Gemeinde Kossebade bei Parchim in einer von der Nationalen Front einberufenen Einwohnerversammlung in einer einstimmig angenommenen Entschließung gegen eine Stimme die Bestrafung sowohl von Pfarrer Alfons Jünemann als auch von Kaplan Wilhelm Hohn und den Schwestern in den Heimen von Parchim und Teterow verlangt.
Dem Angriff der SED gegen die katholischen Geistlichen und Schwestern war die Verlobung eines jungen katholischen Mädchens mit einem evangelischen jungen Mann gegen den Willen der Eltern zugrundegelegt worden. Das Mädchen hatte einem Kind das Leben geschenkt. Auf der Einwohnerversammlung wurde behauptet, die Eltern, die Geistlichen und die Schwestern hätten das Mädchen zu zwingen versucht, die Verbindung zu lösen und die Schwangerschaft zu unterbrechen. Als dies alles nicht gelungen sei, habe man die junge Mutter und das Kind gewaltsam in das Schwesternhaus nach Teterow verschleppt.
Wie zu erwarten war, hatte das Gericht keine anderen Argumente, als die seelsorgliche Einflussnahme durch den Kaplan, die zudem noch ganz schief dargestellt wurde. Mit der dabei gegebenen Begründung kann jede Seelsorge somit als gegen das Strafgesetz verstoßend bezeichnet werden.
Die nachfolgende Berufung wurde vom Bezirksgericht Schwerin am 18. November 1955 zurückgewiesen. Auch die Gesuche um Haftentlassung durch das Kommissariat der deutschen Bischofskonferenz in Berlin vom 29. Oktober 1955 und der Antrag auf bedingte Strafaussetzung vom 9. Dezember 1955 wurden zurückgewiesen. Sogar der stellvertretende Ministerpräsident Nuschke schloss sich einem am 19. Dezember 1955 wiederholten Strafaussetzungsantrag des Kommissariates im Januar 1956 an. Kaplan Hohn hingegen musste seine volle Strafzeit abbüßen, wurde allerdings nach einiger Zeit in das Güstrower Gefängnis verlegt, wo es ihm angeblich gut gegangen sein soll.
Die Bischöfe und Bischöflichen Kommissare der DDR beantragten am 7. August 1956 über Prälat Zinke die Kassation des Urteils gegen Kaplan Hohn beim damaligen Generalstaatsanwalt [und Chefankläger der DDR Ernst Melsheimer * 1897 - † 1960; dieser verhängte bis 1955 allein 90 Todes- und 200 lebenslängliche Zuchthausstrafen], da `die Verurteilung ... rechtlich in keiner Weise begründet war, ... das Verfahren in seiner Durchführung eine Reihe unglaublicher Mängel` aufweisen würde und letztendlich `der Prozeß und seine Begleitumstände einen Angriff auf die Freiheit der Seelsorge und eine Diffamierung des katholischen Priesterstandes` darstellte. Es folgte eine zehnseitige Begründung des Antrages nebst Anlagen.
Der Staatsanwalt beim Generalstaatsanwalt der DDR Otto Czerwon bestätigte am 22. August 1956 den Eingang der `Kassationsanregung` und versprach `schnellste` Überprüfung. Nach mehrmaligen Nachfragen Zinkes schrieb Herr Czerwon am 15. November desselben Jahres, dass `die Überprüfung der Akten bisher nicht abgeschlossen werden` konnte, gleichwohl aber durch ihn ein `vorsorglicher Kassationsantrag` gestellt worden sei, um einschlägige Fristen zu wahren.
Wilhelm Hohn, der inzwischen wieder als Kaplan - nun aber in Waren / Müritz tätig war, erhielt eine diesbezügliche Nachricht vom Bischöflichen Kommissar Schräder. Ob der Kassationsantrag dann aber tatsächlich positiv beschieden wurde, konnte nach bisher bekannter Aktenlage nicht festgestellt werden. 
" (42c)

Seit 1. Februar 1956 war Kaplan Hohn im Güstrower Gefängnis untergebracht. Güstrow war nach seiner Aussage die bisher angenehmste Haftanstalt berichtete darüber: " ... Es wäre geheizt, bei der jetzigen Witterung würde garnicht gearbeitet. Das Essen wäre nicht schlecht und ausreichend. Man könnte sich Fett und Wurst dazu kaufen, wenn man nur genug Geld hätte. In einer Fünferzelle wären gute Kameraden und die Behandlung durch die Wächter sei anständig. Er spiele meist mit einem anderen Schach. Zum Lesen könne man sich die Tageszeitung halten und aus der Gefängnisbücherei Werke meist sowjetischer Autoren. Eine Bibel hätte man trotz mehrfachen Antrag Herrn Kaplan Hohn noch nicht besorgen können. Er hielte sich dort sehr tapfer und hätte sich in Güstrow sichtlich erholt und an Körpergewicht zugenommen. ..." (42d)

Am 1. Juli 1956 kam Kaplan Hohn erstmalig als Kaplan nach Güstrow (43), war dann zwischenzeitlich Kaplan in Waren und kam zum zweiten Mal, nun aber etwas länger, am 4. Dezember 1959 pünktlich zum 1. Rorateamt wieder nach Güstrow. Er hatte sich hier besonders um eine gute Ministrantenausbildung bemüht.

Nachdem Pfarrer Kindermann aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand ging, kam er am 8. September 1962 als neuer Pastor nach Krakow am See.
1974 tauschte er mit dem Bützower Kaplan Marquardt die Stelle und war vom 14. November 1974 bis 1976 Pastor in der Antoniusgemeinde Bützow.
Wilhelm Hohn verlebte nach seiner Emeritierung als Pfarrer seinen Ruhestand in Duisburg.

Wilhelm Hohn verstarb am 11. Februar 2008 als Pfarrer i.R. in Duisburg.

 



Kaplan Hans Naczenski



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1964

 


08.09.1962 - 06.08.1965

(* 29.12.1925 - † 14.05.2007)


Am 29. Dezember 1925 in Proskau (Kr. Oppeln - heute Polen) als Johannes, Sohn des Schornsteinfegers Martin und seiner Frau Hedwig Naczenski geboren, absolvierte er ab 1943 seinen Wehrdienst in der Wehrmacht. Die Zeit von 1945 bis 1948 verbrachte er in Kriegsgefangenschaft in der Nähe von Astrachan an der Wolga.
Von 1948 bis 1953 studierte er Theologie, Philosophie und Pädagogik in Königsstein, Osnabrück und München. Am 20. Dezember 1953 wurde er dann in Osnabrück zum Priester geweiht.
Stationen seines priesterlichen Wirkens waren ab 1953 als Vikar in Billstedt-Geesthach, Kaplan in Ludwigslust und Schwaan (1954), Schwerin (1955) und Wittenburg (1959).
Am 1. September 1962 kam er als Kaplan nach Güstrow (44) und blieb es bis zum 6. August 1965.

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Bild links: Güstrow 1964, Firmung durch Weihbischof Dr. Bernhard Schräder aus Schwerin
Bild Mitte: Selbstbildnis
Bild rechts: Auszug aus der Güstrower Kirche mit Pfarrer Niemeyer, 1964


==> MEHR unter Pfarrer Hans Naczenski



Kaplan Franz-Josef Abel



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1966

   


01.09.1965 - 30.09.1966

(* 1931 - † 09.03.2011)


Geistlicher Rat

Franz-Josef Abel wurde 1931 in Neheim-Hüsten im Sauerland geboren. Sein älterer Bruder Friedrich (* 1930 - † 2013 als Pater SJ) schreibt über ihr Elternhaus, er sei von "gut katholischen, froh gelaunten, rechtschaffenen, aber nicht engen, sondern weltoffenen Eltern erzogen worden".
Franz-Josef Abel wurde 1958 in Paderborn zum Priester geweiht.

Bereits am 10. September 1959 war er erstmalig als Vertretung für den erkrankten Kaplan Schöpfer bei uns in Güstrow tätig (45).
Als Nachfolger von Kaplan Naczenski war er dann vom 1. September 1965 bis zum 30. September 1966 als Kaplan in unserer Gemeinde. Nach seiner Versetzung kam am 1. Oktober 1968 Kaplan Bollweg zu uns.
Franz-Josef Abel muss danach auch in/um Rostock tätig gewesen sein, war er doch nachweislich mehrmals aus Rostock nach Güstrow gerufen worden um Verstorbene zu versehen (46).
Seit 2009 lebte er in Dortmund / St. Aposteln im Ruhestand, in der Stadt wo er lange Jahre auch als Pfarrer in der Pfarrei Mariä Heimsuchung Bodelschwingh tätig gewesen war.

Pfarrer Franz-Josef Abel verstarb am 9. März 2011 in Dortmund.

 



Pfarrer Hans Naczenski



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um 1970

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um 1980

 


01.05.1968 - 30.11.1994

(* 29.12.1925 - † 14.05.2007)


Hans, eigentlich Johannes, wurde am 29. Dezember 1925 in Proskau (Kr. Oppeln - heute Polen) als Sohn des Schornsteinfegers Martin und seiner Frau Hedwig geboren.
Er absolvierte ab 1943 seinen Wehrdienst in der Wehrmacht und war von 1945 bis 1948 in Kriegsgefangenschaft in der Nähe von Astrachan an der Wolga.
Von 1948 bis 1953 studierte er Theologie, Philosophie und Pädagogik in Königsstein, Osnabrück und München. Am 20. Dezember 1953 wurde er dann in Osnabrück zum Priester geweiht.
Stationen seines priesterlichen Wirkens waren ab 1953 als Vikar in Billstedt-Geesthach, Kaplan in Ludwigslust und Schwaan (1954), Schwerin (1955), Wittenburg (1959) und vom 01.09.1962 bis 06.08.1965 als Kaplan in Güstrow.

Nach seiner Güstrower Kaplanszeit wurde er zum 1. September 1965 Pfarrer von Crivitz (bis April 1968) (47).
Am 1. Mai 1968 wurde er zum Pfarrer in Güstrow ernannt und durch Dechant Weidner aus Ribnitz am 9. Mai 1968 in sein neues Amt eingeführt. Schon als Kaplan hatte er sein "Predigttalent" gezeigt und diese Gabe zeilebens auch nicht mehr verloren.

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Bild Info

Hans Naczenski war ein Mensch, der in seinem Wirken als Priester und in seinem künstlerischen Schaffen Orte der Ruhe, des Verweilens und der Schönheit schuf. " Ich glaube an Gott, das Leben und die Liebe " lautete sein Leitsatz, sein Credo als Priester, Künstler und Mensch Hans Naczenski.

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Bild links: Pfarrer und Künstler Hans Naczenski
Bild Mitte: Hans Naczenski und Ernst Barlachs "Mutter Erde", Güstrow, Gertrudenkapelle
Bild rechts: Naczenski`s "Atelier" im Hof des Pfarrhauses in der Besserstraße Nr. 1


Sein priesterlicher Dienst forderte den ganzen Menschen, aber auch seine künstlerischen Werke sind seiner knappen Freizeit, den frühesten Morgenstunden und so mancher Nacht abgerungen, ja geradezu abgetrotzt.
Durch die Kunst Ernst Barlachs kam er als junger katholischer Priester selbst zur Kunst. "Wer bist Du" – "der katholische Pfarrer" – "Komm rein!" So lautete der knappe Begegnungsdialog zwischen ihm und Marga Böhmer. Es war eine glückliche Konstellation, eine wahre Fügung, für Hans Naczenski in Güstrow Gott und den Menschen zu dienen und "seinen Barlach" um sich zu haben.
Sein Silbernes Priesterjubiläum feierte er am 20. Dezember 1978, nachdem die feierliche Messe mit dem Bischof Theissing bereits schon am 17. Dezember 1978 stattgefunden hatte. Anschließend war im Pfarrheim ein Gratulationsempfang. Auch hatte er aus jeder Gemeinde, in der er früher als Kaplan oder Pastor tätig war, einen männlichen Vertreter eingeladen. Staunen musste man über das "Blumenmeer" mitten im kalten Winter. Für die geladenen Gäste gab es ein Mittagessen im Pfarrhaus und am Nachmittag feierte er mit den Priestern seines Dekanates eine Andacht, an der alle Gläubigen teilnehmen konnten.

1989 war ein sehr einschneidendes Jahr in dem auch die katholische Kirche von Güstrow in den "revolutionären" Ereignissen der Wende vom 4. Oktober an - in Mecklenburg mit einiger Verzögerung - durchaus präsent war, und zwar landesweit. Im katholischen Pfarrhaus von Güstrow war in einer langen Nacht entschieden worden, dass es keinen Polizeieinsatz gegen Demonstranten geben dürfe. Der Einsatzleiter der Volkspolizei, ein konfessionsloser Kommunist, hatte sich in der Bürde seiner Verantwortung heimlich an den katholischen Pfarrer gewandt, um Rat zu finden in seiner Not. Pfarrer Naczenski war aber nach der Wende auch Teilnehmer am Runden Tisch der Kreisstadt und hatte so schon früh Einsicht in die örtlichen Stasi-Akten. " Hierüber gab er sich jedoch ziemlich wortkarg, verwundet und deprimiert. " (48)

Nachdem er am 30. November 1994 in den Ruhestand ging, feierte er am 20. Dezember 2003 im Kreise seiner Gemeinde sein goldenes Priesterjubiläum.

" ... Wir sollen den anderen vorangehen, aber uns nicht um die ersten Plätze rangeln. Es kommt nicht darauf an, als wievielter man losrennt, sondern als wievielter man ankommt. Die letzten werden die ersten sein. Damit sind nicht die Trägen und Drückeberger gemeint, sondern die an der Seite derer, die es schneller nicht schaffen. ... " (49)

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Bild links: Pontifikalrequiem in der Katholische Kirche am 21. Mai 2007
Bild rechts: Weihbischof Werbs mit den evangelischen Geistlichen der Stadt nach dem Requiem beim Auszug aus der Kirche


Hans Naczenski verstarb als Pfarrer i.R. in den Morgenstunden des 14. Mai 2007 in seinem geliebten Güstrow. Das Pontifikalrequiem unter der Leitung von Weihbischof Norbert Werbs in der Katholische Kirche fand am 21. Mai 2007 statt. Anschließend begleiteten über 45 Priester und Diakone sowie weitere 300 Trauergäste den Sarg durch die Straßen der Stadt zu seiner letzten Ruhestätte auf den Güstrower Friedhof.

Bilder vom Tag der Beisetzung in Güstrow:   B1, B2, B3, B4, B5, B6

Sein Grabstein wurde noch zu Lebzeiten selbst von ihm so angefertigt.
Möge ihm sein treuer Dienst für die ihm anvertrauten Menschen vergolten werden und ihm das ewige Licht leuchten.


 



Kaplan Gerhard Bollweg



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02.12.1964

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um 1990

 


01.10.1968 - 30.08.1971

(* 23.04.1939 - † 13.04.2018)


Gerhard Bollweg wurde am 23. April 1939 in Groß Wüstenfelde geboren und am 29. Juli 1965 in Matgendorf zum Priester geweiht.
Nach seinen Wirkungsstätten in Sternberg (1965), Zühr, Grevesmühlen, Ludwigslust und Wismar (1966) kam er am 1. Oktober 1968 als Kaplan nach Güstrow (50).
Am 30. August 1971 wurde er als Jugendpastor nach Teterow versetzt. Seinen Dienst trat dann Kaplan Toni Beer an.
Eine weitere Station als Kaplan war 1971 in Bützow.
Danach war er als Jugendseelsorger im Bischöflichen Kommissariat Schwerin tätig und von 1973–1975 als Pfarrer von Maria Königin des Friedens in Röbel.
Seit 1976 als Pfarrer wieder in Bützow, war er auch wieder Seelsorger für die Stafvollzugseinrichtungen in Bützow und Neustrelitz (1980). Ab 1986 war er zusätzlich noch Pfarradministrator in Schwaan.
Von 1989-1994 war er Pfarrer von St. Petrus Teterow und seit 1991 auch von St. Michael in Raden. Seit 1994 war er Pfarrer in Goldberg und bis zum 31.12.2005 auch Pfarradministrator von Krakow am See.
Am 28. Juni 2015 feierte er bereits im Ruhestand sein Goldenes Priesterjubiläum in Wismar.

Gerhard Bollweg verstarb am 13. April 2018 in Wismar und wurde später in Matgendorf beigesetzt.

 



Kaplan Anton Beer



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um 1975

 


01.09.1971 - 31.04.1975

(* 16.12.1938 - dto.)


Anton Beer wurde am 16. Dezember 1938 in Pernharz geboren und am 21. Dezember 1965 in Neustrelitz zum Priester geweiht. Als Kaplan 1966 nach Wittenburg gekommen, waren Malchow, Zühr, Parchim (1967) und Schwerin (1967-1971) weitere Stationen seines Wirkens.
Im September 1971 kam er als Kaplan zu uns nach Güstrow (51). Kaplan " Toni " war aufgrund seiner vielfältigen Talente sehr beliebt in der Gemeinde.

Zum 1. Mai 1975 wurde Kaplan Beer zum Pastor von Grevesmühlen ernannt. Für ihn kam Kaplan Angrick aus Alt-Meteln nach Güstrow.
1982 wurde er Pfarrer in Schönberg, von 1983-1986 war er Pfarrer von Maria Königin des Friedens in Röbel und Mirow und seit 1984 auch Pfarradministrator von Malchow. Seit 1986 war er als Pfarrer von " St. Josef " in Rostock tätig und seit 1994 ist er Pfarrer in Friedland (bis dto dort als Pfr. i.R.).

 



Kaplan Bernhard Angrick


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um 1976

 


01.05.1975 - 15.05.1977

(* 03.03.1950 - dto.)


Bernhard Angrick wurde am 3. März 1950 in Alt-Meteln geboren und am 5. April 1975 in Schwerin zum Priester geweiht. Als Neupriester kam er am 1. Mai 1975 aus Alt-Meteln als Kaplan nach Güstrow und blieb es bis zum 15. Mai 1977 (52).
Weitere Stationen seines Wirkens waren Boizenburg (1977), Wismar (1978) und Rostock (" St. Thomas Morus " - 1982 und Evershagen + Warnemünde - 1986). Seit dem 16. August 1993 ist er Pfarrer von Wittenburg und Zühr.

 



Kaplan Ulrich Karsten



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um 1979

 


22.05.1977 - 31.08.1980

(* 06.05.1951 - dto.)


Ulrich Karsten wurde am 6. Mai 1951 in Loitz geboren. Seine Priesterweihe erfolgte am 16. April 1977 in Waren - Müritz.
Er kam im Mai 1977 nach Güstrow und feierte am 22. Mai eine Maiandacht mit Primizsegen als neugeweihter Priester. Ulrich Karsten kam als Erstz für den nach Boizenburg versetzten Kaplan Angrick in unsere Gemeinde. Er war nicht nur bei der Jugend ein sehr beliebter Kaplan auch im Schach war er kaum zu schlagen. Er war bis zum 31. August 1980 in Güstrow tätig (53).
Weitere Stationen seines priesterlichen Wirkens waren Rostock-Lütten Klein von 1980 bis 1982, die Herz Jesu Gemeinde in Berlin-Tegel (1982), Bad Doberan und Kühlungsborn (1985) gewesen.
Ab 1993 war er Pfarrer in den Pfarrgemeinden Rostock-Warnemünde und Rostock-Evershagen zu denen die Christusgemeinde und die Thomas-Morus-Gemeinde gehörten. Als Dechant leitete er seit 2012 den Prozess der Schaffung eines "Pastoralen Raumes Rostock" - mit 4 Pfarreien und 16 Kirchen.
Seit Juli 2015 als Pfarrer der Christusgemeinde in der Innenstadt (mit St. Franziskus / Brinckmanshöhe, St. Josef Reutershagen), Pfarradministrator der Pfarreien St. Thomas Morus Evershagen (mit Maria Meeresstern Warnemünde), St. Marien und St. Bernhard Bad Doberan (mit St. Josef Kröpelin, Hl. Dreifaltigkeit Kühlungsborn, Mariä Geburt Neubukow / Rerik, Satow), Hl. Maria Hilfe der Christen / Hl. Klara Ribnitz-Damgarten (mit St. Ursula Graal-Müritz, St. Paulus Marlow) und St. Bernhard Tessin (mit St. Ansgar Gnoien, Kapelle St. Marien Petschow).

Pfarrer Ulrich Karsten hat dann aus den vielen Pfarreien - oder besser gesagt - aus dem Dekanat Rostock in einem mehrjährigen Prozess den neuen Pastoralen Raum mit der Pfarrei "Herz Jesu Rostock" mit gegründet.
Im Oktober 2017 wurde er als Pfarrer der nun größten Pfarrei Mecklenburgs von Dietmar Wellenbrock (* 1965) abgelöst. Er ist aber weiterhin in der Rostocker Pfarrei als Pastor tätig.

 



Kaplan Peter Schingen




1980

 


01.09.1980 - 1981

(* 1946 - dto.)


Peter Schingen wurde 1946 in Borkow geboren. Er kam am 1. Mai 1975 als Neupriester nach Rostock in die dortige Christusgemeinde.
Am 1. September 1980 ist er als Kaplan nach Güstrow gekommen (54) und wurde gleichzeitig Administrator der Gemeinde Allerheiligen in Krakow am See, da Güstrow seelsorglich diese Gemeinde mit übernehmen mußte.

Peter Schingen wurde 1981 laisiert, heiratete und reiste noch vor der Wende 1989 nach Westdeutschland aus.

 



Pfarrer Karl-Josef Meyer OP



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um 1994

 


01.12.1994 - 01.12.2000

(* 06.07.1955 - dto.)


Ordenspriester der Dominikaner

Am 06. Juli 1955 im Eichsfeld geboren wurde Karl-Josef am 04. Juli 1984 in St. Albert in Leipzig-Waren zum Priester geweiht (Primitz am 01.07. in Steinbach).
Danach arbeitete er in der Leipziger Pfarrei St. Albert und als Kaplan in der Pfarrei St. Sophien von 1993 bis November 1994. Diese gehörte zum Dominikanerkonvent St. Johannes in Hamburg-Barmbek-Süd unmittelbar neben der Kirche St. Sophien.
Im Dezember 1994 war er als Pfarrer nach Güstrow gekommen (55). Zumindest den Kindern unserer Gemeinde war er schon 12 Jahre vor seiner Zeit als Pfarrer in unserer Gemeinde bekannt, hatte er doch bereits am 10. Juli 1982 die Religiöse Kinderwoche in Steinbach im katholischen Eichsfeld durchgeführt. Als Theologiestudent hatte er diese Woche gemeinsam mit den Kindern aus Steinbach und unseren Kindern geleitet. Es war ein großes Erlebnis für unsere Kinder.
Karl-Josef Meyer OP hatte großen Anteil an der Entwicklung der Pfarrgemeinde in Güstrow - nicht nur durch den Bau des neuen Gemeindehauses. Er förderte bedeutend die Aktivitäten in der Gemeinde, sei es durch persönliche Kontakte, Gebete, Gottesdienste oder gemeinsam gestaltete Andachten, aber auch im Bereich der Ökumene - im Zusammenwachsen der Christen unserer Stadt, hat sich sein Wirken über seine Zeit hinaus segensreich ausgewirkt. So wurde z.B. das jährliche Gemeindefest der Stadtkirchen von ihm ins Leben gerufen und ist seither fester Bestandteil des Güstrower Gemeindelebens.
Sechs Jahre lang ging er als Pfarrer mit uns gemeinsam ein wichtiges Stück unseres Weges und die Versetzung durch seinen Orden war ein harter Verlust für die katholische Gemeinde.

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Bild links: Spaziergang auf dem Kirchengelände
Bild Mitte: Einweihung des neuen Gemeindehauses am 19. Januar 1997
Bild rechts: als Gast der Feier zum 75.jährigen Kirchweihjubiläum in Güstrow am 25. August 2004


Vom 1. Dezember 2000 bis zum 31. Mai 2011 war er als Pfarrer der Pfarrei Maria Heimsuchung in Klausen mit ihrer Wallfahrtskirche tätig.
Pater Karl-Josef Meyer OP ist dann ab 01. Juni 2011 als Pfarrer an die Stätte seiner Geburt in das Eichsfeld zurückgekehrt, zumindest in seine Nähe. Im Dekanat Heiligenstadt wurde er Pfarrer der neu gegründeten Großpfarrei St. Matthäus Arenshausen mit ihren 12 Kirchgemeinden.

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Bild 1 (links): 2002: nach der Papstaudienz auf dem Petersplatz in Rom
Bild 2: Gottesdienst mit Papst Benedikt bei Etzelsbach am 23. September 2011
Bild 2: 2012: vor dem Gottesdienst bei Kirchgandern mit dem Erfurter Bischof Joachim Wanke
Bild 4: 2014: Gottesdienst in der "Waldkirche" der Schönstattbewegung bei Rohrberg


 



Bruder Heinrich Kempa OP



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um 1994

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1997

 


01.10.1996 - 01.12.2000

(* 28.07.1953 - † 02.02.2016)


Dominikaner

Heinrich Georg Kempa wurde am 28. Juli 1953 in Gwosdzian (Gwozdany, 1936–1945 auch als Nagelschmieden bekannt) als viertes von 7 Kindern in der Diözese Oppeln in Oberschlesien geboren. 1958 siedelte seine Familie nach Hoppenwalde in Vorpommern um, einer kleiner katholischen Enklave inmitten eines weiten Diasporagebietes am stettiner Haff. Dort empfing er seine religiöse Prägung, die ihn nach einer erfolgreich absolvierten Ausbildung als Installateur und nach abgeleistetem Wehrdienst in der NVA in den Dominikanerorden führte.
1976 trat er in Leipzig als Frater Cooperator in die Gemeinschaft der Predigerbrüder ein und legte dort am 16. Juni 1977 die einfache Profeß ab. Die Leipziger Pfarrei St. Albert sollte dann auch für eine längere Zeit die Mitte seines Lebens werden. Als Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit qualifizierte er sich ständig weiter, wurde Katechet, Religionslehrer, Diakonatshelfer und brachte sich auf vielfätltige Weise durch sein Wissen und praktisches Geschick in die Gemeinde und den Konvent ein.

Im Oktober 1996 als seelsorglicher Mitarbeiter aus Leipzig nach Güstrow dazugekommen war Bruder Heinrich nicht nur in unserer Pfarrgemeinde tätig, sondern auch überregional in der Jugendarbeit Mecklenburgs als Dekanatsjugendreferent. Mit ihm verbinden wir eine immer festlich geschmückte Kirche zu jeder Jahreszeit, sei es der Blumenschmuck oder die weihnachtliche Krippe, aber auch inhaltsvolle Predigten. Er kümmerte sich aufopferungsvoll um die Ministranten, gab Religionsunterricht, Krankenkommunion, führte Kinder- und Jugendandachten durch und bereicherte durch seinen Einfallsreichtum und sein Wissen nicht nur die religiösen Kinderwochen (56).
Der überraschende Abzug der beiden Dominikaner Ende 2000 hat uns somit doppelt getroffen und uns deutlich gemacht, wieviel sie uns bedeutet - und was sie für uns geleistet haben.

Nach seinem Weggang aus Güstrow war er seit 2001 wieder im Konvent Sankt Albert in Leipzig-Wahren aktiv. In der Jugendarbeit und als Religionslehrer tätig, erschloss sich ihm dann in der Gefängnisseelsorge in der JVA Torgau ein ganz neuer Arbeitsbereich, der fortan auch sein Leben bestimmen sollte.
Eine letzte Veränderung brachte seine Versetzung im Februar 2007 in die Pfarrei Maria Heimsuchung in Klausen. Dort war er seelsorglich aktiv, kümmerte sich um die Gefängnisseelsorge in der JVA Wittlich (teilweise auch in der JVA Trier) und war eine zeitlang auch als Küster der Wallfahrtskirche tätig.

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Bild links: als Gast der Feier zum 75.jährigen Kirchweihjubiläum in Güstrow 2004
Bild rechts: auf der Feier des 25.jährigen Priesterjubiläums von Pater Karl Josef im Klausen 2009


... In seiner Gemeinde am Stettiner Haff hat Bruder Heinrich sich seit jeher engagiert: als Ministrant, als Lektor, als praktischer Helfer, als Leiter von Jugendgruppen. Im Orden wollte er dies zu seinem Lebensinhalt machen. Als er zum Reservistendienst 1978 eingezogen werden sollte, schrieb er einen Antrag auf Freistellung. Darin stehen markante Sätze: `Die Erfüllung meines Lebens sehe ich … allein darin, in dieser Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche zu leben und zu arbeiten. Mein Glaube ist es, dass ich damit meinen Friedensdienst leiste ... Einer zwangsweisen Einberufung zum Reservistendienst in der NVA kann ich darum nur ungern und mit Unlustgefühlen folge leisten. Es liegt wohl klar auf der Hand, dass das für keine Seite von Nutzen sein wird ...`. Und er spricht von seinem `Friedensdienst ... durch Gebet und dienende Liebe ...`.
Ja, so kantig, so gerade heraus konnte Bruder Heinrich sein. Er war kein Diplomat, er blieb in der Regel ruhig, fand aber deutliche Worte. Gern wäre Heinrich Priester geworden, doch als er nach seiner Lehre und einjähriger Tätigkeit als Installateur die Schule mit dem Ziel Priestertum fortsetzen wollte, wurde er zunächst zum Militärdienst in der NVA verpflichtet, und danach schien ihm der Weg der Ausbildung zu lang. Er kam zur Überzeugung, dass er auch als Ordensbruder sein Anliegen verwirklichen konnte: Menschen in ihrem Glauben zu unterstützen und in ihrer materiellen und geistigen Not beizustehen. Im Orden bildete er sich dann vielfältig fort, vor allem in Religionspädagogik und in Pastoraltheologie, um Aufgaben in der Seelsorge wahrnehmen zu können.
Seine große Zeit hatte Bruder Heinrich sicherlich in Leipzig-Wahren, wo er in der Pfarrei St. Albert mitarbeitete und stark zum Zusammenhalt der Gemeinde beitrug. Er kümmerte sich um Messdiener, Jugendgruppen, Familienkreis, wurde zum Diakonatshelfer beauftragt. Es entstanden Bindungen, die bis zuletzt hielten und ihn trugen. Viel wäre aus diesen arbeitsreichen und fruchtbaren Jahren zu erzäälen: von Freizeiten und Festen, von Begegnungen und Besuchen, von Katechese und Kameradschaft. Bruder Heinrich war eine Instanz, eine Säule der Gemeinde. ...
Im Orden war unser Mitbruder Pater Karl-Josef Meyer für ihn ein wichtiger Bezugspunkt. ... Sie kannten sich von Leipzig her, sie wirkten gemeinsam in Güstrow, ... [und n]ach einer weiteren Zeit in Leipzig, in der Br. Heinrich u.a. auch als Seelsorger an der JVA Torgau tätig war, folgte er Pater Karl-Josef auch nach Klausen. Er nahm die Aufgabe als Sakristan wahr, dann verlagerte sich der Schwerpunkt zur JVA in Wittlich. ...
Er hat seine Zeit zur Verfügung gestellt, um Menschen in ihrer Not beizustehen. Sich um Menschen zu kümmern, vom Tabak, dem er selbst gern zusprach, bis zur Lebenskrise, das war für ihn eine erfüllende Aufgabe: Er schaute nicht auf die Uhr; er besorgte Dinge; er nahm Kontakt zu Angehörigen auf; er begleitete Inhaftierte auf ihrem Ausgang. Menschen konkret zu helfen, das war die eine Seite seines Wirkens. Die andere: den Gottesdienst zu feiern, in der Liturgie die Gegenwart Gottes zu bezeugen und anderen nahe zu bringen. Gern übernahm er die Wallfahrtsandacht hier in Klausen, mit Freude bereitete er Gottesdienste in der JVA vor.
Bruder Heinrich machte nicht viel Aufhebens von sich. Er tat, was er meinte, dass zu tun sei – schlicht und zuverlässig. ...
 " (57).

Nach dem Erkennen seiner schweren Krebserkrankung im Jahr 2015 kämpfte er lange auf Heilung hoffend noch dagegen an, doch war sie schon zu weit fortgeschritten und er mußte sich damit abfinden schon bald vor das Angesicht seines Schöpfers zu treten. Seinen am Ende schnellen Tod, empfanden viele als Gnadenerweis, der ihm gewährt wurde.

Bruder Heinrich Kempa erlag am Abend des 2. Februar 2016 im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier seiner Krankheit. Er wurde unter großer Anteilnahme vieler seiner Wegbegleiter aus allen Orten seines Wirkens - zum Grab getragen von seinen sehr geschätzten Kollegen aus der JVA - am 12. Februar in Klausen links neben der Kirche bei den Priestergräbern beigesetzt.

Bilder vom Tag der Beisetzung in Klausen:   B1, B2, B3, B4, B5, B6, B7

Bitten wir den Herrn, dass er seinen treuen Dienst für die ihm anvertrauten Menschen annehme und ihm ewiges Leben schenke.

 



Pfarrer Ralph Sobania



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um 2003

 


01.02.2001 - 31.01.2016 (PF)
01.02.2016 - 31.03.2019 (Pa)

(* 21.08.1965 - dto.)


Am 21. August 1965 in Rostock geboren erlernte er dort den Beruf eines Fachverkäufers für Heimwerker- und Siedlerbedarf. Seine Ausbildung zum Priester führte ihn von Magdeburg nach Erfurt und zu Studien an Universitäten in München, Bonn, Frankfurt/Main und Münster. Nach dem Studium folgte noch ein Semester Caritaswissenschaft in Freiburg.
In Lingen (Emsland) lernte er in seinem Diakonat "katholisches Land" kennen und wurde dann am 14. Mai 1994 in Rostock vom Weihbischof Norbert Werbs zum Priester geweiht. Er war nach der Wende der erste Mecklenburger, der im alten Bistum Osnabrück (mit Mecklenburg bis zum 7. Januar 1995) zum Priester geweiht wurde.
Als Kaplan war er in Christus König Wittenburg und im neugegründetem Erzbistum Hamburg bis 1998 als Kaplan in St. Josef / St. Lukas Neubrandenburg und von 1998 bis 1999 in St. Maria Hamburg-Harburg eingesetzt.

Vom 1. Februar 2001 bis zum 31. Januar 2016 war er als Pfarrer der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Güstrow und nach ihrem Anschluss vom 01.01.2006 auch ihrer neuen Filialgemeinde Allerheiligen Krakow am See (vorher zur Pfarrei Heilige Familie Goldberg gehörig) tätig.
Von 2005 bis zum 31. Januar 2016 war er auch Dechant des Dekanates Güstrow (58).

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Bild links: Gastgeber der Teterower Familienwallfahrt auf dem Gelände des Bischof-Theissing Hauses 2009
Bild rechts; Ökumenisches Beieinander beim Gemeindefest 2009, (v.l.n.r) Pastor Ortmann - Pfarrer Sobania - Probst Hellwig


Im Verlauf seiner Amtszeit erfolgte die große Sanierung der Güstrower Kirche von 2008-2015, der Anbau eines Beichtraumes, die Anschaffung von Ambonen und der damit zusammenhängende Umbau des Altarraumes sowie die langersehnte Anschaffung einer "ordentlichen" Glocke. Dank großzügiger Spender wurden es dann sogar zwei neue Glocken.

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Bild links: Absprachen zum weiteren Sanierungsverlauf der Kirche 2013
Bild rechts; Überwachung der Glockeninstallation 2014


Vom 1. November 2015 bis 31. Januar 2016 war er zusätzlich auch Pfarradministrator der Pfarrei St. Antonius von Padua in Bützow.
Zum 1. Februar 2016 erfolgte seine Entpflichtung als Pfarrer der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Güstrow. Ab diesem Zeitpunkt war er weiterhin als Pastor im Pastoralen Raum Güstrow - Bützow - Teterow - Matgendorf mit Wohnsitz in Güstrow tätig.
Ab dem 1. April 2019 wurde er zur Mitarbeit in der Pastoral der Pfarrei Herz-Jesu nach Rostock beauftragt und verließ Ende April 2019 auch seinen langjährigen Wirkungskreis in Güstrow.

 



Pfarrer Tobias Sellenschlo



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2016

 


01.02.2016 - dto.

(* 17.05.1977 - dto.)


Tobias Sellenschlo wurde am 17. Mai 1977 in Hamburg geboren. Nach einer Ausbildung als Vermessungstechniker begann er seine theologische Studien in Frankfurt / Main und Paris.
Als Diakon in Hamburg-Billstedt tätig, wurde er dann am 26. Mai 2007 im Mariendom zu Hamburg zum Priester geweiht. Seine Primiz feierte er am folgenden Tag dem 27. Mai, am Hohen Pfingstfest, in St. Christophorus Hamburg-Lohbrügge.
Seine erste Stelle als Kaplan war in der Propsteigemeinde St. Nikolaus in Kiel. Ab dem 01. Juli 2011 war er dann als Diözesanjugendpfarrer im Erzbistum Hamburg und als Stadtjugendseelsorger der Freien und Hansestadt Hamburg eingesetzt.
Weitere Aufgaben als Leiter des Referates Kinder- und Jugendseelsorge im Erzbistum Hamburg, Domzeremoniar am St. Marien-Dom in Hamburg, Diözesanpräses des BDKJ und Rector Ecclesiae der Heilig-Geist-Kapelle des Niels-Stensen-Hauses in Wentorf und der Hauskapelle im Jugendhaus Kührener Brücke kamen hinzu. Am 1. Januar 2016 erfolgte seine Entpflichtung von den vorgenannten Aufgaben und Rekreation.

Zum 1. Februar 2016 wurde er zum Pfarrer der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Güstrow und Pfarradministrator der Pfarreien St. Antonius von Padua in Bützow und St. Petrus in Teterow bestellt. Außerdem wurde er mit dem Aufbau des neuen Pastoralen Raumes Güstrow - Bützow - Teterow - Matgendorf beauftragt (59).

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Bild links: Amtseinführung von Pfarrer Sellenschlo in Güstrow 2016
Bild rechts:Einzug zum Ökumenischen Gottesdienst am Mecklenburg-Vorpommern-Tag 2016 in Güstrow


Seine Amtseinführung in Güstrow erfolgte am 5. Februar 2016 im Beisein vieler Gemeindemitglieder seiner drei neuen Pfarreien durch den Schweriner Probst und Domkapitular Horst Eberlein.
Der Wohnsitz des Pfarrers wurde - aufgrund der Belegung des Güstrower Pfarrhauses durch Pastor Sobania - das Bützower Pfarrhaus in der Bahnhofsstraße 34.

 



Pastor Peter Temitope Amowe



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2019

 


01.03.2019 - dto.

(* 26.03.1977 - dto.)


Pastor Amowe stammt aus Nigeria und hat in den vergangenen Jahren ein Doktoratsstudium an der Hochschule der Jesuiten in Frankfurt am Main absolviert.
Seine Beauftragung in der Pfarrei Güstrow und im dazugehörigen Pastoralen Raum ist zunächst für ein Jahr vereinbart worden und wurde dann bis zum 28. Februar 2022 verlängert (60).
Pastor Amowe wohnt in dieser Zeit im Güstrower Pfarrhaus in der Grünen Straße 23-25.

 









 Seelsorger in der Gemeinde Allerheiligen
Krakow am See 


Nach der Reformation gehörte Krakow am See als Außenstation zur Güstrower Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt. Von ihr wurde seit 1924 wieder katholischer Gottesdienst und seit 1938 auch Unterricht in der Stadt gehalten, bis Krakow am 1. August 1946 ein selbstständiger Seelsorgebezirk wurde.



Der erste eigene Pfarrer nach der Reformation

Pfarrer Pius Kindermann



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1953

 


01.08.1946 - 01.09.1962

(* 03.11.1903 - † 18.02.1964)


Pius Kindermann wurde am 3. November 1903 in den Sudeten geboren, besuchte das Priesterseminar in Leitmeritz und wurde dort am 1. Juli 1928 zum Priester geweiht.
Als Kaplan in Brüx hatte er in den Jahren von 1928 - 1937 oft bis zu 30 Wochenstunden Religionsunterricht gehalten. Von 1937 an übernahm er die Gemeinde in St. Georgenthal (Kreis Warnsdorf, Tschechoslowakei). Am 13. Juli 1946 als einer der letzten seiner Gemeinde aus den Sudeten ausgewiesen, kam er am 3. August 1946 in Krakow am See an (61)
Als erster eigener Seelsorger kümmerte er sich nun um die Belange seiner noch jungen Gemeinde. 1957 erlitt er einen ersten Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholen sollte. Weitere folgten und so musste er am 1. September 1962 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand gehen. Er zog mit seiner Haushälterin, Frau Ozimeg, ins Pflegeheim nach Dreilützow.

Pius Kindermann verstarb am 18. Februar 1964 im Pflegeheim von Dreilützow.



Kaplan Gerhard Herrmann



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um 1975

 


17.12.1961 - 31.08.1962

(* 05.06.1930 - † 17.10.1993)


Gerhard Herrmann wurde am 5. Juni 1930 in Heilsberg (Ostpreußen) geboren und wuchs in Rostock auf. Vor seinem Theologiestudium in Erfurt holte er im Spätberufenen-Seminar " St. Norbertus " in Magdeburg das kirchliche Abitur nach (zuvor arbeitete er als Postangestellter).
Am 30. November 1961 wurde er von dem Weihbischof Dr. Bernhard Schräder in der Rostocker Christuskirche zum Priester geweiht (62).
Als Neupriester am 17. Dezember 1961 als Coadjutor nach Krakow am See gekommen, war er seit dem 1. September 1962 als Kaplan in Parchim (als Nachfolger von Vikar Manfred Pawelleck) tätig. Weitere Stationen seines priesterlichen Wirkens waren Neukloster (1964-1967), Graal Müritz (1967-1975) und Tessin (ab 01.05.1975-1992).
Im Jahr 1992 ging er in den Ruhestand und verblieb bis zum Tod in Tessin.

Gerhard Herrmann verstarb nach schwerer Krankheit am 17. Oktober 1993 im Alter von 63 Jahren in Tessin.



Pfarrer Wilhelm Hohn



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um 1962

 


08.09.1962 - 14.11.1974

(* 1921 - † 11.02.2008)


Im schlesischen Ohlau 1921 geboren, studierte Wilhelm Hohn von 1946 bis 1950 Theologie und wurde 1951 in Osnabrück zum Priester geweiht. Nach erstem Einsatz in Bad Oldesloe war er von 1952-54 Kaplan in Tessin, von 1955-56 in Parchim, 1957 Kaplan in Waren und von 1959-62 Kaplan in Güstrow (63).
Nachdem Pfr. Kindermann aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand ging, kam er am 8. September 1962 als neuer Pfarrer nach Krakow am See.
1974 tauschte er mit dem Bützower Kaplan Marquardt die Stelle und war vom 14. November 1974 - 1976 Pastor in der Antoniusgemeinde Bützow.
Wilhelm Hohn lebte bis zu seinem Tod als Pfarrer i. R. in Duisburg.

Wilhelm Hohn verstarb am 11. Februar 2008 in Duisburg.



Pfarrer Josef Marquardt



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um 1978

 


15.11.1974 - 30.09.1978  Pastor)
01.10.1978 - 31.08.1980  (Pfarrer)

(* 23.05.1937 - † 30.12.2005)


Josef Marquardt wurde am 23. Mai 1937 in Lichtenau / Ostpreußen geboren und am 5. März 1966 in Neubrandenburg zum Priester geweiht.
Nach seiner ersten Stelle als Kaplan in Laage waren weitere Stationen in Wittenburg, Waren-Müritz und Bützow (64).
Im November 1974 aus St. Antonius in Bützow als Pastor nach Krakow gekommen, wurde er am 1. Oktober 1978 zum Pfarrer der Gemeinde Allerheiligen Krakow ernannt.
Zum 1. September 1980 wurde er als Pfarrer nach Friedland versetzt, von dort 1985 nach Mirow.

Josef Marquardt verstarb am 30. Dezember 2005 in Neubrandenburg.



Diakon Paul Kaiser



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1983

 


01.09.1980 - 1990

(* 10.11.1942 - )


Am 10. November 1942 in Danzig geboren, wurde Paul Kaiser am 21. September 1974 in Schwerin zum Diakon geweiht.
Als Diakon im Zivilberuf kam er nach einer sechsjährigen Zeit im Jugendseelsorgeamt Teterow am 1. September 1980 als ständiger Diakon nach Krakow am See. Bis zu seinem Abschied 1990 wirkte er dort zehn Jahre in der Krakower Gemeinde Allerheiligen (65).
Seit 1990 in der Ribnitzer Filialgemeinde St. Paulus in Marlow tätig, ist er nun im Ruhestand.



Kaplan Peter Schingen




1980

 


01.09.1980 - 1981

(* 1946 - dto.)


Am 1. September 1980 nach Güstrow gekommen wurde er gleichzeitig Administrator der Gemeinde Allerheiligen in Krakow am See, da Güstrow seelsorglich diese Gemeinde mit übernehmen mußte.

==> Mehr unter dem Güstrower Kaplan Peter Schingen (54)



Diakon Siegfried Prey



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um 2002

 


1990 - 2002

(* 21.03.1937 - dto.)


In Stettin am 21. März 1937 geboren, wurde Siegfried Prey am 20. September 1975 in Rostock (St. Josef) zum Diakon geweiht.
Stationen seines Wirkens als ständiger Diakon im Zivilberuf waren Kröpelin (1975 - 1979), Neubukow (1979 - 1983), Marlow (1983 - 1990) und schließlich Krakow am See.
Von 1990 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2002 wirkte er hier in der Pfarrgemeinde Allerheiligen. Danach zog er nach Güstrow und wirkte dort bis zu seiner Erkrankung (66).

Mit dem letztem Diakon endet die Liste eigener Seelsorger in Krakow am See. Als Filialkirche der Goldberger Pfarrei Heilige Familie wurde sie bis zum 30. Dezember 2005 von dieser betreut. Seit dem 1. Januar 2006 ist sie per Dekret wieder Filialgemeinde der Güstrower Pfarrei Mariä Himmelfahrt Güstrow. Die eigentliche Amtsübernahme fand hingegen erst am 17. September 2006 statt.









Ordensschwestern in unserer Pfarrgemeinde
1925 / 1946 - 2017


Schwester Christel war eigentlich keine Ordensfrau sondern Katechetin und Seelsorgehelferin in Tracht.




Schwester Christel Barkhoff



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15.09.1925 - 27.08.1945

(* 01.01.1891 - † 27.08.1945)


Christel Barkhoff wurde am 01. Januar 1891 in Essen als Tochter von Theodor Barkhoff und seiner Frau Bernhardine geboren. In Essen aufgewachsen erlernte sie hier auch den Beruf einer Krankenschwester.
Sie war während des 1- Weltkrieges als Krankenschwester im Felde gewesen, hatte anschließend 1919 in Freiburg / Breisgau ihre Ausbildung als Seelsorgshelferin erhalten und war dann vom 25.11.1919 für 6 Jahre in der katholischen Diaspora in Stendal tätig gewesen.
Die Arbeit in der Güstrower Gemeinde war durch den Zuzug von Gläubigen aus den Abstimmungsgebieten des 1. Weltkrieges so umfangreich geworden, dass ab September 1925 die Gemeindehelferin, Sr. Christel Barkhoff, durch die Vermittlung des Bonifatiusvereins zu uns kam und ein Segen für die junge Pfarrgemeinde wurde.
Vom 15.09.1925 bis zu ihrem Tod erteilte sie Religionsunterricht, übernahm den Küster- und Organistendienst, caritative Aufgaben, die Betreuung der Kinder, der weiblichen Jugend und erledigte die Büroarbeit.
Zusammen mit dem Bischof Wilhelm Berning war sie am 20. November 1926 Gründerin der "Marianischen Jungfrauenkongregation" in Güstrow unter dem Namen der "Unbefleckten Empfängnis Maria" und der Mitpatronin St. Agnes (vorher Kath. Jungfrauenverein seit dem 14. Oktober 1925) und war deren 1. Präfektin und Bezirksleiterin.
Sie wohnte anfangs am Mühlentor in einem möbliertem Zimmer im Haus an der Mühle (Mühlenhäuschen), später dann im Pfarrhaus (67).

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  Einblicke zur Freundschaft von Sr. Christel mit der Familie Zylka aus Köln


Ihr 25jähriges Dienstjubiläum feierte Schwester Christel unter großer Anteilnahme der Gemeinde am 25. November 1944.
Nach Kriegsende betreuten Schwester Christel, einige junge Mädchen und ein paar Frauen aus der Gemeinde die in Baracken untergebrachten Flüchtlinge. Sie brachten ihnen zu essen und schrubbten die Baracken sauber, da viele von den Flüchtlingen nicht mehr dazu in der Lage wahren. Besonders die Kinder wurden gewaschen und sauber gemacht. Am Bahnhof wurde außerdem ein katholischer Bahnhofsdienst eingerichtet. In dieser Lage erkrankte Schwester Christel an der Ruhr und 5 Tage später schließlich auch an Typhus.

Es war am 27. August 1945, als sie in den Armen ihrer Freundin ihre Seele dem Herrgott zurückgab.
Ein großer Zug begleitete sie am 31. August hin zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Güstrower Friedhof. Blumen und nochmals Blumen sah man in den Händen der Großen und Kleinen! Alle wollten in ihrer sommerlichen Schönheit ihr Grab schmücken - und sie füllten es bis an den Rand.
Nun ruht sie der Auferstehung entgegen, fern ihrer Heimat und ihrer Lieben, aber inmitten ihrer Gemeinde, der sie 20 Jahre lang im Dienste Gottes ihre Liebe geschenkt hat.


 




Die seit dem 15. Juli 1946 in Güstrow ununterbrochen tätigen
  Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens ",
kurz Missionsschwestern Mariens genannt, sind eine Kongregation päpstlichen Rechts, gegründet 1920 von Bischof Wilhelm Berning in Meppen.
Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf pastoralem (Pfarrhilfe) und sozialem Gebiet (Kranken- & Familienpflege, Kinderbetreuung etc.).
Das Generalat mit Sitz der Generaloberin, die Generalverwaltung und das Noviziat befinden sich heute im Mutterhaus Kloster Nette in Osnabrück-Haste.

Am Anfang ihrer Ordensgeschichte standen junge Frauen, die bei den Maristen-Missionsschwestern in Lyon eingetreten waren. Ihr Ziel war ursprünglich eine Missionstätigkeit in der Inselwelt Ozeaniens. Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges wurden sie wegen ihrer deutschen Staatsangehörigkeit jedoch interniert und im Jahr darauf ausgewiesen. Der Osnabrücker Bischof Wilhelm Berning bat daraufhin den Generaloberen der Kongregation der Maristen-Missionsschwestern, die jungen Schwestern freizugeben, um eine neue Diözesankongregation für die Diaspora und für Missionsaufgaben zu gründen. Sechs Schwestern waren dazu bereit. Für die Neugründung erbittet sich Bischof Berning von der Kongregation der "Schwestern von der Göttlichen Vorsehung" aus Münster eine Generaloberin. Dieses Amt tritt am 28. Mai 1920 Mutter Evarista an (68)




 



Sr. Maria Helena




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15.07.1946 - 29.04.1952

(* 06.05.1905 - † ....)


Schwester Maria Helena wurde am 6. Mai 1905 als Anna Huying geboren. Am 9. November 1941 übernahm sie nach der Versetzung von Sr. M. Dorothea als neue Oberin den Konvent in Parchim (68a). Sie war eine gewandte Organistin.
Am 15. Juli 1946 um 11.30 Uhr am Güstrower Bahnhof angekommen, übernahm sie die Arbeit der Seelsorghelferin für die am 27. August 1945 verstorbene Schwester Christel (68b).
Schwester Helena wurde am 29. April 1952 von Güstrow nach Schwerin versetzt. Für sie kam Schwester Ferdinande zu uns.

 



Sr. Maria Borgia




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15.07.1946 - 30.04.1960

(* 23.02.1913 - † 2002)


Am 15. Juli 1946 um 11.30 Uhr am Güstrower Bahnhof angekommen, übernahm sie die katholische Krankenpflege und Familienbetreuung in der Stadt (69). Der schmerzliche Abschied von Schwester Borgia, die 14 Jahre in Güstrow tätig war, musste im April 1960 genommen werden.
Sie feierte am 8. September 1964 in Parchim ihr Silbernes Ordensjubiläum und war in der Gemeinde als ambulante Krankenschwester eingesetzt, machte Hausbesuche und Krankenbesuche im Krankenhaus, war aber auch im Altenheim dem Roncalli-Haus beschäftigt. Am 21. April 1985 feierte sie in Parchim ihr 25jähriges Ortsjubiläum und zugleich das das 60jährige der Schwestern am Ort.
Am 23. Februar 1993 feierte sie ihren 80jährigen Geburtstag in Parchim. Immer noch unterwegs auf Hausbesuche bei kranken Gemeindemitgliedern und im Krankenhaus bei allen, die uns dort als katholisch gemeldet wurden. Am 1. September 1999 feierte sie dann in einem Festhochamt mit dem Weihbischof Norbert Werbs ihr Diamantenes Ordensjubiläum.

 



Sr. Maria Katharina




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01.06.1949 - 26.09.1953

(* 07.02.1904 - † ....)


Bereits am 25. Mai 1949 in Güstrow angekommen, übernahm sie ab 1. Juni die Stelle der Oberin, war für Hauswirtschaft und den Religionsunterricht in Heilmannhöhe (von 1951) und Lüssow (bis 1953) zuständig (70).
Sie wurde dann am 26. September 1953 von Güstrow nach Neubrandenburg versetzt. Für sie kam Schwester Rosa zu uns.

 



Sr. Maria Josefa

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1949 - 1951

   (* ? - † 1951)


Schwester Maria Josefa war wahrscheinlich von 1949 bis 1951 bei uns in Güstrow tätig (71).

Schwester M. Josefa wurde am 26. Juni 1951 in Schwerin beerdigt.

 



Sr. Maria Ferdinande




1953


1961


2001

 

01.04.1952 - 30.11.1985

(* 03.08.1910 - † 07.04.2005)


Schwester Maria Ferdinande (geborene Wieschemeyer) erblickte am 3. August 1910 in Dreierwalde bei Rheine das Licht der Welt. Sie trat am 8. September 1933 in die Ordensgemeinschaft ein und legte am 24. März 1936 die erste Profess, am 30. September 1940 dann die ewige Profess ab.
Ihre berufliche Tätigkeit übte sie in St. Annen, Wellingholzhausen, Ludwigslust (72a), Neubrandenburg und natürlich auch in Güstrow aus.
Sie wuchs mit acht Geschwistern – fünf Schwestern und drei Brüder – auf dem elterlichen Hof auf. Ihre Brüder August und Franz schlossen sich dem Maristenorden an. Auch drei weitere Schwestern wurden Ordensfrauen - Schwester M. Pankratia, M. Petra und M. Agnes – und traten ebenfalls in diesen Orden ein. Eine weitere Schwester wurde ebenfalls Ordensfrau, ein weiterer Bruder war bereits 1918 als Theologie-Student verstorben. Der jüngste Bruder erbte den elterlichen Hof.

" Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben,
und mit euch gehen in ein neues Jahr. ... "


Sie betete gern diesen Text von Dietrich Bonhoeffer. Sicher waren ihr die Gedanken Stütze und Halt in einer damals recht schwierigen Zeit in Mecklenburg.

Im Frühjahr 1958 richtete sie auch in Güstrow einmal in der Woche die Betreuung vorschulpflichtiger Kinder (4 - 6 Jahre) ein - die "Fröhlichen Hergottstunde" (72b).
Über 33 Jahre war sie in unserer Gemeinde tätig, war den Kindern wie auch den Erwachsenen somit geradezu "eine Institution". Fast ein halbes Menschenalter hat sie so eine ganze Generation aufwachsen sehen und geprägt. Hat uns einen Teil unseres Glaubens vermittelt und uns darin gestärkt, stand sie uns immer helfend zur Seite. Sie war in der Kinderbetreuung, im Religionsunterricht oder im Schmücken der Kirche mit ihrem Talent zum Blumenstecken tätig.
Schwester Ferdinande konnte am 29. April 1977 ihr 25jähriges Ortsjubiläum in Güstrow feiern. Sie war bis 1985 auch Oberin des Güstrower Konvents.
Aus gesundheitlichen Gründen verließ sie im November 1985 Güstrow und wurde in den Ordenskonvent von Neubrandenburg versetzt.
Von 1992 an lebte sie im Altenpflegeheim des Ordens - dem Marienhaus in Meppen, in dem sie auch verstarb.

Sr. Maria Ferdinande verstarb im Alter von 94 Jahren am 7. April 2005 in Meppen. Sie wird uns noch lange dankbar in Erinnerung bleiben.

 



Sr. Maria Josefa

[2]


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vor 1953 - nach 1969

(* 04.07.1932 - † 20.08.2002)


Schwester Maria Josefa wurde am 04. Juli 1932 in Krasna / Bessarabien geboren. Ihr Ordenseintritt erfolgte am 2. Mai 1953, die zeitliche Profess am 5. April 1956 und die ewige Profess am 27. März 1962. Nach dem Noviziat 1954 arbeitete sie als Aushilfe in Parchim und Waren - Müritz.
Von 1954 bis 1958 absolvierte sie eine Krankenpflegeausbildung in Heiligenstadt. Für die Krankenpflege eingesetzt war sie dann in Schwerin, Güstrow, Waren - Müritz und Teterow.
Nach Güstrow kam sie vor 1953, hielt sie hier nachweislich 1953 religiöse Mütterkurse in der Stadt und auf dem Land (73a).


Bild  Ansicht zwischen 1955 und 1959 (ganz links Sr. M. Ferdinande)

Sie bastelte auch gerne mit den Mädchen, wie ein Eintrag in der Gemeindechronik von Ostern 1969 bezeugt (73b).
Seit 1992 war sie im St. Martinsheim in Berlin-Kaulsdorf tätig. Dort erlitt sie am 28. Juli 2002 einen Herzinfarkt mit Herzstillstand.

Sr. Maria Josefa verstarb am 20. August 2002 im Krankenhaus in Berlin-Kaulsdorf an den Folgen des im Juli erlittenen Herzinfarkts. Beerdigt wurde sie am 28. August 2002 auf dem Waldfriedhof in Schwerin.

 



Sr. Maria Rosa




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26.09.1953 - 20.04.1954

(* 01.01.1909 - † 1981)


Schwester Maria Rosa wurde am 1. Januar 1909 geboren. Sie kam am 26. September 1953 als Ersatz für Schwester Katharina nach Güstrow und blieb bis zum 20. April 1954 bei uns (74). Am 20. April 1954 wurde sie nach Parchim versetzt. An ihre Stelle trat mit dem gleichen Datum Schwester Angelika.

 



Sr. Maria Angelika




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20.04.1954 - 1956

(* 09.09.1903 - † 1991)


Schwester Maria Angelika wurde am 9. September 1903 geboren. Am 20. April 1954 kam sie als Ersatz für die nach Parchim versetzte Schwester Rosa nach Güstrow (75).

 



Sr. Maria Donatis




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1953/57 - 15.04.1966

(* 19.01.1933 - † ....)


Schwester Maria Donatis wurde am 19. Januar 1933 geboren. Sie kam zwischen 1953 und 1957 nach Güstrow und war bis April 1966 als Oberin in Güstrower Konvent tätig (76). Am 15. April 1966 wurde sie nach St. Ursula in Graal-Müritz versetzt. Ihre Nachfolgerung als Oberin wurde Schwester Thaddäa.

 



Sr. Maria Thaddäa




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15.04.1966 - 1969

(* 07.03.1908 - † 1979)


Schwester Maria Thaddäa wurde am 07. März 1908 geboren. Sie kam am 15. April 1966 nach Güstrow und war als Oberin bis 1969 hier tätig (77). Unter ihrer Leitung konnten die Marien-Schwestern am 15. Juli 1966 ihr 20jähriges Wirken in Güstrow begehen.

 



Sr. Maria Eugenie




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um 1968

(* 24.08.1911 - † 1977)


Schwester Maria Eugenie wurde am 24. August 1911 geboren. Über ihre Güstrower Zeit ist leider nicht konkretes mehr zu erfahren. Sicher ist nur, dass sie um das Jahr 1968 da war (78).

 



Sr. Maria Ludgarda




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.... - ....

(* 18.01.1931 - † 2007)


Schwester Maria Ludgarda wurde am 18. Januar 1931 geboren. Auch sie war in unserer Gemeinde tätig (79). Der genaue Zeitpunkt ist jedoch nicht mehr sicher bestimmbar.

 



Sr. Maria Scholastika




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1960 - 1962

(* 04.08.1903 - † 08.06.1982)


Schwester Maria Scholastika wurde am 04. August 1903 geboren. Sie war von 1960 bis 1962 in Güstrow tätig (80).

 



Sr. Maria Gerburga




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.... - ....

(* 26.01.1931 - † ....)


Schwester Maria Gerburga (geb. Vornmoor) wurde am 26. Januar 1931 geboren. Sie war von .... bis ... in Güstrow tätig (81).
Sie feierte im April 2005 ihr Goldenes Ordensjubiläum und lebte zu diesem Zeitpunkt im Mutterhaus Kloster Nette in Osnabrück-Haste.

 



Sr. Maria Clementia




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- zwischen 1968 und 1975 -

(* 04.03.1903 - † 2000)


Schwester Maria Clementia (geb. Stumpe) wurde am 4. März 1903 geboren. 1931 legte sie in in Meppen ihre erste Profeß ab. Nach ihrer Ausbildung zur Kindergärtnerin und - hortnerin arbeitete sie in Schöninghsdorf und Vörden. In der Nachkriegszeit leitete sie das St. Ansgar-Kinderheim in Teterow und kam 1951 als Heimerzieherin nach Graal-Müritz.
Im Jahr 1952 wurde ihr der katholische Kindergarten in Ludwigslust und die Mitarbeit in der Seelsorge der dortigen Pfarrei anvertraut. Von 1962 bis 1968 war sie Leiterin des Hagenower Kindergartens und anschließend wieder in Ludwigslust.
Zwischenzeitlich war sie auch für eine kurze Zeit in Güstrow gewesen (82).
Seit 1975 lebte sie als Ruheständlerin in Parchim und feierte dort am 3. September 1991 auch ihr diamantenes Ordensjubiläum. Da es üblich ist, bei einem silbernen Jubiläum den Ortspfarrer als Prediger zu verpflichten, bei einem goldenen den Bischof, hatte der Pfarrer Hans-Theodor Purbst versprochen, beim diamantenen den Hl. Vater zu bitten. Leider war dieser wieder einmal auf Weltreise.

 



Sr. Maria Ewalda




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1. 1957 - 29.04.1964
2. 1968 - 01.09.1977

(* 07.10.1912 - † 1983)


Schwester Maria Ewalda wurde am 07. Oktober 1912 geboren. Sie war zum ersten Mal von 1957 bis 1964 in Güstrow. Im April 1964 nach Neukalen versetzt kam sie dann 1968 wieder nach Güstrow zurück (83).
Nach dem Umzug der Schwestern in die Walkmühlenstraße 22 wegen des Neubaus des Schwesternhauses im Mai 1977 war es dort für 3 Schwestern zu eng und zum Winter musste ein Ausweg geschaffen werden. So wurde am 1. September 1977 Schwester Ewalda erneut versetzt und kam dann in den Konvent nach Schwetzin.

Sr. Maria Ewalda verstarb 1983 in Schwetzin.

 



Sr. Maria Ehrentrud




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29.04.1964 - 1968

(* 15.11.1933 - † ....)


Schwester Maria Ehrentrud wurde am 15. November 1933 geboren. Als Ersatz für die nach Neukalen versetzte Schwester Ewalda übernahm sie im April 1964 den Organistendienst, da der langjährige Organist unserer Gemeinde Bernhard Braun bereits am 12. November 1962 verstorben war (84).
Im April 2017 feierte sie - aus Wallenhorst angereist - im Kloster Nette (Osnabrück-Haste) ihr diamantenes Ordensjubiläum.

 



Sr. Maria Julitta




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vor 1977 - 09.11.1981

(* 15.11.1928 - † 2016)


Schwester Maria Julitta (geb. Hahn) wurde am 15. November 1928 geboren. Sie kam vor 1977 nach Güstrow und war für die Hauswirtschaft bis zum 09. November 1981 bei uns tätig (85).

 



Sr. Maria Edelgard




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1981 - 01.07.1986

(* 17.12.1940)


Schwester Maria Edelgard (geb. Wanko) wurde am 17. Dezember 1940 geboren. Von 1981 an in Güstrow war sie für die Alten- & Krankenpflege tätig (86). Von Herbst 1982 – Juni 1984 absolvierte sie ein Fernstudium (Berlin, Pappelallee) für Alten- und Krankenpflege.
Sie wurde am 01. Juli 1986 von Güstrow nach Neukalen versetzt.
Nach ihrer Versetzung war sie noch in Hagenow tätig und feierte 2013 dort ihr Goldenes Ordensjubiläum.

 



Sr. Maria Hildeburg




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1980 - 01.09.1989

(* 22.01.1939)


Schwester Maria Hildeburg wurde am 22. Januar 1939 geboren. Sie kam 1980 nach Güstrow und war als Oberin (seit 1985) und für die Hauswirtschaft 9 Jahre bis zum 01. September 1989 hier tätig (87).

Im Jahr 1993 hat Sie den Orden verlassen.

 



Sr. Maria Emanuela




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1. 1979 - 1980
2. 01.07.1986 - 1989
3. 10/2015 - 30.04.2017

(* 20.06.1947)


Schwester Maria Emanuela (geb. Kreidemann) wurde am 20. Juni 1947 geboren. Am 5. April 1968 legte sie ihre Profeß ab.
Sie kam zum ersten Mal 1979 für ein Jahr nach Güstrow. Am 01. Juli 1986 kam sie ein zweites Mal für die nach Neukalen versetzte Sr. M. Edelgard.
Hier war sie als Altenpflegerin (tlw.) und für den Küsterdienst in der Gemeinde zuständig (88).
Ende Oktober 2015 kam sie zum dritten Mal nach Güstrow und war wieder für den Küsterdienst in der Gemeinde zuständig. Sie blieb bis zur Auflösung des Güstrower Konventes am 30. April 2017 bei uns.
Sie wurde dann in den Schwesternkonvent nach Wallenhorst versetzt und arbeitet dort im St. Josefshaus, ein von den Missionsschwestern geführtes Alten- und Pflegeheim nördlich von Osnabrück.

 



Sr. Maria Regulinde




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01.09.1989 - 1997

(* 02.10.1938)


Schwester Maria Regulinde wurde am 02. Oktober 1938 geboren. Sie war vom 01. September 1989 bis 1997 als Oberin in Güstrow und kümmert sich um die Hauswirtschaft (89).
Nach ihrer Versetzung im Sommer 1997 war sie u.a. noch von 2010 bis 2012 im Schwesternkonvent in Schleswig tätig.

 



Sr. Maria Oswalda




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01.12.1985 - 1994

(* 06.11.1922 - † 29.03.2006)


Schwester Maria Oswalda wurde am 06. November 1922 in Königsgnade / Pommern als Anna Garske geboren. Sie war als Gemeindereferentin in Neubrandenburg, Waren, Boizenburg, Lübz, Bützow, Stavenhagen und in Güstrow tätig.
Im Dezember 1985 kam sie für die versetzte Schwester Ferdinande und übernahm die Altenbesuche in der Stadt, aber auch Religionsunterricht und tlw. auch den Organistendienst in der Woche (90).
Von März 1988 bis zum Schluss des Schuljahres half sie in der Gemeinde Bützow auf Bitten des Weihbischofs im Religionsunterricht mit aus.
Von Güstrow aus kam sie 1994 nach Parchim und feierte dort noch im Mai 2003 ihr Goldenes Ordensjubiläum.

Schwester Maria Oswalda verstarb am 29. März 2006 im katholischen Altenheim von Parchim und wurde am 5. April dort auch beerdigt.

 



Sr. Maria Hiltrudis




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30.06.1997 - 30.04.2017

(* 23.05.1938)


Schwester Maria Hiltrudis wurde am 23. Mai 1938 als Irmgard Menke in Allersdorf bei Marlow geboren. Ab 23. Februar 1991 war sie im neuen Exerzitienhaus der Jesuiten "Friedrich Spee" in Berlin-Biesdorf beschäftigt (91a).
Sie war seit 1997 als letzte Oberin ihres Ordens in Güstrow tätig, kümmerte sich um die Hauswirtschaft, machte Krankenbesuche und war in der Altenseelsorge aktiv (91b).
Im Jahr 2013 feierte sie ihr Goldenes Ordensjubiläum in Güstrow.
Mit ihrer Verabschiedung am 30. April 2017 und der Versetzung nach Marl schließt sich das "Kapitel" Ordensschwestern in Güstrow endgültig.
Nach der Auflösung des Konventes der Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens am Marien-Hospital in Marl im November 2018 kam sie in das Altenpflegeheim des Ordens - ins Marienhaus nach Meppen.

 



Sr. Maria Veritas




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2002 - 30.09.2005

(* 10.02.1926 - † 2016)


Schwester Maria Veritas wurde am 10. Februar 1926 in Gehrden / Kreis Warburg als Margarethe Drolshagen geboren. Sie war tätig in Rulle, im Kloster Nette, Bad Iburg, Münster, Plön, Kiel und Schwerin.
Sie kam im Jahr 2002 als Schwester in Ruhe nach Güstrow. Ihr Goldenes Ordensjubiläum feierte sie 2004 noch dort (92), bevor sie im Oktober 2005 ins Mutterhaus des Ordens nach Kloster Nette in Haste zog.

Schwester Maria Veritas verstarb im Jahr 2016 in Nette.

 



Sr. Maria Irmhild




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15.01.2007 - 18.09.2011

(* 16.06.1941)


Schwester Maria Irmhild (geborene Schöpke) wurde am 16. Juni 1941 geboren. Sie war eine gelernte Erzieherin und lange in der Kinderseelsorge tätig.
Sie kam zwar am 15. Januar 2007 als Schwester in Ruhe nach Güstrow, davon merkte man aber nicht viel (93). Sie übernahm den Küsterdienst, kümmerte sich liebevoll um den Blumenschmuck der Kirche, begleitete die Kinder bei Erstkommunionvorbereitung und hatte in ihrer zurückhaltenden Art für jeden stets ein gutes Wort.
Am 18. September 2011 mussten wir sie, nachdem sie noch ihren 70. Geburtstag bei uns gefeiert hatte - mit einem weinenden und einem lachenden Auge - "ziehen" lassen. Sie wurde von ihrem Orden in den Neubrandenburger Konvent versetzt. Ihre bescheidene und immer fröhliche Art hat sie schnell die Herzen der Gemeinde erobern lassen und macht ihre Versetzung umso schmerzhafter. In ihrem neuen Aufgabengebiet wünschen wir ihr von ganzem Herzen alles Gute und eine liebevolle Aufnahme.
Mit der Auflösung der Ordensniederlassung zum 1. Oktober 2019 verließ - das "Juwel für alles" (Aussage Pastor Petsch bei der Verabschiedung am 08.09.2019) - auch sie Neubrandenburg. Sie zog dann in das Kloster Nette - dem Mutterhaus des Ordens.

 



Sr. Maria Laeta




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02.10.2011 - 04.10.2015

(* 12.03.1933)


Schwester Maria Laeta (das bedeutet "die Frohe") wurde am 12. März 1933 als Agnes Gertrud Menke in Allersdorf bei Marlow geboren. Mit 19 Jahren verließ sie das Elternhaus, in dem sie mit weiteren sieben Geschwistern eine glückliche, aber auch arbeitsreiche Kindheit verlebte. "Ich war die älteste und übernahm schon früh eine Beschützerrolle." Auch in der Landwirtschaft half sie ihren Eltern in Allersdorf aus.
Am 1. Mai 1954 trat sie nach dem Noviziat in die Schwesterngemeinschaft ein. Ihre erste Station war das Kinderheim St. Ursula in Graal-Müritz. 1957 kam sie erstmals nach Parchim, in das damalige Altenpflegeheim. In den Jahren 1960 bis 1966 ging sie noch einmal zurück zu den Kindern ins Kinderheim St. Ursula in Graal-Müritz. Eine Ausbildung in wirtschaftlichen Fragen schloß sich dem an.
Seit 1970 leitete sie das Alten- und Pflegeheim St. Nikolaus in Parchim. Sie war nach Schwester Pankratia vom 19. April 1979 an Oberin des Parchimer Konvents. Am 1. April 1982 feierte sie und Schwester Generosa in Parchim ihr Silbernes Ordensjubiläum. Sie war nach Schwester Chrysostoma wieder als Oberin im Parchimer Konvent tätig gewesen.


Eintrag ins Goldene Burg der Stadt Parchim

Am 31. Dezember 2000 gibt sie die Leitung des Alten- und Pflegeheimes von Parchim ab. Seit dem 20. Februar 2000 lebte sie dann im Ruhestand in Parchim.
Am 2. Oktober 2011 kam sie für die nach Neubrandenburg versetzte Schwester Irmhild nach Güstrow (94). Aufgrund gesundheitlicher Probleme (sie konnte nur noch schlecht Treppen steigen) mußten wir sie jedoch bereits am 4. Oktober 2015 in den Ruhestand nach Meppen verabschieden.
Im April 2017 feierte sie - aus Meppen angereist - im Kloster Nette (Osnabrück-Haste) ihr diamantenes Ordensjubiläum.

 



Sr. Maria Luziane




um 1970


2012

 

01.07.2012 - 04.10.2015

(* 11.08.1942)


Schwester Maria Luziane (geb. Renger) war Gemeindereferentin und war bis August 1986 in Hagenow und seit dem 1. September 1986 in Parchim eingesetzt. Am 31. März 1990 feierte sie dort ihr Silbernes Ordensjubiläum. Sie war als Seelsorgehelferin und auch im Sakristeidienst eingesetzt.
Am 1. Juli 2012 kam sie aus Parchim zu uns (95), übernahm den Sakristeidienst und ließ damit Schwester Laeta mehr Zeit für den Blumenschmuck der Kirche.
Am 4. Oktober 2015 wurde sie nach Neubrandenburg versetzt. Noch vor der Auflösung der Ordensniederlassung am 1. Oktober 2019 verließ sie am 4. August 2019 Neubrandenburg und zog in das St. Josefshaus Wallenhorst, ein von den Missionsschwestern geführtes Alten- und Pflegeheim nördlich von Osnabrück.
"Es war eine gute Zeit in Mecklenburg", sagte sie beim Abschied. "Aber alle werden älter. Man muss den Mut haben, Abschied zu nehmen."

 



Am 30. April 2017 wurde die Filiale des Ordens in Güstrow geschlossen und die verbliebenen zwei Ordensschwestern verabschiedet. Damit endete auch die über 70 Jahre andauernde segensreiche Tätigkeit der Missionsschwestern Mariens in der Güstrower Pfarrgemeinde "Mariä Himmelfahrt".









Ordensmitglieder und Priester aus der Güstrower Pfarrgemeinde

Ordensschwestern aus unserer Gemeinde



Sr. Hiltrudis



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  (* 19.03.1921 - † 23.07.1988)


Schwester Hiltrudis wurde am 19. März 1921 als Elisabeth Passehl in Güstrow als Tochter des Zahnarztes Dr. med. dent. Rudolf Passehl (Pferdemarkt 3 / Praxis am Wall) und seiner Frau Else (geb. Stuhrmann) geboren.
Ihre Mutter Else arbeitete während des 1. Weltkrieges als Sekretärin des katholischen Militärpfarrers Johannes Christophorus Fischer S.C.J. (* 08.09.1878, Nettersheim / Eifel - † 13.08.1954 Taubaté / Brasilien), einem Herz-Jesu-Priester aus Sittard / Niederlande, im Kriegsgefangenenlager auf der Bockhorst.
Elisabeth hatte schon vor ihrem Ordenseintritt bereits in Berlin die Krankenpflege erlernt. Am 16. Juli 1946 erfolgte dann ihr Eintritt in den   Orden der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) in Heiligenstadt (96).
Sie arbeitete dann als Kinderkrankenschwester in Gelsenkirchen - Resse, Berlin - Lichtenrade und Herten - Westerholt.
Von 1951 bis 1974 war sie im Christophorus - Kinderkrankenhaus in Berlin - Lichtenrade als Leiterin der Pflegestation für die Frühgeborenen tätig. Eine Schwester, die mit ihr dort arbeitete, schreibt von ihr: " In humorvoller Art hat sie uns etliche Anekdoten von den Eltern ihrer `Püppis` - so nannte sie die winzigen Wesen in den Inkubatoren - erzählt. Sie war ein froher Mensch und konnte gut `Berlinern`. Sie liebte das Wasser und wenn wir einmal im Jahr eine Ausflug zum Wannsee machten, war sie überglücklich. "
Von 1974 bis 1987 war sie im Gertrudis - Hospital in Herten - Westerholt auf der Neugeborenenstation beschäftigt. Hier erkrankte sie auch 1987 an einem Lungen - Carzinom und verstarb an dessen Folgen am 23.07.1988.
Das sie es auf ihrem letzten Stück Weg zum HERRN nicht leicht hatte, zeigt auch die Aussage einer Mitschwester: " Am Ende waren alle froh, als der Tod sie erlöste. "

 




Priester aus der Pfarrgemeinde Güstrow



Peter Kegebein



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  (* 19.12.1924, Güstrow - † 31.7.2018, Berlin-Kladow)


Peter Kegebein wurde am 19. Dezember 1924 in Güstrow geboren (97a). Seine Eltern waren evangelisch, sein Vater Adolf Kegebein war Architekt in Güstrow. So wuchs er im dritten Reich heran und musste sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen. Seine Suche nach der Wahrheit und nach Christus führte ihn, den einstigen Hitlerjungen, 1946 mit Hilfe eines Jesuitenpaters in Hannover zur Konversion in die katholische Kirche.
Nach dem Studium in Bonn, München und Sankt Georgen in Frankfurt / Main, wurde er am 15. Juli 1953 in St. Peter / Osnabrück zum Priester für die Diözese Osnabrück geweiht.
Seine Primitzfeier hielt er am 16. August 1953 in seiner Heimatstadt Güstrow, der er auch zeitlebens verbunden blieb. Seine erste Anstellung als Kaplan erhielt er in Ludwigslust (bis 1958), danach war er von 1959 bis 1962 als Kaplan in Neustrelitz.
Am 3. September 1962 erfolgte sein Eintritt in die Gesellschaft Jesu in Erfurt-Hochheim. Von 1965 bis 1968 war er als Praeses der Marianischen Kongregation (MC heute GCL) in Dresden tätig und ab 1. Januar 1969 (bis 1977) als Erwachsenen- & Familienseelsorger in Rostock und Güstrow. Hier gründete er 1963 auch den ersten Hauskirchenkreis und später auch den ersten Familienkreis (97b) in Güstrow.
Als in der DDR Ende der 70er-Jahre Atomkriegsübungen in den Wohngebieten der Städte stattfanden, organisierte er in Bad Doberan und Rostock ökumenische Friedensgebete am Vorabend der Übungen. Die Teilnahme an der Marienwallfahrt von Warschau nach Tschenstochau inspirierte ihn zu der Idee einer eigenen Wallfahrt im Land. So gehörte er zu den Initiatoren der Fußwallfahrt von Magdeburg zum Klüschen Hagis im Eichsfeld, die dann seit 1982 vom 4. bis 15. August unter dem Motto Bischof Theissing`s stattfand: "Macht euch auf den Weg! Ihr seid pilgerndes Volk Gottes!"

Weitere Stationen als Jesuit waren in Magdeburg, Rostock und Berlin. Im Dezember 1988 hielt er Exerzitien im Jesuitenkolleg in Berlin-Biesdorf, dabei entstand auch seine "Vision eines öffentlichen Raumes der Stille" in Berlin (am 27.10.1994, mit dem "Raum der Stille" im Brandenburger Tor, wahr geworden).
Im Jahr 1992 erfolgte seine Versetzung als Krankenhausseelsorger nach Dresden und von 1998 bis 2002 war er noch in der Jesuitenseelsorge in Aachen tätig.
Seit 2002 lebte er im Peter-Faber-Haus der Jesuiten in Berlin Kladow (bei Potsdam), ab 2012 auch im Ruhestand im dortigen Altersheim der Jesuiten.


Pater Peter Kegebein SJ verstarb am 31. Juli 2018 - dem Festtag des Hl. Ignatius - im Kreis seiner Mitbrüder in Berlin-Kladow.

 




Claus Schmitz



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1964

 

  (* 13.01.1938, Rostock)


Claus Schmitz wurde am 13. Januar 1938 in Rostock geboren und am 2. Dezember 1964 in Güstrow von Weinbischof Schräder zum Priester geweiht (98). Mit ihm wurde auch Kurt Ziegler aus Neustrelitz zum Priester und Gerhard Bollweg, Bernhard Szymanski und Gerhard Groß zu Diakonen geweiht.

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Bilder der Priesterweihe in Güstrow


Claus Schmitz war bis zu seiner Laisierung 1973 als Kaplan in St. Petrus Teterow tätig.


 




Horst Hanusch



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1966

 

  (* 24.12.1938, Tetschen - † 13.01.2008, Dömitz)


Horst Hanusch wurde am 24. Dezember 1938 im böhmischen Tetschen (heute Decín in Tschechien) geboren. Seine Priesterweihe erhielt er am 17. Dezember 1966 in Güstrow und seine Primitzfeier fand ebenfalls in Güstrow einen Tag später statt (99).


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Bilder der Priesterweihe in Güstrow


Seine erste Kaplansstelle war 1966 in Ribnitz-Damgarten, weitere in Waren-Müritz, Tessin und Ludwigslust (bis 1972) folgten.
Seine erste Pfarrei St. Maria Magdalena erhielt er 1972 in Grabow. Ab 1982 war er für ein Jahr Pfarrer in Grevesmühlen, Dassow und Schönberg.
Von 1985 bis 1994 lebte er als Pfarrer in Ruhe in Klütz, danach in Kühlenstein.


Pfarrer Horst Hanusch verstarb am 13. Januar 2008 in Dömitz.

 




Christian Krüger



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1967

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um 1978

 

  (* 07.05.1936 - † 12.08.1997)


Christian Krüger wurde am 7. Mai 1936 in Güstrow geboren und wuchs in einem evangelischen Elternhaus auf. Er wurde evangelischer Pfarrer und konvertierte dann zum Katholizismus. Seine katholische Priesterweihe war am 1. Juli 1967 in Wismar (gemeinsam mit Winfried Schiemann und Herbert Löbel) (100-2). Seine Primitzfeier fand in Güstrow einen Tag später, am 2. Juli 1967 statt.


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Bilder von der Primizfeier in Güstrow


Ab 1. September 1967 war er Vikar in Rostock Christus, seine erste Kaplansstelle erhielt er am 10. Januar 1972 ebenfalls in Rostock, eine weitere folgte vom 01.09.1972 bis 1976 in Neustrelitz. Im Jahr 1976 wurde er Pfarrer von St. Laurentius Wismar (1982-1997, auch Pfarradministrator von Klütz), ab 26. Januar 1983 auch Dechant des Dekanates Rostock.


Pfarrer Christian Krüger verstarb am 12. August 1997 in Wismar.

 




Georg Mastaler



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1983

 

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1995

 

  (* 02.07.1953, Güstrow)


Georg (Wilhelm) Mastaler wurde am 2. Juli 1953 als drittes Kind von Wilhelm Mastaler und Erika (geb. Zimmermann) in Güstrow geboren und am 18. Juni 1983 in der Güstrower Kirche Mariä Himmelfahrt durch Bischof Heinrich Theissing zum Priester geweiht (100-2).


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Bilder der Priesterweihe am 18. Juni 1983 in Güstrow


Vom 15. Juli 1983 bis 1987 war seine erste Kaplansstelle unter Pfarrer Edgar Beurskens in der Pfarrei Christus König Wittenburg, weitere in Neustrelitz (ab 15.02.1987) und Rehna-Gadebusch (ab 15.11.1987) folgten.
Am 20. April 1988 wurde er als Nachfolger von Pfarrer Wilhelm Scholz zum Pfarrer von Rehna und Gadebusch ernannt. Von 1992 bis 2005 war er als Pfarrer der Gemeinde Maria Hilfe der Christen / Hl. Klara in Ribnitz - ab 5.7.1995 auch von St. Christophorus Damgarten (bis dahin zum Erzbistum Berlin gehörig), als Pfarradministrator von Marlow (ab 1994) und Graal Müritz tätig. Ab Februar 2005 bis zu seinem Ruhestand war er noch für zehn Jahre Pfarrer von St. Josef Parchim und Crivitz.
Seit dem 1. Januar 2016 lebt er als Pfarrer im Ruhestand in Güstrow.


 




Ansgar Thim



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2018

 

  (* 15.06.1957, Krakow am See )


Ansgar Thim wurde am 15. Juni 1957 in Krakow am See geboren (100-3) und am 27. Juni 1987 in St. Anna Schwerin durch Bischof Heinrich Theissing zum Priester geweiht.

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Diakonenweihe in St. Anna Schwerin 1986


Von 1987 bis 1989 war seine erste Kaplansstelle im St. Laurentius Wismar, danach folgte Schwerin von 1989 bis 1992. Danach war er für 6 Jahre (1992–1998) als Landesjugendseelsorger für Mecklenburg tätig. Seine erste Pfarrei wurde Hamburg-Niendorf von 1998 bis 2008.
Von 2008 bis 2013 war er Personalreferent des Erzbistums Hamburg. 2009 zum Domkapitular ernannt, wurde er 2013 unter Erzbischof Werner Thissen erstmals Generalvikar des Erzbistums Hamburg. Nach dessen Rücktritt war er von März 2014 bis März 2015 Diözesanadministrator des Erzbistums Hamburg.
Erzbischof Stefan Heße berief ihn 2014 ebenfalls wieder zum Generalvikar des Erzbistums Hamburg.










Architekten und Baumeister



 Paul Johannes Adolf Korff 



Architekt in Laage und Rostock

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(* 25.10.1875 - † 02.05.1945)


Paul Johannes Adolf Korff wurde am 25. Oktober 1875 als Sohn des Maurermeisters und Senators Friedrich Korff in Laage / Mecklenburg geboren. Amt bzw. Titel "Senator" legen den Gedanken nahe, dass schon sein Vater Friedrich als selbständiger Maurermeister, nach heutigem Sprachgebrauch also etwa als Bauunternehmer tätig war.
Nach dem Schulbesuch in Güstrow erhielt er seine Ausbildung zum Architekten am Technikum in Neustadt Glewe.
Um 1897 arbeitet er im Büro vom Oberhofbaurat Gotthilf Ludwig Möckel (1838-1915) in Bad Doberan, für den er auch die Bauleitung beim Bau der Trinitatiskirche in Hainichen / Sachsen - wo er vermutlich auch seine erste Ehefrau (geb. Krause) kennenlernt - übernimmt.
Im Jahr 1899 eröffnet er zusammen mit seinem Schwager Alfred Krause ein Architekturbüro in Rostock (es bestand bis mind. 1912).
1902 macht er sich selbständig und arbeitet läßt sich 1903 als Architekt in Laage nieder. Er gründet dort das "Landbaubüro Laage" mit ca. 20 Mitarbeitern, erledigt Um- und Neubauten in Gutsanlagen, Dörfer und Städten Mecklenburgs. Ungewöhnlich ist, dass er trotz seiner "Alleinverantwortung" als Büroinhaber bis mindestens in den Ersten Weltkrieg hinein für gewöhnlich nicht unter seinem Namen firmiert, sondern unter der Bezeichnung "Landhausbaubüro Laage".
Jenseits seiner Firma arbeitet er zwischen 1912 und 1918 mit dem Architekten Heinrich Rischpler in Bromberg / Ostpreußen (heute: Bydgoszcz / Polen) zusammen.
Von 1920 bis 1932 arbeitet auch der Dipl.-Ing. Hermann Gätjen in seinem Laager Büro der auch seine älteste Tochter heiratet.

Ab 1940 zieht er sich aus der Leitung der Firma zurück, die nun sein Sohn Leonhard Korff übernimmt. 1942 verkauft er schließlich sein eigenes Wohnhaus und setzt sich kleiner.


Am 2. Mai 1945 wählte er zusammen mit seiner zweiten Frau beim Einmarsch der Roten Armee den Freitod. In den Wirren dieser Tage sind am Kriegsende viele Tote zu bestatten, und so finden beide ihre letzte Ruhe nicht in der Korff 'schen Familiengruft, sondern in einem anonymen Massengrab. (101a)

Bereits im April 1926 hatten sich mit dem schleppenden Fortschritten beim Kirchenneubau unzufriedene Mitglieder der Pfarrgemeinde zu einer "Interessenvereinigung Kirchbau Güstrow" zusammenschließen wollen (101b). Ob es aber wirklich zur Gründung kam, wer außer M. Busch darin vertreten war und wie lange sie bestand, ist nicht überliefert.

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Vorentwurf Paul Korff`s vom 14.09.1927

Paul Korffs Beteiligung am Bau der katholischen Kirche in Güstrow beginnt im September 1927, wird durch seinen Entwurf 1928 zur Bausausführung gebracht und endet mit dem Entwurf des Wandarmes für das Ewige Licht 1939 (101c).
Zusammen mit dem Güstrower Architekt Anton Berger, der sich privat auch schon länger mit dem Kirchbau beschäftigt hatte und mancherlei Entwürfe anfertigte, war er außerdem überein gekommen sei, sich für die Zeit des Kirchenbaus (1928 / 29) zu der Bürogemeinschaft Korff-Berger zusammenzuschließen (101d), Planungen und Ausführung des Kirchenbaues zu übernehmen.


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Erster - Barocker - Entwurf von Korff / Berger vom 30.01.1928

Den ersten Anlauf machte eine Bauvoranfrage vom September 1927. Der erste gemeinsame - barocke - Entwurf (Korff-Berger) vom Januar 1928 war eine dreischiffige Kirche. Der Entwurf wurde aber als zu kostspielig in der Ausführung verworfen. Auf diesen Entwurf bezog sich der Osnabrücker Bischof Wilhelm Berning als er bei der Einweihung der Kirche sagte: " Ursprünglich habe man in Güstrow ja große Pläne gehabt und beinahe eine kleine Kathedrale bauen wollen, da aber die Mittel nicht gereicht hätten, habe man sich begnügen müssen mit einem kleineren Bau " (101e).

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Zweiter Entwurf Korff / Berger vom 08.08.1928

Aus Kostengründen wurde dann im August 1928 ein Entwurf mit einem Lamellendach, System Zollinger, gemacht, da solche Bauten nach Angabe des Generalvorstandes des Bonifatiusvereins den Bau bedeutend verbilligen würden (101f). Der Kostenvoranschlag für diesen Plan belief sich auf 62 000 RM, wobei zu berücksichtigen ist, dass nach den vorgenommenen Bohrungen der Baugrund sehr schlecht war (Torfschichten bis zu 4 Meter stark) und die Fundierung sich so verhältnismäßig teuer stellte. Dieser Plan wurde dann genehmigt, am 12. Dezember 1928 beantragt und die Arbeiten ausgeschrieben.

 



 Anton Berger 



Architekt in Güstrow

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(* 06.06.1869 - † nach 1945)


Über den Güstrower Architekten Anton Berger ist wenig bekannt. Er wurde am 6. Juni 1869 in Buch bei Illertissen in Bayern geboren, war katholisch und mit Rosa (* 07.03.1878, Köln a. Rhein) verheiratet. Sie hatten einen Sohn - Hans (* 07.09.1908, Baden bei Wien), der 1920 als Messdiener in der Güstrower Gemeinde erwähnt wird (102a).
Anton Berger kam wohl 1918 nach Güstrow, wohnte in der Rostocker Strasse 1A und arbeitete in der Firma "Deutsche Holzwerke" unter dem Inhaber Fritz Dettmann. Er war dort an der Planung von Holzhäusern u.a. in Dettmannsdorf (Am Brink, Ziegeleiweg, Neukruger Str. etc.) beteiligt.
Um 1925 begann er im Architekturbüro von Adolf Kegebein (1894 - 1987) zu arbeiten, leitete z.B. 1935 den Bau der Landesbauernschaft in Güstrow (102b).
Er gründete 1922 den 1. Kirchenchor der jungen katholischen Pfarrgemeinde - leitete ihn auch einige Zeit und war von 1921 bis 1930 Mitglied im Kirchenvorstand der katholischen Pfarrgemeinde von Güstrow (102c).

Privat hatte er sich schon länger mit dem geplanten Kirchbau in Güstrow beschäftigt und mancherlei Entwürfe dazu angefertigt. Im Jahr 1928 machte er dem Kirchenvorstand die Mitteilung, dass er mit dem Laager Architekten Paul Korff überein gekommen sei, sich für die Zeit des Kirchenbaus (1928 / 29) zu der Firma (Bürogemeinschaft) Korff-Berger zusammenzuschließen und die Planungen und Ausführung des Kirchenbaues zu übernehmen. Dies wurde dann auch vom Kirchenvorstand genehmigt und vom Osnabrücker Bischof Dr. Wilhelm Berning bestätigt. Anton Berger übernahm dann auch die örtliche Bauleitung (102d).

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Ansichten zum Baubeginn 1928

Nachdem die baupolizeiliche Genehmigung erteilt worden war, wurde bereits im Dezember 1928 mit den ersten Fundierungsarbeiten begonnen. Ein Grundpfeiler war bereits fertig, als der strenge Winter 1928 / 29 einsetzte, der es erst im April 1929 erlaubte, die Arbeiten fortzusetzen.

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Feier der Grundsteinlegung im Mai 1929

Am 29. April 1929 erteilte der Bischof dem Pfarrer Msgr. Brüx aus Schwerin die Vollmacht, den Grundstein der Kirche zu weihen und zu legen. Am 5. Mai 1929 fand die Feier der Grundsteinlegung statt und am 11. Juli 1929 erfolgte die Rohbauabnahme (die baupolizeiliche Gebrauchsabnahme erfolgte erst am 2. Oktober 1929) (102e).

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Ansichten vom Baugeschehen 1929

Am 25. August 1929 wurde die Kirche unter dem Titel " Mariä Himmelfahrt " durch den Osnabrücker Bischof Dr. Wilhelm Berning geweiht.

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Ansichten der letzten Bauphase 1929

Im Jahr 1945 verlässt Anton Berger Güstrow und zieht zu seinem Sohn nach Bayern. Dort verliert sich leider seine Spur.

 



 Adalbert Ferdinand Schreiber 



Kreisbaumeister von Güstrow 1926 - 1937

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(* 12.06.1895 - † 10.02.1967)


Die im Zuge des Kirchenbau`s 1928/29 benötigten Genehmigungen wurden vom damaligen Kreisbaumeister (1926 - 1937) Adalbert Schreiber erteilt (103a). Selbst katholisch, war er darüber hinaus auch einer der größeren Spender des Kirchenbau`s gewesen.
Geboren als 2. Kind des Arbeiters Adalbert Schreiber und seiner Ehefrau Auguste (geb. Theil) am 12. Juni 1895 um 14.30 Uhr in der elterlichen Wohnung in Konitz / Westpreußen, wurde er in der Pfarrkirche St. Johannes (Decollationis S. Joannis Baptistae), einer der ältesten Kirchen in Ostpommerellen (1340-60 vom Deutschen Orden in Konitz errichtet), ebenso wie seine anderen 10 Geschwister getauft.
Er besuchte von 1901 - 1909 die Volksschule in Konitz und von 1909 - 1915 absolvierte er eine baufachliche Berufsausbildung, zuerst von 1909 - 1912 als Lehrling in Konitz im Techn. Büro von Sarnowsky, danach von 1912 - 1915 als Gehilfe in Köslin im Techn. Büro von Hermann Lotz.
In den Jahren von 1915 - 1918 war er Soldat im Ersten Weltkrieg, zuerst im Garde Feldartillerie Regiment, dann im Feldartillerie Regiment 87 und zum Schluß im 2. Garde Regiment zu Fuß (Pascha II). Für diesen Einsatz wurde ihm am 29. Februar 1936 in Güstrow auch das „Ehrenkreuz für Frontkämpfer“ verliehen, eine 1934 vom Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg gestiftete Auszeichnung.
Nach dem 1. Weltkrieg besuchte er von 1919 - 1922 die Höhere Kulturbauschule in Schleusingen / Thüringen. In dieser ehemaligen Wiesenbauschule, 1897 als Lehranstalt der Landwirtschaftskammer für die Provinz Sachsen eröffnet, wurden Absolventen ausgebildet, die in der Verwaltung vor allem als Kulturbausekretäre, Kreiswiesen- oder Kreisbaumeister, im staatlichen oder privaten Siedlungswesen sowie in der privaten Wirtschaft eingesetzt werden konnten.
Im Frühjahr 1922 legte er hier die theoretische Prüfung als Bautechniker ab.
Sein Eintritt ins Beamtenverhältnis kam dann am 01. Juli 1922 mit der Aufnahme der Tätigkeit als Technischer Inspekteur im Landwirtschaftlichen Ministerium in Schwerin / Abt. Landessiedlungsamt. Dort verblieb er bis zum 01. Juli 1926.
Während dieser Zeit begann mit dem Eintritt 1925 in die Deutsche Demokratische Partei (DDP) auch seine politische Laufbahn (bis 1926 Mitglied).
Am 01. August 1926 wurde er zum Kreisbaumeister in Güstrow berufen und nahm hier auch seinen Wohnsitz, seit 1932 in der Rostocker Straße 49.
Im Jahr 1930 legte er seine Prüfung als Baumeister der Fachgebiete Kulturbau und Tiefbau in Güstrow ab (Spezialkenntnisse in Statik, Hydraulik und Betonstraßenbau).
Seine Frau Lieschen (Liesel) geb. Menke (* 21.08.1912 in Bremen) heiratete er am 18.07.1942 in Güstrow und war Vater von 3 Kindern (103b).

Am 01. August 1937 wurde er aus politischen Gründen fristlos aus dem Landesdienst als Kreisbaumeister entlassen (ersetzt durch ein NSDAP Mitglied). Er machte sich daraufhin als Baumeister selbstständig und gründete ein Ingenieurbüro und Tiefbaugeschäft in Güstrow (103c).

Adalbert Schreiber
Straßen-, Tief- und Kulturbau - Projektbearbeitung - Bauleitungen
Rostockerstr. 49


Auch in dieser Tätigkeit war er noch weiterhin für die katholische Pfarrei tätig wie Unterlagen im Archiv bestätigen (103d).
Nach Beendigung des 2. Weltkrieges gründete er 1945 zusammen mit dem Rechtsanwalt Dr. Arthur Bayer und dem Lehrer Dr. Mau den CDU Kreisverband und war ab 1945 auch Mitglied der CDU. Nach dem Tod von Dr. Mau wurde er der Kreisverbandsvorsitzende der CDU bis zum Jahr 1947.
Vom 01. Dezember 1945 bis zum März 1946 war er als Angestellter beim Landespräsidenten in der Informationsabteilung der Landesverwaltung von Mecklenburg in Schwerin tätig, ab November 1946 auch Mitglied des Mecklenburgischen Landtages.
Seit dem 01. April 1946 war er als Angestellter in der Stadtverwaltung Greifswald, als Leiter des Dezernates für Landwirtschaft und Grundstücksverwaltung bis zum 01. Oktober 1946 tätig, hatte jedoch bis zum Februar 1947 noch seinen Wohnsitz in Güstrow. Dies änderte sich erst mit seinem Umzug am 09. Februar 1947 nach Schönberg in die Lübeckerstraße 34.
Der Anlass dieses Umzuges war seine Berufung als Landrat in die Kreisverwaltung Schönberg. Der Kreistag von Schönberg hatte ihn am 09. Februar 1947 zum Landrat des Kreises gewählt. Er war damit, neben Werner Jöhren auf Usedom, der zweite CDU Landrat im SED dominierten Land.
Vom 18. Dezember bis zum August 1950 wohnte er in Grevesmühlen in der Parkstraße 4 im Haus von Wilhelm Engel, dem Besitzer der Firma Engel & Leonhardt / Betonwerk in Berlin Spandau (103e).
Zusammen mit dem Schöneberger Bürgermeister Carl Koch (auch ein ehemaliger Güstrower) setzte er sich im Landtag für die Verabschiedung einer Landesverfassung ein, wollte diese jedoch gegen die totalitären Anfechtungen der SED gewappnet wissen. Das dies nicht gerade seiner Karriere förderlich war, bekam er schon bald zu spüren. Die Angriffe seitens der SED und der daraus resultierenden Beeinflussung der Sowjetische Militär Administratur (SMA) in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), vertreten durch ihre jeweiligen Wirtschaftsoffiziere, Kreiskommandanten und Generäle, reichten von "negativer Haltung, unterlassener Würdigung der Sowjetunion, mangelhafter Vorbereitung befohlener Aktionen (nicht termingerechter Feldbestellung & Ernte, ungenügender Kreissollerfüllung), zu viel Kraftstoffverbrauch, zu lascher Bestrafung säumiger Bauern, Schutz reaktionärer Altbauern (diese hatten gegenüber Neubauern die doppelte Liefermenge zu erbringen)" etc., bis hin zu Vorwürfen als "Erzreaktionär, Saboteur der Erfassung, Paktieren mit dem Feind" und schließlich brachte er es sogar zum "Feind der DDR".
Schon Ende 1949 begann die SED verschärft im Land gegen die "letzten reaktionären Elemente" innerhalb der bürgerlichen Parteien, insbesondere in der CDU vorzugehen. Wer sich nicht bedingungslos ihrer Doktrin beugte, musste entfernt und ausgeschaltet werden. Das Politbüro beschloss 1950 nach einem Bericht Walter Ulbrichts über die Entwicklung innerhalb der CDU, den Kampf gegen diese reaktionären Elemente "mit unverminderter Schärfe weiterzuführen" (103f).

So gesehen verwundert seine Anfang Oktober 1949 erfolgte Verhaftung durch das russische Volkskommissariat des Inneren (NKWD) nicht besonders. Fast zeitgleich wurde auch seine Frau verhaftet und beide wurden in das Schweriner Gefängnis der NKWD eingeliefert. Nach ihrer Freilassung Ende Oktober 1949 nahm er jedoch, trotz Drohungen der russischen Führung, seine Tätigkeit als Landrat wieder auf.
Das er nur Teil dieser "Säuberungsaktion" in der DDR war, zeigt sich im Hinblick auf ähnliche Aktionen z.B. gegen den Wirtschaftsminister Siegfried Witte, Dr. Karl-Heinz Kaltenborn, Paul Reichert, Adolf Lüben etc. Zeitgleich vollzogen sich solche Aktionen auch in anderen Bezirken wie z.B. in Brandenburg und Sachsen.


Der in Chemnitz lebende Pfarrer Ludwig Kirsch (* 09.12.1891, Dresden - † 22.01.1950, Chemnitz) war kath. Priester, Antifaschist und Politiker (103g). Er feierte noch am 2. April 1949 eine Messe bei uns in Güstrow (103h). Am 22. Januar 1950, starb er an den Folgen einer ungeklärten Bleivergiftung und einer damit einhergehenden alle Organe befallenden Krebserkrankung. Nur einen Tag nach seinem Tod, führt die SED unter Führung W. Ulbrichts einen entscheidenden Schlag gegen die CDU Sachsens. Mit LKW vorgefahren, stürmen herangekarrte SED-Genossen die Landesgeschäftsstelle. Mit Sprechchören "Hängt sie auf, die Sau" und anderen markig-prägenden Parolen gleichen Niveaus forderten sie die Absetzung des CDU-Landesvorsitzenden Professor Hugo Hickmann - einem engen Freund Pfr. Kirsch, mit dem er ein Führungsduo innerhalb der CDU gebildet hatte. Nachgewiesenermaßen werden die Stränge von SED-Chef Ulbricht selbst gezogen, gibt es regen Telefonverkehr zwischen Dresden und Berlin. Der SED-Chef von Dresden, Lohagen, hält Ulbricht persönlich auf dem Laufenden, welcher seinerseits direkte Anweisungen aus Berlin gibt. Augenzeugen drängt sich die Erinnerung an die brennenden Synagogen, an die Bücherverbrennungen in der NS-Zeit auf. Ausgesuchte Betriebs - und Bauerndelegationen marschieren vor der Landesgeschäftsstelle der CDU auf und "machen Druck" auf die dort tagenden Mitglieder des Landesvorstandes. Ulbricht weist an, noch mehr "Delegationen" zu schicken, um einen Rücktritt Hickmanns und anderer zu erpressen. Professor Hickmann wird so unter Zwang abgesetzt und Georg Dertinger, welcher unter Druck den Führungsanspruch der SED anerkennt, neuer Vorsitzender. Aber auch Dertinger wird wenig später Opfer der SED-Diktatur. Seit diesem Tag ist die CDU eine "Blockflöten-Partei", die erst 1989 ihre Selbständigkeit wiedergewinnt.

Im Februar 1950 konnte die SED dann auch Adalbert Schreiber im Rahmen ihres Kampfes gegen "reaktionäre Elemente" schließlich aus dem Amt entfernen. Dazu hatten sie während seiner Abwesenheit vor dem Landtagsamt ebenfalls eine Großdemonstration mit über 2.000 Teilnehmern durch FDGB und FDJler organisiert. Vor allem der Kreisleiter der SED und die Staatsanwältin forderten in Ansprachen die sofortige Entfernung des Landrates und seine Verhaftung, weil er "Saboteure der Wirtschaft" schütze und mit den "Feinden der DDR" paktiere. Durch eine Gegendarstellung seinerseits bei führenden Mitgliedern der Landesregierung entging er diesmal jedoch noch weiterer Verfolgung.
Die weiterhin andauernden Intrigen und Denunziationen – auch innerhalb seiner Partei - führten schließlich jedoch zu seiner zwangsweisen Beurlaubung im Juli 1950.
Er wollte daraufhin wieder seinen Wohnsitz in Güstrow nehmen, der Umzug wurde aber abgebrochen, da ihm seine schon angeordnete Verhaftung durch die Staatssicherheit vertraulich zugetragen wurde. Daraufhin floh er im August 1950, zuerst nach West-Berlin und dann weiter in die Bundesrepublik nach Krefeld.

Seit dem 28. September 1950 wohnte er in Krefeld, anfangs in der Schwertstraße 19, später in der Hubertusstraße 153 und arbeitete in der dortigen Tiefbaufirma "Koppenburg" (heute Hoch-Tief). Ende der 50er / Anfang 60er war er als Leiter der Baumaßnahmen zur Schiffbarmachung der Mosel in Bernkastel, Traben-Trabach etc. tätig.
In seiner gesamten Zeit die ihm noch verblieb, unterstützte er dabei auch immer wieder Vertriebene aus dem Osten mit Rat und Tat.


Adalbert Ferdinand Schreiber verstarb am 10. Februar 1967 in Krefeld - Fischeln um 18.20 Uhr.

 



 Willy Feine 



Baumeister in Güstrow


Bild-Info

 

(* 1884 - † 1972, Güstrow)


Der Maurer- & Baumeister Willy (a. Willi) Feine hatte ein Baugeschäft in Güstrow mit Büro in der Walkmühlenstraße 21.


Maurermeister Willy Feine
Walkmühlenstraße 21


Er hatte diverse Häuser und Grundstücke in der Stadt, so in der Gartenstraße 8a (B II 93A), Lagerplätze und Bauplätze in der Bützower Straße 3-4, 6 und 14 [3 (B II 50D), 4 (B II 50E), 6 (B II 50G), 14 (B II 255)], der Hafenstraße 7a (B II 89C), am Spaldingsplatz 9 (B II 93 C), der Langen Str. 25A (A 538) und in der Speicherstra"e 2-4 [2 (B II 143G, B II 355 und 356), 3 (B II 143F), 4 (B II 143E)].
Verheiratet war er mit Margarete (geb. Schröder), wohnhaft in der der John Brinkmannstraße 4 (104-1a).

Willy Feine war bereits am Kirchenneubau 1928-29 mit seiner Firma beteiligt und nach dem Tod von Wilhelm Eilmann (* 09.02.1871 - † vor 1939) auch Inhaber seiner Firma Eilmann & Co.

Eilmann & Co Holzbau
Zimmermeister Wilhelm Eilmann
Zimmereigeschäft, Dampfsäge- und Hobelwerk
Spezialität: Landwirtschaftliche Bauten, Hallenbinder, Zollbau-Lamellen-Dächer

Tel. Nr. 42
[war auch die Feuermeldestelle]
Neue Straße 42


Sein Sohn Dipl. Ing. Bernhard Feine hatte später ein Baugeschäft in der Hollstraße 13 in Güstrow.

   
Die Baumeister W.Feine und W.Eilmann 1929 beim Bau des Kirchendaches

Als Bauunternehmer und Kunstfreund hat seine Firma auch das Atelierhaus am Inselsee (von Adolf Kegebein entworfen) errichtet. Ernst Barlach hatte 1933 eine Büste (Barlach-Archiv-Güstrow: Bildnis von Willy Feine) von ihm geschaffen und er war gut mit Bernhard A. Böhmer bekannt - stand noch nach 1945 auch in engen Kontakt zu Marga Böhmer (104-1b).
Im November 1926 war Ernst Barlach innerhalb Güstrows vom ehemaligen Pferdestall in der Schützenstraße 30 (heute "Zu den Wiesen") in ein neues Atelierhaus in der Walkmühlenstraße 21 umgezogen. Da er hier mit mehreren seiner Gipsmodelle Versuche unternahm, sie in Terrakotta ausführen zu lassen, nahm er aus technischen Gründen Gipsabformungen dieser Modelle vor. In diesem Zusammenhang entstanden laut Jansen auch von dem Urmodell des "Apostel I" weitere Gipsabformungen (104-1c). Jansen führt weiter aus, dass Barlach 1930/31, anlässlich seines Umzugs in das neue Atelierhaus am Heidberg, zwei Exemplare dieser Abformungen verschenkte. Eines erhielt der Baumeister Feine, das andere Adolf Kegebein (1894-1987), der Güstrower Architekt des Atelierhauses (104-1d).


       
Ansichten eines Kirchenentwurfes von Willy Feine, 1951

Dieser Entwurf zum Neubau einer Katholischen Kirche im Norddeutschen Diasporagebiet stammt vom Baumeister Willy Feine und wurde im Mai 1951 von R. Flügel gezeichnet (104-1e). Wahrscheinlich sollte er für eine geplante Kirche in der Güstrower Nordstadt in Dettmansdorf sein.


Unterschrift

Willy Feine verstarb 1972 in Güstrow.

 



 Kurt Michalski 



Architekt B.D.A. in Güstrow


Bild-Info

 

(* 11.06.1903, Hameln - † 19.10.1958, Rostock)


Kurt Michalski wurde am 11. Juni 1903 in Hameln an der Weser geboren. Nach dem Studium der Architektur an der Technischen Hochschule in München, der Sächsischen Technischen Hochschule und der Technischen Hochschule in Berlin, war er ab 1934 im Büro des Architekten P.H. Noris in Cuxhafen beschäftigt.
Im Jahr 1936 nach Güstrow gekommen, arbeitete er zunächst im Büro des Architekten Martin Eggert. Ab 1939 war er als selbstständiger Architekt in Güstrow aktiv (104-2a).
1942 erfolgte seine Einberufung zum Kriegsdienst. Er geriet in englische Gefangenschaft, aus der er erst 1949 wiederkehrte.
Zurück in Güstrow begann er wieder als selbstständiger Architekt tätig zu werden.
Er war verheiratet und seine Tochter Christel Michaslski (verh. Vilmar) ist in Güstrow geboren.

Von ihm ausgeführte Güstrower Bauten waren 1938/39 Kleinsiedlungshäuser vom Typ B z.B. in der Gutower Str. 5 / 6; An der Fähre 50 / 51; Bürgermeister-Dahse Str. 24 / 25; Bölkower Str. 4 / 5 und weitere in Dettmannsdorf. Im Jahr 1954-56 sind es die Einfamilienhäuser Köhn in der Gutower Str. 60 und in der Rosiner Str. 6 / 7.
Aber auch Umbauten wie z.B. die Molkerei am Ulrichplatz, in der Firma "Bruchhäuser" in der Speicherstraße, an den Kinos "Schauburg" und "Capitol", am Theater, der Gaststätte "Marktkrug", dem Geschäft des Optikers Fichtner in der Mühlenstraße, den Häusern Malmström und Kowatsch, den Bäckereien "Küppers" in der Domstraße, "Schurich" in der Burgstr. und "Kühl" Am Berge sowie am Schlachthof in der Eisenbahmstraße wären zu nennen (104-2b).


 
Entwurf zum Neubau einer katholischen Kirche in Güstrow / Dettmannsdorf vom 03.08.1954

Dieser Entwurf zum Neubau einer katholischen Kirche in Güstrower Stadtteil Dettmannsdorf sollte im Bereich Niklotstraße / Werlestraße / Alt Güstrower Straße zum Einsatz kommen (104-2c).

Kurt Michalski ist am 19. Oktober 1958 in Rostock verstorben.

 









Künstler



 Walter Mellmann 



Bildhauer & Grafiker


Bild-Info

 

(* 17.09.1910, Osnabrück - † 2001, Osnabrück)


Walter Mellmann wurde am 17. September 1910 in Osnabrück als Sohn des Zimmermanns Josef Mellmann und der Näherin Wilhelmine Magdalena Lobe (Laube) geboren. Seine beiden Brüder waren der ebenfalls als Grafiker tätige Heinrich [a. Heinz (105a)] (* 10.11.1913, Osnabrück - † 05.05.1945, Beelitz bei Potsdam) mit seinen für ihn typischen Scherenschnitten (eine Stilmischung aus Schwarz-Weiß-Zeichnung und Silhouettenbild) und der Schreiner Wilhelm.
Nach seiner Schulzeit absolvierte er von 1926 bis 1930 eine Bildhauerlehre bei dem Osnabrücker Dombildhauer Jakob Holtmann und blieb dann noch bis zum Jahre 1932 als Geselle in dessen Werkstatt. Anschließend studierte er an der Kunstschule in Aachen und ließ sich, da diese Einrichtung von den Nationalsozialisten im Jahre 1933 verboten wurde, noch im gleichen Jahr als freischaffender Künstler in Osnabrück nieder. Nach Kriegsende musste er, nachdem sein Atelier zerstört worden war, wieder völlig von vorne anfangen.
Die Eigenart dieses Künstlers liegt in der ausgesprochen geistigen, innerlichen Auffassung, die seelische Werke wiederzugeben sucht. Ganz von innen her entstehen so seine Werke, sind mit sparsamsten Mitteln geschaffen.
Die von ihm geschaffenen Werke aus Holz, Bronze, Stein und Ton sind weit über die Grenzen des Osnabrücker Landes hinaus bekannt. Seine besondere Vorliebe jedoch galt der Weihnachtskrippe, die er sowohl in der Form von Hauskrippen als auch in der Form von Großkrippen für Kirchengemeinden ausführte. In vielen Kirchen sind so seine, in einer gradlinigen, aber dennoch ausdrucksstarken Formensprache ausgeführten Werke zu sehen. Seine wohl eindrucksvollste Weihnachtskrippe steht in der Kirche St. Johann in Osnabrück, deren Hauptgruppe Walter Mellmann schon kurz nach Kriegsende anfertigte. Die Herstellung der weiteren Figuren erstreckte sich dann noch bis zum Jahre 1980.
Neben den vielen plastischen Werken schuf Walter Mellmann aber auch eine große Anzahl von Holzschnitten und Grafiken.

Kreuzweg  Kreuzweg

Eine seiner bedeutendsten Grafiken ist ein Kreuzweg mit 14. Stationen aus dem Jahr 1935. Dieser Kreuzweg in Linolschnitt hat auf verschiedenen Ausstellungen viel Beachtung gefunden und ist so in vielerlei Kirchen zu finden. Er hat Aufstellung gefunden in Osterbrock (Emsland), in Düsseldorf, in Zschornewitz (Sachsen), in Zürich und in Güstrow (105b).

1. Kreuzwegstation  2. Kreuzwegstation  3. Kreuzwegstation  4. Kreuzwegstation  5. Kreuzwegstation  6. Kreuzwegstation  7. Kreuzwegstation  8. Kreuzwegstation

9. Kreuzwegstation  10. Kreuzwegstation  11. Kreuzwegstation  12. Kreuzwegstation  13. Kreuzwegstation  14. Kreuzwegstation
Bild-Info

Die Reproduktion dieses Kreuzweges von Walter Mellmann ersetzte 1961 eine schon in der Güstrower Notkirche vorhandene Reproduktion eines von Beuroner Benediktiner für eine Stuttgarter Kirche gemalten Kreuzweges.

Walter Mellmann ist 2010 in Osnabrück verstorben.

 



 Ludwig Nolde 



Bildhauer

Ludwig Nolde
Bild-Info

 

(* 1888 - † 1958)


Ludwig Nolde absolvierte von 1902-1906 seine Lehre bei Lukas Memken in Osnabrück. Nach seiner Lehre ging er einige Jahre auf Wanderschaft, lernte Land und Leute kennen und studierte schließlich an der Kunstakademie in München.
Im 1. Weltkrieg zur Reichswehr eingezogen, erlitt er eine schwere Schussverletzung am Arm, die seine linke Hand teilweise lähmte. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, nach Kriegsende in Osnabrück ein Atelier zu eröffnen. Nahezu 50 Jahre währte sein bedeutendes Künstlerleben - allein von 1919 bis 1947 verzeichnen seine Werkbücher über 600 Arbeiten. Vielfältig und weit über das Osnabrücker Land hinaus bekannt sind seine Arbeiten, die von kleinen Plastiken bis hin zum Hochaltar reichen.
Auch er hatte eine besondere Vorliebe für Weihnachtskrippen, deren erste er 1925 für eine Familie in Biberach / Riß schnitzte. Weitere und bedeutende Krippenfiguren, Krippenreliefs und Krippenblöcke folgten, darunter auch sein wohl bedeutendstes Werk, die Rundkrippe für den ehemaligen Erzbischof Dr. Wilhelm Berning.
Die in der katholischen Kirche von Güstrow befindlichen Statuen der beiden Seitenaltäre - 2 lebensgroße holzgeschnitzte Figuren mit Sockel - wurden seinerzeit der Notkirche von der Mutterpfarrei Rostock aus dem Bestand der "Alten Flora" geschenkt. Sie sind wie die Bronzeplastik draußen von ihm geschaffen (106a).

Seitenaltar vorne links  Marienfigur in der Kirche vorne links  Josef und das Jesuskind vorne rechts  Seitenaltar vorne rechts
Bilder der lebensgroßen Figuren mit Sockel links und rechts

Auf dem vorderen linken Seitenaltar befindet sich die vor 1919 geschaffene holzgeschnitzte Mondsichelmadonna mit Sockel (106b). Auf dem rechten Seitenaltar befindet sich ebenfalls eine vor 1919 geschaffene holzgeschnitzte Figur mit Sockel. Es ist der heilige Josef mit dem Jesuskind auf dem Arm.

Es hatte ein wenig länger gedauert als geplant, da die Sanierung der Marienfigur auf die ursprüngliche Gestalung von Nolde durchgeführt werden sollte.
Der Unterschied zum alten Zustand ist jedoch beachtlich. Aus einer Maria ist eine Mutter Gottes geworden.
Die Diplom Restauratorin Annett Biefeld-Brommont hatte sie in mehrmonatiger Arbeit auf die originale Farbgebung hin restauriert.

Detail alt-neu  Detail alt-neu  Detail  Detail  Detail  Detail  Detail  Detail
Bilder der restaurierten Maria

Der Apfel zu ihren Füßen war im Altertum ein Symbol der Fruchtbarkeit und der Unsterblichkeit (106c). Er steht hier für das biblische Bild vom Reiz zur Erkenntnis, und damit für den Sündenfall Adam und Evas. Die Schlange (oftmals auch ein Drache) unter ihrem Fuß deuten auf den Sieg Marias über den Versucher und damit über die Sünde hin.
Der Halbmond zu ihren Füßen, ist in seiner Darstellung hier, sicher nicht nur ein Relikt der heidnischen Vergangenheit, große Personen oberhalb von Sonne oder Mond darzustellen, um diese damit besonders zu ehren. Er war auch ein Attribut der Mondgöttin Artemis, oder der römischen Parallelgöttin Lucina, die bei Geburten angerufen wurde, aber auch die Göttin der Keuschheit war. Die Jungfrau Maria, ebenfalls auf den doppelten Aspekt der Keuschheit und des Gebärens hinweisend, wird daher ebenfalls oftmals mit der Mondsichel dargestellt, dem Symbol des weiblichen Prinzips, der Wandlung und des Wachstums. Die biblische Perspektive gibt dem Mond, dem " kleinen Licht zur Beherrschung der Nacht " (106d), einen Dienst für bestimmte Zeiten (106e).
Ein weiteres auslösendes Element seiner Darstellung ist aber sicher auch die Offenbarung des Johannes. " Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. " (106f).
Wie der Drache oder auch die Schlange der Teufel, so ist auch die Frau eine symbolische Gestalt, Sinnbild des Gottesvolkes des Alten und Neuen Bundes. Das Bild von der Geburt eines Sohnes und von dessen Herrschaft über die Völker steht daher in der Tradition messianischer Deutung prophetischer Texte (106g).

2008   1940   1940   Detail 2008   Detail Inschrift
Ansichten der Bronzefigur an der Außenwand der Kirche

Die Bronzeplastik außen rechts an der Kirchenwand stellt die zum Himmel auffahrende Gottesmutter Maria dar (106h). Sie wurde, ebenso wie auch das erste Gemeindehaus, von dem Güstrower Kaplan Bernhard Leffers, dem späteren Pastor von Warnemünde 1938 gestiftet und befindet sich erst seit dem 15. August 1938 an der Kirche. In der Württembergischen Metallwarenfabrik 1938 gegossen, ist die Figur 2½ m hoch und ihr Gewicht beträgt ca. 4 Zentner.

Ludwig Nolde verstarb am 10. September 1958 auf dem Weg zu einem Kuraufenthalz in Bad Wiessee nach einem Autounfall.

 



 Paul Dierkes 



Bildhauer & Grafiker


Bild-Info

 

(* 04.08.1907 - † 25.03.1968)


Als Sohn des Steinmetzes Clemens Dierkes 1907 in Cloppenburg geboren, war Paul Dierkes beben seiner bildhauerischen Tätigkeit auch als Zeichner und Grafiker aktiv.
Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er eine zweijährige Steinmetz-Lehre, weil er die väterliche Werkstatt übernehmen sollte. Doch er hatte ein anderes Lebensziel: Er wollte Künstler werden. So studierte an den Kunstakademien in Königsberg und Berlin, bekam 1931 ein Stipendium in Rom und bezog 1933 ein Atelier in Berlin. Sein Wirken ist überhaupt eng mit Berlin verbunden, wo er 1947 auch als Professor an die Hochschule für Bildende Künste kam. In Berlin gestaltete er u.a. das Kreuz auf der Gedächtniskirche und das Bärengehege im Berliner Zoo.
Sein Werk ist geprägt von der Arbeit mit den verschiedensten Materialien und Ausdrucksformen. Vorzugsweise aus Holz und Stein arbeitete er zunächst figürlich, bevor er in den 60er Jahren eine Entwicklung zu ungegenständlichen Formen unternahm, „ die für ihn zunächst und vor allem aus den Strukturen des Materials hervorgingen “ (Karl-Heinz Ziessow).
Als Werke moderner Holzschnitzkunst erhielt die katholische Kirche von Güstrow nach 1946 die links vom Eingang stehende Plastik des Hl. Bruders Konrad von Parzham und das am rechten Pfeiler angebrachte Bild des Antonius von Padua (107), beides Werke von Paul Dierkes, der ein enger Freund unseres damaligen Pfarrers, des Dechanten August Niemeyers war (Dierkes stammt wie Niemeyer ebenfalls aus Westfalen).
Niemeyer erwähnt, dass die St. Antoniusplastik aus einem Eichenbalken eines bombenzerstörten Hauses in Münster stammt. Ein großer Bombenangriff auf Münster war Anfang Februar 1945. Da Dierkes von 1938-1945 ausser Landes war, erst 1947 ging er nach Berlin, vermute ich, dass die Plastiken um 1946 entstanden sind - also wohl in Münster.

Plastik des Hlg. Antonius  Hlg. Konrad von Parzham
Antonius von Padua und die Gruppe um Konrad von Parzham

Der Marien- bzw. Herz-Jesu-Altar der Delmenhorster St. Marien Kirche hat eine Figur, die auch ein Werk von Dierkes ist, ebenso die 1937 von ihm geschaffene Christkönig - Statue im Turmraum. Unser ehemalige Kaplan Bernhard Leffers feierte hier in der Delmenhorster Kirche 1934 seine Primitz, stammte er doch aus dieser Gemeinde.

Paul Dierkes ist am 25. März 1968 in Berlin verstorben.

 



Ein herzliches Dankeschön für die freundliche Unterstützung dem Bistumsarchiv von Osnabrück
und den vielen anderen Helfern die mich bei der Suche nach Informationen unterstützt haben
und es hoffentlich auch weiter tun werden.


DANKE !










Quellen- und Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis

ARCHIVE
 - Acta civitatum specialia Güstrow, Landeshauptarchiv Schwerin. 2.12.-4/3
 - AKKG = Archiv der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow; diverse Archivunterlagen der katholischen Kirchengemeinde von Güstrow (z.B. Geburts- und Sterberegister, Celebrationsbuch 1924-2003, Aufzeichnungen der Geistlichen der Pfarrgemeinde etc.)
 - AKKG, Chronik der katholischen Kirchengemeinde von Güstrow 1226-1986, im AKKG
 - AKKG, Chronik der katholischen Kirchengemeinde von Güstrow 1987-dto, im AKKG
 - AKKG, Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow, Teil I und II, im AKKG
 - AKKG, UpKKG = unveröffentlichte Unterlagen zur Geschichte der katholischen Kirchengemeinde von Güstrow aus privaten Beständen, Anfragen, Zuschriften, Aufzeichnungen etc.
 - BAO = Bistumsarchiv Osnabrück
 - HTI = Heinrich-Theissing Institut Schwerin
 - LHAS = Landeshauptarchiv Schwerin; (auch MLHA o. LHA), eines der beiden Endarchive der staatlichen Verwaltung von Mecklenburg - Vorpommern
   Ungedruckte Quellen: Acta Militaria und Militärwesen u.a. im Bestand 2.21-1 / 2.12-2 etc.
 - LKA - Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Schwerin
 - MJB(Jbb) = Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Bd. 1-104, 1835 - 1940
 - MUB = Mecklenburger Urkundenbücher Bd. I-XXV, , herausg. vom Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde 1863 ff
 - Regesten (Auszüge) = Sammlung von zumeist unveröffentlichten Urkunden aus dem LHAS oder dem StA; S.A.Reg. = Regesten aus den Schweriner Archiven
 - StA = Stadtarchiv Güstrow: diverse Urkunden, Register, Gerichts-, Rats-, Protokoll-, Kämmerei-, Schoss- und Bruchbücher etc. der Stadt

ZEITSCHRIFTEN
 - Freimüthiges Abendblatt. Zeitschrift von 1818 - 1848, Verlag: J.C.H. Bärensprung, StA Güstrow
 - Güstrowsches gemeinnütziges Wochenblatt (1817-1848), StA
 - Güstrower Zeitung 1850-1921, StA
 - Güstrower Anzeiger 1889-1915, StA
 - Mecklenburgische Tageszeitung 1922-1944, StA
Mecklenburgische Tageszeitung, Güstrower Zeitung. Nr. 259, 112. Jahrgang, vom 3. November 1928; Festausgabe zur 700 Jahrfeier der Vorderstadt Güstrow (1228-1928), Privatbesitz
 - Landeszeitung 1946-1952, StA
 - Bonifatiusblatt: frohe Botschaft für Deutschland und Europa. 1. Ausgabe von 1852, bis dto.; Herausgegegeben vom Generalvorstand des Bonifatiusvereins für das katholische Deutschland E.v. in Paderborn, vereinzelt im AKKG
 - Schweriner Volkszeitung (SVZ). Tageszeitung für Westmecklenburg, Verlag: Zeitungsverlag Schwerin GmbH & Co. KG; Gutenbergstraße 1; 19061 Schwerin

EINZELPERSONEN
 - Bellgardt, Gertrud. Geschichte vom "Engelskelch". Erzählung einer Flucht aus dem Ermland 1945; nach einem mündlichen Bericht 1952 aufgeschrieben, unveröffentlicht, AKKG
 - Krüger (Dr.), Renate. Wer war Karl Fischer. Studie, Heinrich-Theissing Institut (HTI) Schwerin
 - Hemesaat, Heinrich. Güstrow in Mecklenburg. (Bericht über die neue Katholische Kirche) in: Bonifatiusblatt Nr.6, 78. Jahrgang, Nov./ Dez. 1929, S.150-154
 - Mastaler, Georg. Chronik der katholischen Pfarrkirche von Parchim Teil I-III, Eigenverlag Parchim 2012
 - Mastaler, Mathias [MM]. Chronik zur Geschichte der katholischen Kirche von Güstrow, 2004; unveröffentlicht, UpKKG
 - Mastaler, Wilhelm. Geschichte der katholischen Gemeinde von Güstrow, 2002; unveröffentlicht, UpKKG
 - Mastaler, Wilhelm. Erinnerungen, 2002; unveröffentlicht, UpKKG
 - Niemeyer, August. Die Katholische Gemeinde in Güstrow, ihre Geschichte und ihr Gotteshaus. Artikel von 1953, erschien zum 725jährigem Jubiläum der Stadt Güstrow, in der von der Kreisleitung des Kulturbundes herausgegebenen Festdokumentation, S.23/24
 - Schäfer, Bernd. Priester in zwei deutschen Diktaturen. Die antifaschistische Legende des Karl Fischer (1900–1972), Böhlau Verlag, 2000; in: Historisch-Politische Mitteilungen Bd. 7/1, S.53-78; auch in: Zeitgeschichte regional, Mitteilungen aus Mecklenburg-Vorpommern, Rostock, Koch, Bd. 6 / 2002
 - Schwark (Dr.), Bruno. IHR NAME LEBT. Ermländische Priester in Leben, Leid und Tod. veröffentlicht durch Bischof Maximilian Kaller-Stiftung, Reihe II. Heimat und Geschichte. Druck: A. Fromm, Osnabrück, 1958
 - Sievert, Christel. Von der Notkirche zum Bau der Moderne. Die katholische Kirche Güstrow. AKKG; veröffentlich in: Elke Onnen / Ulrike Volkhardt (Hg.): Paul Korff. Ein Architektenleben. Berlin 2017, S. 95-103



 





Quellenverzeichnis

1    Daten zum Lebenslauf von Bischof Berning, aus: Eintrag "Berning, Wilhelm" in Munzinger Online/Personen - Internationales Biographisches Archiv, URL: http://www.munzinger.de/document/00000000437; Recker, Klemens-August. Streitfall Berning: Bischof in Kaiserreich, Demokratie und NS-Diktatur 1914 - 1955, Münster / Aschendorff, 2014; Online: https://d-nb.info/1053528701/04 und Ulrich von Hehl. Bischof Berning und das Bistum Osnabrück im "Dritten Reich". in: Osnabrücker Mitteilungen. Bd. 86, 1980, S. 83–104

2    Kloster Nette. Ursprung / Gründer: Erzbischof Dr. Wilhelm Berning; Online: http://www.kloster-nette.de/de/ursprung/gruender.html

3    AKKG (Archiv Katholische Pfarrgemeinde Güstrow), Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986 und Chronik I. der Missionsschwestern Mariens in Güstrow

4    Wilken, Holger. in: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte. Bd. 84, 1998, S. 241 f. Rezensionen aus: Recker, Klemens-August. "Wem wollt ihr glauben?", Bischof Berning im Dritten Reich: Paderborn, Schöningh, 1998

5    Abschiedsbriefe der Vier Lübecker Märtyrer. z.B. von Eduart Müller an Berning am 10.11.1943 oder Johannes Prassek und Hermann Lange an Berning vom 10.11.1943; vgl. a. Peter Voswinckel, Nach 61 Jahren komplett. Abschiedsbriefe der Vier Lübecker Märtyrer im historischen Kontext. In: Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde 85, 2005, S. 279–330

6a    AKKG: diverse Einträge zum Pfarrer Wilhelm Leffers in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986, AKKG:
  - "16.09.1894: in Osnabrück zum Priester geweiht
  - "... Als 1902 Pastor Leffers, zum Nachfolger von Pastor Brinkwirth zum Pastor in Rostock ernannt wurde ..."
  - "... Als in Rostock 1909 die Kirche eingeweiht war, fasste Pastor Leffers in den nächsten Jahren den Plan, nun auch in Güstrow mit dem Bauen zu beginnen und Güstrow zur eigenen Pfarrei zu machen. Weiter gingen die Pläne des Pastor Leffers dahin, dass in Güstrow zunächst ein Pfarrhaus gebaut, in dem unten ein großer Saal als Kirche eingerichtet werden sollte. Dieser Plan fand die Zustimmung des Bischofs Dr. Hubertus Voß, der bestimmte, dass der Vikar Heinrich Hemesaat nach Vollendung dieses Baus als erster Pastor nach Güstrow versetzt werden sollte. ..."
  - "... Auch wurde auf Veranlassung von Pastor Leffers 1912 der katholische Männerverein gegründet. ..."
Aus den Akten des katholischen Männervereins: "Im Dezember 1912 war an einem Sonntag Pastor Leffers aus Rostock in Güstrow und hat in der Schule am Hl.-Geisthof den Gottesdienst gehalten. Mach dem Hochamt bat Herr Pastor Leffers, Herrn Liepeit und mich [Kasimir Haertle] zu sich zu einer Besprechung. Herr Pastor Leffers sagte u.a. zu uns, er sehe es gern, wenn hier in Güstrow die katholischen Männer sich zu einer Vereinigung zusammenschlössen, die das katholische Leben in der Gemeinde beleben und fördern sollte. Der Verein soll, wie Herr Pastor Leffers sich ausdrückte, der Eckpfeiler der katholischen Gemeinde sein. ... Katholische Männer gab es damals nicht allzu viele in Güstrow. Doch es gelang uns, eine kleine Schar von 8 Männern zusammen zu bekommen. Es waren dies: Nikolaus Liepeit, Kasimir Haertle, Johann Gohia, Vincent von Cichocki, Joseph Kottmann, Ignatz Gadamski, Peter Becker und Johannes Stommel. Am 23. Februar 1912 gründeten wir dann im "Hotel de Russie" in der Mühlenstraße (danach das Baranaysche Musikhaus) eine Vereinigung, die den Namen "Katholische Vereinigung zu Güstrow" [ab 1920 als "Katholischer Männerverein"] erhalten hat. Die Gründungsniederschrift liegt bei den Akten des Männervereins. Jeden Monat fand eine Versammlung des Vereins statt. Im Sommer des Gründungsjahres hatte die Vereinigung ihre erste Zusammenkunft im "Hotel Deutsches Haus" am Schlossplatz (danach Wohlfahrtsamt), wozu die ganze Gemeinde eingeladen war. An dieser Zusammenkunft hat auch Herr Vikar Hemesaat, der später unser Pastor werden sollte, teilgenommen." , AKKG, Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Diese neue Lage [Kündigung der Benutzung des Schulraumes in der Mädchenfreischule zur Abhaltung des Gottesdienstes vom 08.04.1919 durch dem Magistrat der Stadt] veranlasste Pastor Leffers nun den Bau einer neuen Kirche in Güstrow in Angriff zu nehmen. Verhandlungen mit dem Magistrat der Stadt Güstrow um Überlassung eines anderen Bauplatzes führten zu keinem Ergebnis. Der Antrag - die Verbindung Grüne Straße-Hafenstraße herzustellen wurde abgelehnt. ..."
In dieser Notlage stellte der Gemeinde Pastor Barth von der evangelischen Domgemeinde den Saal des evangelischen Gemeindehauses an der Plauer Straße für die Abhaltung des Gottesdienstes zur Verfügung. (AKKG, Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986)
  - "... Da nun andererseits beschleunigt wenigstens eine Notkirche geschafft werden musste (die Zahl der Katholiken in Güstrow wurde damals mit 440 angegeben), schlug Pastor Leffers vor, eine in dem nahegelegenen Gefangenenlager gelegene Baracke zu kaufen und sie auf dem Grundstück an der Grünen Straße aufzuschlagen. Dieser Plan fand die Genehmigung der Baupolizei und wurde ausgeführt. ..."
  - "... Auf die Eingabe des Pastor Leffers in Rostock, Vikar Hemesaat zum 1. Januar als Pastor in Güstrow anzustellen, erwiderte der Bischof, dass dieses erst zu Ostern möglich sei, da er z.Z. keinen Geistlichen habe, den er als Ersatz nach Rostock schicken könne. ..."
So wurde der Gottesdienst in der Baracke vorläufig zweimal im Monat von Rostock aus gehalten. Zum 1. April 1920 erhielt dann Vikar Hemesaat in Rostock die Anstellung als Pastor der neugegründeten Gemeinde Güstrow, zu der nun die Amtsgerichtsbezirke Güstrow, Bützow und Krakow mit 168 Ortschaften gehörten. AKKG, Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Am 17. April 1920 fuhr Pastor Hemesaat in Begleitung von Pastor Leffers und dem Kirchenvorstandsmitglied von Rostock, Kaufmann Paul Degenhardt, nach Güstrow. ... Nach dem Gottesdienst fand im Erbgroßherzog ein Frühstück statt, an dem außer den Geistlichen und Herrn Degenhardt aus Rostock noch einige Herren aus der Gemeinde teilnahmen. ..."
  - "Bischöfliche Bekanntgabe der Ernennung des Msgr.Leffers zum Kamerar des Dekanates Mecklenburg, Ersuchen um Zuleitung der Urkunde und Verpflichtung durch Handschlag an Eidesstatt am 22. Juni 1931" (Pfarrarchiv Schwerin: I.Personalia / Personalia Generalia / Personalia Spezialia / Geistliche an anderen Katholischen Kirchen Mecklenburgs: 1.140 )
Für die Zeit des Nationalsozialismus gibt es keine Einträge zum Pfarrer Leffers. Dies verwundert nicht weiter, gab es doch in den Gemeinden Mecklenburgs bereits zahlreiche Verbote von Gruppen, Vereinen, kath. Schulen und kirchlichen Veranstaltungen [z.B. öffentliche Fronleichnamsumzüge], immer häufiger auch Versuche der Einschüchterung von kirchlichen Amtsträgern [Vorladungen, Durchsuchungen von Pfarrhäusern und Beschlagnahmung von Literatur und Unterlagen], ungestrafter Wandalismus an kirchlichen Einrichtungen, Bespitzelung, Verleumdungen, Verfolgungen und Anklagen aufgrund nichtigster Anlässe durch die GESTAPO. Am 8. März 1935 wurde so auch Prälat Leffers in Rostock wegen abfälliger Bemerkungen über die Regierung verhaftet und am 12. April 1935 zu 2½ Jahren Gefängnis verurteilt. 1940 wurde er erneut verhaftet und wegen einer lächerlichen Äußerung über den Führer erneut zu 2½ Jahren Gefängnis verurteilt, nach einem ¾ Jahr jedoch im Dezember 1940 aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes vorzeitig entlassen und des Landes verwiesen. Er kam dann nach Altglashütten wo er bis zu seinem Tod 1952 weiterhin seelsorglich tätig war.
Auch Pfr. Alfons Jünemann aus Parchim erhielt am 27.9.1943 eine Anklage und ½ Jahr Haft wegen Beleidigung des mecklenburgischen Bauernstandes [G. Mastaler. Chronik der katholischen Kirche Parchim Teil I-IV, Eigenverlag Parchim 2012].
In Güstrow musste sich im Januar 1945 auch Pastor Niemeyer wegen der Polengottesdienste von der Gestapo verhören lassen (AKKG, Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986).
So wurden Systemkritische Bemerkungen in den Pfarrchroniken entweder verschwiegen, geheime Chroniken jener Zeit geführt [Pfarrer Jünemann erwähnt später in seinen Aufzeichnungen, dass er eine von seinem Vorgänger Pfr. Karl Fischer geschriebene Chronik – sie sollte viele authentische Berichte über die Greuel der Nazis enthalten – während einer Hausdurchsuchung durch die Gestapo vor dieser verstecken konnte, und sie dann umgehend ins Emsland / Lingen geschickt habe. Sie ist bis heute verschollen!], oder erst nachträglich nach Kriegsende eingefügt.
Die erschreckende Bilanz des norddeutschen Klerus Ende 1944 war: Dechant W. Leffers aus Rostock = 2x zu Gefängnis verurteilt und aus dem Land ausgewiesen; Kaplan Wienker aus Schwerin und Kaplan Schmitt aus Wismar = im KZ; Pfarrer Dr. Schwendtner aus Neustrelitz = hingerichtet; Pastor Fischer aus Neubrandenburg = verbirgt sich 3 Jahre als Arbeiter im Berliner Untergrund; Pastor Pranger aus Matgendorf und Pastor Jünemann aus Parchim = zeitweise im Gefängnis; 3 Kapläne aus Lübeck (Prassek, Lange, Müller) = hingerichtet. Von den vielen inhaftierten und ermordeten Priestern und Ordensleuten aus den besetzten Gebieten will ich gar nicht erst anfangen. Es wäre noch ein langer Bericht.

  - "... 25.04.1952; Heimgang von Herrn Prälat Wilhelm Leffers, für den am 29. April ein Requiem in Güstrow war ..."
  - "... 25.04.1956: Überführung und Beerdigung in Rostock - wie es sein Wunsch war"

6b    Diederich, Georg M. Chronik der katholischen Gemeinden in Mecklenburg 1709 bis 1961. Bd. 2, HTI Schwerin, 2006, S. 261-269; vgl. a. Inachin, Kyra T.: Von Selbstbehauptung zum Widerstand. Mecklenburger und Pommern gegen den Nationalsozialismus 1933 bis 1945, K&uumml;ckenshagen 2005, S. 255

7    AKKG: Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... In der Folgezeit besuchte Vikar Hemeaaat jeden Donnerstag die Lazarette des Lagers und hielt dann nachmittags in Güstrow den Religionsunterricht für die Kinder. ..."
  - "... Am 17. April 1920 fuhr Pastor Hemesaat in Begleitung von Pastor Leffers und dem Kirchenvorstandsmitglied von Rostock, Kaufmann Paul Degenhardt, nach Güstrow. Schon am Bahnhof erklang dem neuen Pastor das Läuten des Glöckleins der Notkirche als Willkommensgruß. Der Meßdiener Hans Berger läutete die Glocke mit großer Begeisterung! ... Am Nachmittag fuhren die Herren nach Rostock zurück, ..."

8    AKKG: Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986; von der Pfarrwohnung zum Pfarrhaus in der Besserstraße Nr. 1:
  - "... und der neue Pastor ging allein in sein möbliertes Zimmer in die Grabenstraße Nr. 14! Bei der damals bestehenden Wohnungsnot und den bestehenden Wohnungsgesetzen wurde die Erlaubnis zur Beziehung einer Wohnung nur den in Güstrow Wohnungssuchenden gegeben. Deshalb musste der neue Geistliche sich erst mit einer möblierten Wohnung begnügen, die er nach langem Suchen bei der Witwe des verstorbenen Kreisphysikus Dr. [med. Franz] Habermann fand. ..."
  - "... Anfang 1921 ergab sich dann die Gelegenheit, das Haus Besserstraße Nr. 1, in dem. eine 4-Zimmerwohnung leer geworden war, für 80.000 Mark zu kaufen. Der Bischof gab seine Zustimmung und half der Gemeinde durch Hergabe der notwendigen Anzahlung. Zu Palmsonntag 1921 wohnte der Pastor in einer neuen Pfarrwohnung, die allerdings 10 Minuten von der Kirche entfernt lag. Im Hause wohnte außerdem noch ein Mieter, Herr Kröplin, der Rektor der protestantischen Knabenschule. Die Mutter und die Cousine des Pastors Maria Flasspöhler führten seinen Haushalt. ..."

9    Aussage im Totenzettel von Bernhard Mecklenburg vom 3.2.1962, Abschrift in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986, AKKG

10    Hemesaat, Heinrich. Blatt mit der Überschrift "Was mir bei meinen Hausbesuchen begegnete" und Eindrücken aus Hausbesuchen von Januar und Februar 1920; loses Blatt, A5, Vorder und halbe Rückseite, maschinengeschrieben, AKKG

11    AKKG, diverse Einträge zu Heinrich Hemesaat in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... Gleich in den ersten Wochen des Krieges [1914] wurde auf der Bockhorst bei Güstrow ein großes Gefangenenlager angelegt. Die Seelsorge der Kriegsgefangenen oblag in den ersten Monaten den Zivilgeistlichen und bot besondere Schwierigkeiten dadurch, dass die Entfernung von Rostock (40 km) so weit war. ... In der Folgezeit besuchte Vikar Hemeaaat jeden Donnerstag die Lazarette des Lagers und hielt dann nachmittags in Güstrow den Religionsunterricht für die Kinder. Da die Zahl der Gefangenen immer mehr wuchs, beantragte Pastor Leffers beim Militär-Oberpfarrer Pawlicke [Pawlicki, Dr. theol. Bernhard, * 17.08.1868, Preußisch-Stargard - † 01.07.1946, Kiel] in Hannover die Anstellung eines Militärpfarrers im Lager. ..." Dieser erste Militärpfarrer Bayer wurde nach einigen Monaten jedoch versetzt und durch Pater Johannes Fischer [Herz-Jesu-Priester aus Sittard = SJC, auch Missionar der weißen Väter PA = Patres Albi; * 08.09.1878, Nettersheim / Eifel - † 13.08.1954, Taubatè / Brasilien] abgelöst, der dann bis zum Ende des Krieges die Seelsorge im Lager ausübte. Er wohnte in Güstrow in der Neuen Strasse 27a bei der Familie von Kasimir Haertlè.
Erläuterungen zu der in der Grünen Straße aufgebauten BARACKENKIRCHE [es war NICHT die im Kriegsgefangenenlager benutzte Kirchenbaracke, deren Zustand war zu schlecht]
  - "... Am 24. Dezember 1919 schmückte der Schreiber dieser Chronik [Hemesaat] die Kirche mit Tannenbüumen und etwas Tannengrün aus. Die Wünde waren ja noch das rohe Holz der Wachbaracke, an denen die Soldaten in ihren Mußestunden so manche Inschriften angebracht hatten. Auch eine kleine Krippe wurde aufgestellt, dieselbe Krippe, die in Rostock bis zum Jahre 1909 immer den Katholiken das Weihnachtsgeheimnis dargestellt hatte. Unbeschreiblich groß war die Freude der Güstrower Gemeinde, als nun am 1. Weihnachtstag der Weihnachtsgottesdienst in dieser Notkirche stattfand. Die Glüubigen eilten mit Laternen und Kerzen, herbei, um bei der Dunkelheit doch dem Gottesdienst beiwohnen zu können. In einem freudigen Te Deum dankte die Gemeinde Gott dafür, dass nun der Gottesdienst [wieder] in einem eigenen Kirchlein [nach der Reformation] abgehalten werden konnte.
Auf die Eingabe des Pastor Leffers in Rostock, Vikar Hemesaat zum 1. Januar als Pastor in Güstrow anzustellen, erwiderte der Bischof, dass dieses erst zu Ostern möglich sei, ... So wurde der Gottesdienst in der Baracke vorläufig zweimal im Monat von Rostock aus gehalten. Zum 1. April 1920 erhielt dann Vikar Hemesaat in Rostock die Anstellung als Pastor der neugegründeten Gemeinde Güstrow, zu der nun die Amtsgerichtsbezirke Güstrow, Bützow und Krakow mit
[168] Ortschaften gehörten. ..."
  - "... Zum 1. Mai 1941 wurde der Schreiber dieser Chronik - Pastor Hemesaat - zum Pfarrer von Rostock ernannt, nachdem er 21 Jahre - als erster Pastor nach der Reformation - die katholische Gemeinde Güstrow aufbauen und führen durfte!. .."
  - "... Januar 1951: Ernennung des Hochw. Herrn Dechanten Heinrich Hemesaat - Rostock zum Päpstlichen Geheimkämmerer. ..."
  - "... Am 22. Juni 1951 verstarb der frühere Pastor von Güstrow, Prälat Hemesaat. Er vermachte unserer Kirche seinen Kelch. Die Gemeinde wird ihn nicht vergessen. [Seine Beerdigung fand am 28.6 1951 in Rostock statt.] ..."

12    AKKG, diverse Einträge zu Kaplan Fischer in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "...Auf ein dringendes Gesuch des Pastors betreffend Notwendigkeit der Anstellung eines Hilfsgeistlichen ernannte am 10. April 1924 der Hochwürdigste Herr Bischof den Seminarpriester Carl Fischer zum Hilfsgeistlichen in Güstrow. ..."
  - "...wurde im Jahre 1921 der katholische Jünglingsverein gegründet, dem zunächst Pastor Hemesaat vorstand. Als Kaplan Fischer dann nach Güstrow kam [1924], übernahm er die Leitung. Es war in den ersten Jahren nicht leicht, die Jünglinge überhaupt religiös zu interessieren. Verschiedene von ihnen hatten nur wenig Religionsunterricht erhalten. So mühte sich der Kaplan zunächst ab, die Abende gesellig zu gestalten. Mit Begeisterung führte der Jünglingsverein Theaterstücke auf, wie "Schäl, der Radiot" usw. Das Lieblingslied der Jünglinge war "Sabinchen" ... Der eifrige Kaplan Fischer suchte dann zu erreichen, dass sie wenigstens Ostern zur hl. Beichte und Kommunion gingen. Allmählich konnte er etwas mehr an Religiösem in die Gruppe hineinbringen. ..."
  - "... Am 2. Oktober 1926 wurde Herr Kaplan Fischer, der inzwischen nach Eutin versetzt war, zum 2. Mal als Kaplan in Güstrow angestellt, ..."
  - "... Schon gleich nach Aufhören der Inflation, die ja ein Sammeln für den Kirchbau unmöglich machte, wurde für den Neubau gesammelt. Die Gemeindemitglieder zeichneten freudig ihre Spenden, und der eifrige Kaplan Fischer schickte mit Hilfe einiger Jünglinge "Bettelbriefe" in die Welt. 1925 und früher gingen ein: 4.594,37 Mark, 1926: 2.225,69 Mark. Als dann 1928 mit dem Kirchbau begonnen wurde, waren es rund 10.000 Mark. ..."
  - "... da Kaplan Fischer [September 1927] als Auswanderer-Pastor des Raphaelsheims nach Bremen versetzt war. ..."
  - "... ..."

13a    Schäfer, Bernd. Die antifaschistische Legende des Karl Fischer (1900–1972), S.53 f.; Widerlegung seiner "antifaschistischen Tätigkeit", Darlegung, dass der Grund für sein "Abtauchen" im Jahre 1943 nicht seine antifaschistische Tätigkeit war, sondern ein Verfahren wegen seiner Homosexualität. Der von Fischer behauptete Grund der "versuchten Anwerbung durch die Gestapo" wird jedoch nicht plausibel widerlegt. Auch seine gesellschaftliche Tätigkeit in der DDR – darunter auch die Zuarbeit mit der Staatssicherheit (MfS) wird beleuchtet.

13b    Schäfer, Bernd. Die antifaschistische Legende des Karl Fischer (1900–1972), S.58

14    Fischer, Karl. Das Werk der sieben Tage. Die Genesis einer Gemeinde. Paderborn, Bonifacius-Druckerei, 1. Auflage 1931; Enthält die Beschreibung der Tätigkeit eines angehenden katholischen Pastors in Prebentin (analog zu seiner eigenen Tätigkeit in Güstrow) in der Diaspora.

15a    Berning, Wilhelm. Brief vom 07.08.1943 an Fischers Mutter: "Wie ich ihnen schon vor einiger Zeit mündlich sagte, wird Ihr Sohn nicht wieder nach Neubrandenburg zurückkehren". Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung (Nachlass Karl Fischer), 4-28

15b    Berning, Wilhelm. Brief vom 09.02.1951 an Bischof Dr. Bernhard Schräder in Schwerin, Bistumsarchiv Osnabrück

16    Schäfer, Bernd. Die antifaschistische Legende des Karl Fischer (1900–1972), S.78

17    AKKG, diverse Einträge zu Kaplan Grawe in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... Am 24. April 1926 wurde aushilfsweise Herrn Kaplan Eberhard Grawe die Stelle als Hilfsgeistlicher in Güstrow übertragen. ..."
  - "... da Herr Kaplan Grawe [Oktober 1926] eine Anstellung als Studienassessor in Ostpreußen erhalten hatte. ..."

18a    aus den Erinnerungen von Propst Maier aus Königsberg (Dt.-Eylau), in: Schwark, Bruno. IHR NAME LEBT. Ermländische Priester in Leben, Leid und Tod. S.39-43
  - vgl. a. BIALA KSIEGA, Martyrologium duchowienstwa — Polska XX w. 1914–1989. Plena Lista: Eintrag Nr. 1055, Grawe, Eberhard; Online: http://www.swzygmunt.knc.pl/MARTYROLOGIUM/POLISHRELIGIOUS/vENGLISH/HTMs/POLISHRELIGIOUSmartyr0801.htm
   [St. Sigismund in Slomczyn liegt im Dekanat Konstancinski im Erzbistum Warschau / Polen; Online: http://www.swzygmunt.knc.pl]

18b    aus den Erinnerungen der Lötzener Haushälterin von Pfarrer Eberhard Grawe, Fräulein Gertrud Jaeckel, in: Schwark, Bruno. IHR NAME LEBT. Ermländische Priester in Leben, Leid und Tod. S.39-43

18c    Schwark, Bruno. IHR NAME LEBT. Ermländische Priester in Leben, Leid und Tod. S.39-43
  - vgl. a.: "Herr Studienrat Grawe, auch Herr Pfarrer Derra sind mit meinem Bruder [Erzpriester Helmut Zint, † 30.3.1945, Jeneikow] im selben Lager gewesen." Schwark, Bruno. IHR NAME LEBT. Ermländische Priester in Leben, Leid und Tod. S.135
  - vgl. a. zu: Pater Alfons (Johannes) Rzymelka OFM, † 27.1.1946, Kattowitz in: Schwark, Bruno. IHR NAME LEBT. Ermländische Priester in Leben, Leid und Tod. S.150-151
  - vgl. a. WHITE BOOK, Martyrology of the Clergy - Poland. XX Century (1914-1989). Personal Data: Grawe, Eberhard: * 24.07.1894 in Hamburg / Priesterweihe am 15.08.1920 / † 27.05.1945 in Yenakiyeve (Stalino labour camp), Ukraine; Online: http://www.swzygmunt.knc.pl/MARTYROLOGIUM/POLISHRELIGIOUS/vPOLISH/LISTs/POLISHRELIGIOUS_list_02.htm

19    AKKG, diverse Einträge zu Kaplan Franz Wippern in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - 20.09.1924 in Osnabrück zum Priester geweiht
  - "... Am 5. September 1927 wurde als Kaplan in Güstrow angestellt Kaplan Franz Wippern, ..."
  - "... da Herr Kaplan Wippern [September 1929] nach Georgsmarienhütte versetzt wurde. ..."
  - AKKG, Todesanzeige vom 27. November 1962
  - Seine Beerdigung fand am 1. Dezember 1962 auf dem Friedhof von Wettrup (Kreis Lingen) statt.

20    AKKG, diverse Einträge zu Kaplan Wilhelm Steinrücke in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... Am 25. September 1929 wurde zum Kaplan in Güstrow ernannt Kaplan Wilhelm Steinrücke, bis dahin Kaplan in Freren, ... Da Herr Kaplan Steinrücke auf einer Motorradfahrt zu einer Nottaufe - bei Gelegenheit des Gottesdienstes in Krakow - sich eine heftige Erkältung zugezogen hatte, für deren Heilung das hiesige Klima ungeeignet war, musste er einen längeren Urlaub antreten. Sein Gesundheitszustand erforderte aber die Versetzung in eine leichtere Stelle nach Belm bei Osnabrück. ..."
  - "... Um 10 Uhr begann das feierliche Requiem, welches vom Herrn Dechanten Dr. (?)ölker, Osterkappeln, unter Assistenz von Herrn Kaplan Berlage, Schapen und Herrn Kaplan Steinrücke, Freren, zelebriert wurde. ...", Auszug von der Beerdigung von Pfarrer und Dechant Hermann Robben im Frerener Volksblatt vom 08. Mai 1926 [online: https://www.heimatarchiv.de/lengerich/person-robben.html]
  - ab 1936 als Pfarrer in Bückeburg und 1951 als Dechant in der Heessener Chronik, Tei I erwähnt: Online: https://www.heessen-schaumburg.info/gemeinde/chronik-von-heessen/

21    AKKG, diverse Einträge zu Kaplan und Pastor Heinrich Tangen in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... 1930 wurde der Seminarpriester Kaplan Heinrich Tangen zum Kaplan in Güstrow ernannt. ..."
  - "... Inzwischen war auch Kaplan Tangen, der bis dahin durch die Abhaltung der Gottesdienste in Güstrow zurückgehalten war, nach Bützow gekommen, um an der Freude der Bützower teilnehmen, zu können, denn ihm war die seelsorgerische Betreuung der Bützower Katholiken übertragen. ..."
  - "... da Herr Kaplan Tangen [März 1935] zum Pastor in Ratzeburg ernannt worden war. ..."
vgl. dazu die damalige Situation in Bützow: ".... In Bützow, einer Stadt von damals 7000 Einwohnern wurde der Gottesdienst anfangs im Schützenhaus gehalten. Für die Benutzung des Raumes musste jedes Mal 15 Mark bezahlt werden, das sind bei 12 Gottesdiensten 180 Mark im Jahr. Diese Erwägung und Überlegung, dass mit den 180 Mark Saalunkosten damals schon 3.600 Mark verzinst werden konnten, gab die Veranlassung, in Bützow nach einem Grundstück Ausschau zu halten, auf dem ohne viel Baukosten ein Raum für den Gottesdienst hergerichtet werden konnte. Ein solches Grundstück war das zum Verkauf stehende Haus in der Bahnhofsstraße 34. In der Kirchenvorstandssitzung vom 8. Januar 1931 wurde beschlossen, dieses Grundstück zum Preise von 18.000 Mark bei Anzahlung von 8.000 Mark zu kaufen. Dieser Beschluss wurde von der Bischöflichen Behörde so auch genehmigt und der Kauf erfolgte am 31. Januar 1931.
Außer den vermieteten Wohnungen enthielt das Haus unten einen Musiksaal, der ohne Umbau als Kapelle eingerichtet werden konnte. Die Einnahmen aus dem Haus waren so, dass nur etwa 200 Mark im Jahr mehr aufgebracht werden musste, als bei Benutzung des Schützenhaussaales für den Gottesdienst. Für die Einrichtung des Kapellenraumes vermittelte der Bonifatiusverein die Inneneinrichtung der Gefängniskapelle in Warendorf in Westfalen. Als Altar wurde durch die Vermittlung des Bonifatiusvereins der Altar der Krankenhaus-Kapelle Essen in Oldenburg aufgestellt. Es wurde eine schöne Kapelle, zu deren Ausstattung auch die Bützower Katholiken eifrig beisteuerten. Zur Einweihung der Kapelle am 22. Februar 1931 fuhr Pastor Hemesaat mit einer Anzahl Güstrower Katholiken, besonders der Jugend, nach Bützow. ...
"

  - "... Am 10.11.1968 ist unser früherer Kaplan Heinrich Tangen verstorben. Er war in den Jahren 1930 - 1935 bei uns tätig, und dann Pastor in Ratzeburg. ..."

22    AKKG, diverse Einträge zu Kaplan und Pfarrer Bernhard Leffers in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... Am 1. März 1935 - wurde der Seminarpriester Kaplan Bernhard Leffers vom Hochw. Herrn Bischof als Kaplan in Güstrow ernannt, ..."
  - "... Für diese vielen Touren [Aussenstationen] stellte Kaplan Leffers der Gemeinde einen großen BMW-Wagen zur Verfügung. ..."
  - "... da Herrn Kaplan Leffers [März 1938] die Stelle als Pastor von Warnemünde vom hochw. Herrn Bischof übertragen, worden war. ..."
  - "... Am 19. Mai 1938 war die Einweihung des Gemeindeheimes. Dieses wurde in hochherziger Weise von dem früheren Kaplan Leffers gestiftet! ..."
  - "... Zum Titularfeste [15.08.1938] wurde die Front der Kirche mit einer in Bronze gegossenen Figur der zum Himmel fahrenden Madonna geschmückt. ... Diese Figur wurde von Herrn Kaplan Leffers der Kirche in Güstrow geschenkt. ..."
  - "... Am 15.10.1948 starb in Warnemünde Pastor Leffers der als Kaplan von 1935 - 1938 bei uns tätig war. Die Gemeinde hat ihm sehr viel zu verdanken. ..."

23    AKKG, Einträge zu Kaplan Nagel in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... Am 1. März 1938 wurde der Seminarpriester Herr Kaplan Otto Nagel zum Kaplan von Güstrow ernannt, ..."
  - "... Da Herr Kaplan Nagel inzwischen [1938] zum Adjunkt in Holte b. Osnabrück ernannt war, ..."

24    Pfarrer Dr. Heinrich Bernhard Kraienhorst aus Bad Iburg. Mail vom 20.11.2017 mit diversen ergänzenden Lebensdaten zu Otto Nagel; Herzlichen Dank dafür !
  - "... Zum Osnabrücker Klerus gehörten insgesamt drei Priester-Brüder Nagel. Auß:er Otto waren es: Franz Nagel (* 1911), 1935 zum Priester geweiht in Osnabrück, 1953-1966 Pfarrer in Kiel-Gaarden, St. Joseph, gestorben 27.03.1966. Hermann Nagel (* 1915) zum Priester geweiht 31.1.1943 in Osnabrück, Pfarrer von Neukloster Mariä Himmelfahrt. Gestorben 17.11.2008. ...
Er war ein sehr korrekter Mann, das erschwerte ihm aber auch oftmals den Einsatz in der Seelsorge [vor allem in jungen Jahren] und erlitt nach eigener Aussage [weil er seiner Verantwortung gerecht werden wollte] auch sozusagen oftmals "pastoralen Schiffbruch". ... Es war daher gut, dass man ihn an den Osnabrücker Dom geholt hat, wo er in verschiedenen Bereichen (Offizialat, Bibliothek, Domliturgie) sein Talent als gewissenhafter Priester einsetzen konnte.
"Rat Nagel", wie man ihn in Osnabrück nannte, zelebrierte im Marienhospital täglich die hl. Messe, allerdings nicht "in forma extraordinaria", wie man seit Benedikts XVI. Motuproprio 2007 sagen würde, sondern "in forma ordinaria" nach dem lateinischen Missale von Paul VI. (1970); also wiederum ganz korrekt! ...
 "

25    Schmalor, Hermann-Josef: Zum Tod von Msgr. Otto Nagel (Osnabrück), Jahrbuch kirchliches Buch- und Bibliothekswesen pp.181-183 (1998)

26    AKKG, Einträge zu Kaplan Eussner in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... beauftragte der Hochw. Herr Bischof Herrn Kaplan Eugen Eussner bisher Kaplan in Nordstrand, 1938 mit der Stelle als Kaplan in Güstrow. ..."
  - "... Im Jahre 1938 und 1939 besuchte Kaplan Eussner die vielen Wanderarbeiter auf dem Lande, da die Wanderseelsorger inzwischen in anderen Pfarreien arbeiten mussten, und - wie schon erwähnt - zu Anfang des Krieges als Kriegspfarrer eingezogen wurden. ..."
  - "... Im Juli [1946] mussten wir Kaplan Eußner verabschieden. ..."
  - "... Im April [03.04.1966] verstarb unser früherer Kaplan Pfarrer Eugen Eußner in Berlin [im St. Hedwigskrankenhaus]. ..."

27    Zeitungsartikel im Osnabrücker Kirchenboten zum Thema "Rosenkranzgebet": "Aus unserem Dekanat Mecklenburg. Das Rosenkranzgebet in Mecklenburg." Abschrift in: Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986, AKKG

28    aus der Osterpredigt vom April 1960 von Kardinal Julius Döpfner (* 1913 – † 1976) in der St. Matthias-Kirche in Berlin-Schöneberg
Kardinal Döpfner verurteilte hierbei - bezugnehmend auch auf die Eingabe der Berliner Ordinarienkonferenz (BOK) vom 06.04.1960 an den Ministerpäsidenten Otto Grotewohl - die menschenunwürdige Behandlung der Bauern und die Mißachtung menschlicher Grundrechte auf den Dörfern. In der Eingabe des BOK wurde unter anderem beklagt, "daß bei und infolge der Schaffung vollgenossenschaftlicher Dörfer schwere Verletzungen der Menschenwürde und Menschenrechte" zu verzeichnen wären und sich ein "Gefühl völliger Rechtlosigkeit" ausbreiten würde. Zudem hieß es: "Durch ein systematisches Zusammenwirken von Partei und Staat wird der bäuerlichen Bevölkerung eine Lebensform aufgezwungen, die sie weithin zutiefst ablehnt. Eine Unterschrift, die nach stunden- und tagelangen, oft pausenlosen "Überzeugungsgesprächen", die Verhören gleichkommen, erzwungen wird, kann nicht als freiwillig bezeichnet werden." [die vollständige Eingabe ist abgdruckt in: Lange Gerhard, Katholische Kirche - sozialistischer Staat DDR; Dokumente und öffentliche Äusserungen. S.180-182; vgl. a. Der Tagesspiegel, Berlin vom 20.04.1960: "SED-Terror führt zu Massenflucht aus der Zone".]
Der Protestbrief hatte Grotewohl noch nicht erreicht, da besaß Erich Mielke bereits Kenntnis über dessen Inhalt. Erzürnt teilte er am 14. April 1960 Walter Ulbricht mit, dass "das Schreiben [...] in einem unerhörten, aggressiven Tone abgefasst" sei und "eine ziemlich offene Kampfansage der reaktionären katholischen Bischöfe" bedeute. [Ehm, Martin. Die kleine Herde - die katholische Kirche in der SBZ und im sozialistischen Staat DDR. 2. Auflage LIT Verlag Münster, 2007, S.84]
Die Staatsführung der DDR reagierte prompt und warf der Kirche offen vor, sie würde reaktionären Kräften einen religiösen Deckmantel bieten. [Pätzold Horst. Zersetzungsmaßnahmen im Zuge der Kollektivierung. S.185]; vgl. a. Finger, Stefan. Widerstand gegen die Kollektivierung der Landwirtschaft in der DDR 1952-1961, Examensarbeit aus dem Jahr 1999


29    AKKG, Einträge zu Pfarrer Eussners Verhaftung im März 1960 in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986

30    AKKG, Einträge zu Pfarrer Bernhard Mecklenburg in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... 1941 wurde ihm die Seelsorge in den Diasporagemeinden Mecklenburgs - in Güstrow - übertragen. ..."
  - "... Vom 1. Mai 1941 bis zum 26. Juli 1942 war Bernhard Mecklenburg Pastor von Güstrow..."
  - "... Diese Arbeit im Steinbruch des Herrn überforderte seine körperlichen Kräfte. ..."
Diverse Daten zu seinem Werdegang stammen ebenso wie die Aussage "Steinbruch des Herrn" aus seiner Todesanzeige [als Abschrift in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986, AKKG enthalten]

31    AKKG, Einträge zu Pfarrer und Prälat August Niemeyer in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... Am 9. August 1942 wurde der neue Pastor, August Niemeyer, durch Dechant Hemesaat in sein Amt eingeführt. ..."
  - "... 17.12.1952: Im Krankenbett feiert unser Pastor in aller Stille sein 25jähriges Priesterjubiläum. ..."
  - "... 19.04.1953: [Nach-]Feier des Silbernen Priesterjubilüums des Pastors mit Levitenamt und Festpredigt des Herrn Geistl. Rat Dr. Rudlof (Schwerin). ..."
  - "... 22.4.1953: [Nach-]Feier des Silberjubiläums mit der Geistlichkeit aus den 3 Dekanaten Mecklenburgs. Festpredigt des Herrn Dechanten Lohmann (Waren). ..."
  - "... Am 06.09.1958 wurde unser Pastor Niemeyer Dechant vom Dekanat Rostock. ..."
  - "... Dechant Niemeyer wurde am 22.06.1959 zum Päpstlichen Geheimkämmerer, zum Prälaten, ernannt. ..."
  - "... Im August 1967 feierte unser Pastor Niemeyer sein 25jähriges Ortsjubiläum in Güstrow. ..."
  - "... Er starb am 9. März 1968 ganz plötzlich auf dem Weg zur Kirche. Er wurde unter großer Anteilnahme der Gemeinde und Priester in Güstrow beigesetzt. ..."

32a    AKKG: Niemeyer, August. Blatt mit der Überschrift "Morgentlicher Spaziergang in der Diaspora" mit Eindrücken von seinem Weg vom Pfarrhaus in der Besserstraße zur Kirche in der Grünen Straße vom ...; loses Blatt, A6, Vorderseite, maschinengeschrieben

32b    mehrere Briefabschriften vom 23.01. bis 27.05.1947 zwischen August Niemeyer und dem durch Bischof Berning im September 1931 als "Pastor primarius" in Hamburg ernannten Pastor an St. Marien, Bernard Wintermann (* 1876 – † 1959), zu Nachforschung und einer möglichen Wiederbeschaffung der Glocken der evangelischen Kirchen von Güstrow in Hamburg: AKKG, Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986

33    AKKG, Einträge zu Herbert Ulbricht in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... kam Kaplan Herbert Ulbrich [Juli 1946] in unsere Gemeinde ..."
  - "... Im November 1948 mußte uns Kaplan Ulbrich verlassen. ..."
  - "... 30.6.1953: Ewiges Gebet in unserer Kirche. Abends Predigt Pastor Ulbrich . ..."

34    AKKG, Einträge zu Wilhelm Scholz in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... Im Mai 1947 kam Kaplan Scholz noch dazu. ..."
  - "... Im September [1953] wurde Kaplan Scholz als Pastor nach Rehna versetzt. [Seine Abschiedsfeier im Pfarrheim wurde am 30.09.1953 gefeiert] ..."

35    AKKG, Einträge zu Kaplan Günther Kokoschka in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - 20.03.1949 in Neuzelle zum Priester geweiht
  - "... Im April 1949 kam der Kaplan Günther Kokoschka dann wieder als 2. Kaplan dazu. ..."
  - "... Im September [05.09.1952] wurde Kaplan Kokoschka [nach Stavenhagen] versetzt, ..."
  - AKKG, Todesanzeige vom 05. Juni 1989
  - Seine Beerdigung fand am 9. Juni 1989 auf dem Friedhof von Waren / Müritz statt.

36    In nomine Domini!: die Huysburg, zur Geschichte des Priesterseminars; von Daniel Lorek, Benno-Verlag, 2004

37    AKKG, Einträge zu Kaplan Günther Danitz in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... kam [05. September 1952] Kaplan Günther Danitz ..."
  - "... Im September 1955 mußte Abschied von Kaplan Danitz genommen werden. ..."

38    AKKG, Einträge zu Kaplan Erich Dolega in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... kam [07. September 1953] Vikar Dolega ..."
  - "... Am 01. März 1956 wurde Kaplan Dolega nach Schwerin versetzt, ..." [war dort bis 1964: Pfarrarchiv SN 1.135/2 Hilfsgeistliche]

39    AKKG, Einträge zu Kaplan Ludwig Schöpfer in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... kam [September 1955] Kaplan Schüpfer in unsere Gemeinde. ..."
  - "... Am 16. Dezember 1956 wurde durch Kaplan Schöpfer der Kreis der jungen Familien gegründet. Die Ehepaare hörten Vorträge, diskutierten, spielten Theater und machten Ausflüge. An den Familienausflügen hatten alle viel Spaß, und das Zusammengehörigkeitsgefühl wuchs. ..."
  - Er war auch des öfteren Abends bei Familie ... zu Hause und hat mit dem Buben auf dem Fußboden mit der Modelleisenbahn gespielt (aus den Erinnerungen eines Gemeindemitgliedes).
  - "... 31.01.1959: Erkrankung von Kaplan Schöpfer (Aushilfe durch Herrn Kaplan Kaczmarczyk ab 3. Februar) ..."
  - "... 28.10.1959: Abschied von H. Kaplan Schöpfer, der nach Schwerin versetzt wurde (Vertretung durch Kaplan Beurskens). ..."

40    Er war leider einer der Priester aus Mecklenburg, gegen den Missbrauchsvorwürfe erhoben werden mußten (Waren). Sein plötzlicher Weggang 1992 aus dem Osten gleicht daher auch eher einer Flucht.
Weitere Vorwürfe gegen Mecklenburger Priester sind dem Erzbistum zufolge (Aussage Generalvikar 2018) aus Neubrandenburg (Pfr. Timmerbeil), Dömitz, Gadebusch, Graal-Müritz, Grevesmühlen, Neustadt-Glewe, Neustrelitz, Tessin, Warin, Wismar und Wittenburg bekannt.

41a    Lebensdaten zu Kaplan Rudolph Thomas aus: Mastaler, Georg. Chronik der katholischen Kirchengemeinde "St.Joseph" Parchim. Band 3, "3. Mai 1945 bis 3. Oktober 1990", Eigenverlag Parchim 2012

41b    AKKG, Einträge zu Kaplan Rudolph Thomas in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - 1935 zum Priester geweiht
  - "... Im März wurde Kaplan Dolega nach Schwerin versetzt, und Kaplan Thomas begann seine Arbeit bei uns. ..."
  - "... 7. März 1956: Dienstantritt von Kaplan Thomas ..."
  - "... er spielte oft im Pfarrhaus auf seiner Trompete rum, sehr zur Freude des Pfarrers ..."
  - "... 06.05.1957: Erkrankung des H. Kaplan Thomas. ..."
  - "... am 19. Oktober 1957 mußte Kaplan Thomas wegen einer Erkrankung versetzt werden. ..."
  - AKKG, Todesanzeige vom 18. März 1988
  - AKKG, Seine Beerdigung erfolgte am 24. März 1988 auf dem Friedhof von Grafeld.

41c    Brief von R. Thomas an Pastor Hermann Nagel vom 02.10.1963 in: Mastaler, Georg. Chronik der katholischen Kirchengemeinde "St.Joseph" Parchim. Band 3, "3. Mai 1945 bis 3. Oktober 1990", Eigenverlag Parchim 2012

42a    Einträge zu Kaplan Hohn in: Mastaler, Georg. Chronik der katholischen Kirchengemeinde "St.Joseph" Parchim. Teil III., "3. Mai 1945 bis 3. Oktober 1990", Eigenverlag Parchim 2012
  - Lebenslaufdaten z.B. aus der Begründung der Strafsache K III, 111 / 55 Pa. Ds. 114 / 55 gegen Kaplan Wilhelm Hohn wegen Nötigung vor der Strafkammer des Kreisgerichts Parchim [Sitzungen vom 14. Und 17. Oktober 1955], liegt als Abschrift in der Chronik vor
  - vgl. auch die Ablehnung der Berufung vom 15./18.11.1955 [3 N. Ds. 198/55, Ds. 114/55] zeigt das es hierbei nur um die Frage ging, wer Einfluss auf die Herzen / Seelen der Menschen haben darf: Partei – Öffentliche Meinung – Kirche ? Die Rede von den Folgen von Sünde / im Sinne des Glaubens schuldhaftem Verhaltens – die Rede von den möglichen Folgen einer Mischehe - selbst / oder gerade die Beichte - kam in den Augen der damaligen Machthaber, die immer noch um die geistige Vorherrschaft der Partei (SED) kämpften, einer Drohung und Nötigung gleich ... Die Schwammigkeit der Urteilsbegründung versucht, diese wahren Beweggründe zu verdecken. Unter diesem Blickwinkel fand ein rein politisch motivierter Prozess statt mit einem einzigen Ziel: die Kirche gefügig zu machen – zumindest einzuschüchtern - und "an die kurze Leine" zu legen.
Wer das damalige Auftreten von Kpl. Hohn noch ein wenig kennt – und die von ihm vertretenen manchmal sehr rigorosen bis radikalen Auffassungen - ahnt, wie leicht gerade er damit das Opfer einer solchen Anklage werden konnte.

42b    Einträge zu Kaplan Hohn in Parchim, in: Mastaler, Georg. Chronik der katholischen Kirchengemeinde "St.Joseph" Parchim. Band 3, "3. Mai 1945 bis 3. Oktober 1990", Eigenverlag Parchim 2012
  - "... Stelle des ersten Hilfsgeistlichen in Parchim ab 01.09.1954 ..."
  - "... Nachfolger von Kaplan Redecker wurde Kaplan Wilhelm Hohn, der seit 3 Jahren in Tessin tätig war; ein gebürtiger Schlesier, der in Osnabrück zum Priester geweiht wurde. ..."

42c    Berichte in Einträge zur Prozessgeschichte, in: Diederich, Georg. Chronik der katholischen Gemeinden in Mecklenburg, Bd. II, S.737-747; Der hier auf Seite 747 unter Pt. 13/12 als Generalstaatsanwalt erwähnte Otto Czerwon war zu dieser Zeit jedoch nur bei der Obersten Generalstaatsanwaltschaft tätig. Seine genaue Bezeichnung war "Staatsanwalt beim Generalstaatsanwalt der DDR" - zu der Zeit [1956] war Generalstaatsanwalt Ernst Melsheimer in Berlin.; vgl. dazu auch: Mastaler, Georg. Chronik der katholischen Kirchengemeinde "St.Joseph" Parchim. Band 3, "3. Mai 1945 bis 3. Oktober 1990", Eigenverlag Parchim 2012: Anhang Hohn mit diversen Abschriften zum Verlauf der "Strafsache HOHN"
Der Prozess gegen Kaplan Hohn veranlasste außerdem den bereits herzkranken 55jährigen Pfarrer Alfons Jünemann, sich nach der Verhaftung des Kaplans am 9. Juni 1955 nach Westberlin zu begeben. Jünemann, der in der NS-Zeit 1943 "wegen Beleidigung des mecklenburgischen Bauernstandes" in Ludwigslust angeklagt und verurteilt wurde, und vom 15. Mai bis 14. November 1944 im Bützower Gefängnis saß, hatte dort seine Gesundheit eingebüßt, kam als gebrochener Mann zurück, das Herz in Mitleidenschaft gezogen und einen Großteil der Zähne hatte er verloren. Er befürchtete wohl, dass nun auch er bald verhaftet würde [bereits am 17.4.1950 war ihm sein Status als Verfolgter des Naziregimes (VdN) und Opfer des Faschismus (OdF) aberkannt worden und vermerkte bereits 1953 in der Chronik: "Überhaupt mehren sich die Angriffe gegen Geistliche und gegen kirchliche Anstalten ..."]. Er verließ daher Parchim und wurde in Westberlin von Juni bis November 1955 im Krankenhaus aufgrund eines Nervenzusammenbruchs behandelt. Danach verließ er auf dem Luftweg Westberlin, hielt sich einige Tage in Osnabrück auf und ließ sich in seiner Heimatstadt Lingen nieder. Trotz aller Versuche und Angebote – sowohl von seiten des Bischofs als auch von staatlichen Stellen der DDR - , verweigerte er jedoch eine Rückkehr nach Parchim. Am 16. Februar 1956 wurde er krankheitshalber beurlaubt und am 1. Mai 1957 erfolgte die Versetzung in den Ruhestand. vgl. dazu: Mastaler, Georg. Chronik der katholischen Kirchengemeinde "St.Joseph" Parchim. Teil III., "3. Mai 1945 bis 3. Oktober 1990", Eigenverlag Parchim 2012; vgl. a. Niemann, Mario. Ein Katholik im Dritten Reich. Das Beispiel des Pfarrers Alfons Jünemann aus Parchim. erschienen in der Zeitschrift: "Stier und Greif", Heft 7, 1997

42d    Brief des Parchimer Pastors Herbert Ulbricht an Prälat Dr. Schräder vom 16. Februar 1956; als Abschrift vorhanden in: Mastaler, Georg. Chronik der katholischen Kirchengemeinde "St.Joseph" Parchim. Band 3, "3. Mai 1945 bis 3. Oktober 1990", Eigenverlag Parchim 2012; Der Brief enthält einen Bericht eines "Zellenkameraden" von Kaplan Hohn [ein siebzigjähriger Herr Schulz aus Marnitz, der am 14.02.1956 aus Güstrow entlassen wurde - hat 8 Monate wegen Besitz einer Schrotflinte abgesessen], den dieser gebeten hatte dem Parchimer Pfarrer zu berichten.

43    Einträge zu Kaplan und Pfarrer Wilhelm Hohn in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinden Parchim und Güstrow:
  - "... 11.06.1955: in Untersuchungshaft in der Haftanstalt Parchim ..." [Chronik PCH]
  - "... 17.10.1955: zu 9 Monaten Gefängnishaft wegen Nötigung verurteilt ..." [Chronik PCH]
  - "... 17.12.1955: in der Untersuchungshaftanstalt Schwerin, Klosterstr. 2 untergebracht ..." [Chronik PCH]
  - "... 01.02.1956: war Kaplan Hohn im Güstrower Gefängnis ..." [Chronik PCH]
  - "... 11.03.1956: Entlassung aus dem Güstrower Gefängnis ..." [rechnerisch, nach 9 Monaten]
  - "... 01.07.1956: als Kaplan [erstmalig] in Güstrow ..." [Chronik, AKKG]
  - "... 1959: Kaplan in Waren / Müritz ..."unter Pfarrer Bernhard Lohmann († 23.10.1977 in Osnabrück) [AKKG]
  - "... In diesem Monat [4. Dezember 1959] kam unser neuer Kaplan Hohn. ..." [Chronik, AKKG]
  - "... Um diese Zeit [September 1962] wurde Kaplan Hohn Pastor in Krakow. ..." [Chronik, AKKG]

44      AKKG, Einträge zu Kaplan Hans Naczenski in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... Unser neuer Kaplan [seit 8.9.1962] H.P. Naczenski brachte viel Schwung in die Kinder- und Jugendgruppen. ..."
  - "... Kaplan Naczenski wurde dann im August [6.8.1965] als Pastor nach Crivitz versetzt. ..."

45      AKKG, Einträge zu Kaplan Franz Josef Abel in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... 10.09.1959: Vertretung durch Herrn Kaplan Franz Josef Abel. ..."
  - "... Der neue Kaplan Franz Josef Abel kam am 1. September 1965. ..."
  - "... Ende September [1966] wurde Kaplan Abel versetzt, ..."

46    z.B. Prälat August Niemeyer am 9. März 1968, AKKG

47    AKKG, Einträge zu Pfarrer Hans Naczenski in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986:
  - "... Am 9. Mai 1968 wurde unser neuer Pastor Hans Naczenski durch Dechant Weidner aus Ribnitz in sein Amt eingeführt. ..."
  - "... Sein Silbernes Priesterjubiläum feierte unser Herr Pastor am 20. Dezember 1978. Die feierliche Messe mit dem Bischof war bereits am 17. Dezember 1978. ..."
  - "... Am 20. Dezember 1983 konnte unser Pfarrer sein 30. Priesterjubiläum in unserer Gemeinde feiern. ..."
  - "... ..."

48    schrieb rückblickend der Naibacher Pfarrer Hermann Josef Kirsch, der vom 5. bis 21. Juli 1991 in seinem Urlaub als Vertretung für den Pfarrer Naczenski (wegen seiner angeschlagenen Gesundheit brauchte er dringend Urlaub) bei uns war; unveröffentlicht, AKKG

49    aus: Naczenski, Hans. "Was es dort zu Hören gibt". Besinnung über biblische Texte zu den Sonntagen das Jahr hindurch, Taschenbuch Heidberg Verlag, 1999, S.182; ISBN 3-934776-00-0

50    AKKG, Einträge zu Kaplan Gerhard Bollweg in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Ende September [1968] wurde Kaplan Abel versetzt, für ihn kam Kaplan Bollweg zu uns. ..."
  - "... Im September [1971] wurde Kaplan Bollweg versetzt. Er wurde Jugendpastor in Teterow. ..."

51    AKKG, Einträge zu Kaplan Anton Beer in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Seinen [Kaplan Bollweg] Dienst trat dann [1971] Kaplan Toni Beer an. ..."
  - "... Im Mai 1975 wurde Kaplan Beer Pastor von Grevesmühlen. ..."

52    AKKG, Einträge zu Kaplan Bernhard Angrick in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Für ihn [Kaplan Beer] kam [1975] Kaplan Angrick nach Güstrow...."
  - "... Kaplan Angrick wurde [1977] nach Boizenburg versetzt. ..."

53    AKKG, Einträge zu Kaplan Ulrich Karsten in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Am 22.5.77 war Maiandacht mit Primizsegen des neugeweihten Priesters Ulrich Karsten, der als Kaplan in unsere Gemeinde gekommen ist. ..."
  - "... Der frühere Kaplan Ulrich Karsten war [1980] nach Rostock versetzt worden. ..."

54    AKKG, Einträge zu Kaplan Peter Schingen in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Am 1.9. [1980] bekamen wir einen neuen Kaplan. Der Kaplan Peter Schingen wurde aber auch als Administrator von Krakow eingesetzt, da Güstrow seelsorglich diese Gemeinde mit übernehmen mußte. ..."

55    AKKG, Einträge zu Pfarrer Pater Karl-Josef Meyer OP in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1987-dto.
  - "... ..."
  - "... ..."

56    AKKG, Einträge zu Bruder Heinrich Kempa OP in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1987-dto.
  - "... ..."
  - "... ..."

57    Auszug aus der Predigt des Provinzial Pater Johannes Bunnenberg OP amläßlich des Requiems von Bruder Heinrich am 12. Februar 2016 in der Klausener Wallfahrtskirche, AKKG

58    AKKG, Einträge zu Pfarrer und Pastor Ralph Sobania in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1987-dto.
  - "... ..."
  - "... ..."

59    AKKG, Einträge zu Pfarrer Tobias Sellenschlo in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1987-dto.
  - "... ..."

60    AKKG, Einträge zu Pastor Peter Temitope Amowe in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1987-dto.
  - "... ..."

61    Pius Kindermann (* 03.11.1903, Fugau, Kr. Schuckenau / Nordböhmen - † 18.02.1964, Dreilützow / Mecklenburg)
 - 03.11.1903, in Fugau (Sudeten) als Sohn des Steinmetzmeisters Pius Kindermann und Theresia (geb. Weise) geboren
 - er hatte noch mehrere Geschwister: Friedrich (* 25.04.1915, Fugau - † 20.07.1990, Schwerin) und Willibald (* 29.12.1909, Fugau - † 20.02.1980, Richtenberg)
 - 03.08.1946, Ankunft in Krakow am See
 - 01.07.1947, Messfeier in GUE [CB ==> Nr.176, GUE]
 - 1957, erlitt er einen ersten Schlaganfall, weitere folgten

62    Gerhard Hermann (* 05.06.1930, Ohlau / Schlesien - † 17.10.1993)

63    AKKG, Einträge zu Pastor Wilhelm Hohn in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Um diese Zeit [September 1962] wurde Kaplan Hohn Pastor in Krakow. Er hatte sich besonders um eine gute Ministrantenausbildung bemüht. ..."
  Einträge zu Pastor Wilhelm Hohn in der Chronik der Gemeinde Krakow am See
   MEHR zu ihm unter den Quellenangaben 42 bis 43

64    Einträge zu Pfarrer Josef Marquardt in der Chronik der Gemeinde Krakow am See

65    AKKG, Einträge zu Diakon Paul Kaiser in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Die Gemeindeleitung von Krakow hat [1984] Herr Diakon Kaiser inne der jeden zweiten Monat einen Abend in unserem Familienkreis hält. ..."
  Einträge zu Diakon Paul Kaiser in der Chronik der Gemeinde Krakow am See

66    AKKG, Einträge zu Diakon Siegfried Prey in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1987-dto.
  - "... ..."
  Einträge zu Diakon Siegfried Prey in der Chronik der Gemeinde Krakow am See

67    Schwester Christel Barkhoff (* 01.01.1891 - † 27.08.1945) war eigentlich keine Ordensfrau sondern Katechetin und Seelsorgehelferin in Tracht und wirkte vom 15.09.1925 bis zu ihrem Tod am 27.08.1945 sehr segensreich in der Güstrower Gemeinde.
Gleich im Anfang ihres Hierseins übernahm Schwester Christel die Betreuung der Hilfsbedürftigen in der Gemeinde. Schon 1927 wurden 7 Pflegekinder untergebracht, 5 Kindern eine Erholung ermöglicht, 7 Mädchen eine Stelle besorgt, 29 Kranke versorgt und 58 bedürftige Familien betreut. Im Jahre 1930 wurde eine Caritasgemeinschaft von 17 Mitgliedern und ein Caritasausschuß gebildet. Letzterem gehörten an: Pastor Hemesaat, der jeweilige Kaplan, die Gemeindehelferin Schwester Christel, Frau Schimmler, Frau Anna Mastaler, Frl. Flasspöhler [die Haushälterin des Pfarrers] und Herr Stawicki. Es gab sehr viel Not, besonders in den Jahren der Arbeitslosigkeit. Zu den von den Gemeindemitgliedern gespendeten Gaben der Caritas kamen reichliche Gaben des Bonifatiusvereins Paderborn und des Caritasverbandes Osnabrück hinzu, besonders an Kleidungsstücken und Lebensmitteln.
Im Jahre 1932 wurde der Caritasausschuß aufgefordert, bei dem großen Winterhilfswerk des deutschen Volkes mitzuarbeiten. Schwester Christel, Luise Mastaler, Helene Oleschinski, Anni Köster und Elfriede Neubecker beteiligten sich bei der Betreuung der bedürftigen Familien in der Stadt.
Im Jahre 1937 war die Caritas wieder mehr auf sich selbst angewiesen. Die Sammlungen wurden untersagt und die National Sozialistische Volkswohlfahrt (NSV) übernahm in der Hauptsache die Unterstützung der Bedürftigen. Von der kath. Gemeinde wurden aber weiterhin noch 314 Einzelpersonen versorgt, 1938 noch 83 bedürftige Familien (Kopfzahl 290) und bei der Kälte im Kriegswinter 1939 erhielten Milch und Kohlen sowie Geldunterstützung 62 Familien (1940 noch 49 Familien).
  AKKG, Einträge zu Sr. Christel Barkhoff in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Am 15. September 1925 wurde mit Genehmigung des hochwürdigsten Herrn Bischofs eine Gemeindehelferin, Schwester Christel Barkhoff, aus Essen angestellt. Dieselbe war während des Krieges als Krankenschwester im Felde gewesen, hatte anschließend in Freiburg ihre Ausbildung als Seelsorgehelferin erhalten und war dann 6 Jahre in der katholischen Diasporagemeinde in Stendal tätig gewesen. ..."
Der Bonifatiusverein hatte erkannt, dass gerade für die Diaspora die Tätigkeit einer Seelsorgehelferin für die Geistlichen wertvolle Hilfe bedeutete. Durch seine Vermittlung wurde Schwester Christel in Güstrow angestellt. Er bewilligte für die Dauer auch ⅔ ihres Gehaltes.
Die Aufgabe dieser Helferin war: Religionsunterricht zu erteilen, Küster- und Organistendienst zu versehen, die caritativen Aufgaben zu übernehmen, die Betreuung der Kinder, der weiblichen Jugend und in der Büroarbeit zu helfen.

  - "... Da im Pfarrhaus kein Platz mehr für die Helferin vorhanden, war, mietete sie am Mühlentor ein möbliertes Zimmer - das in einem kleinen, an der Mühle idyllisch gelegenen Hause - und in der Gemeinde kurz das "Mühlenhäuschen" genannt wurde. ..."
  - Da für außerkirchliche Versammlungen im Pfarrhaus gar kein Raum zur Verfügung stand, - der Kirchenchor, der Jünglingsverein und der dann bald gegründete Jungfrauenverein kamen schon im Arbeitszimmer des Pastors zusammen - versammelte sie in ihrem Zimmer (das trotz Petroleumlampe und schräger Wand sehr gemütlich war) eine Gruppe Kinder, in der Frohsinn, aber auch Apostolat geübt wurde. Da diese Kinder auch das katholische Sonntagsblatt "Leo" austrugen, wurden sie in der Gemeinde bald die "Leo-Kinder" genannt.
  - "... Als später im Pfarrhaus einige Räume frei wurden, bekam sie dort ein Zimmer; auch wurde ein Raum für die Vereine zur Verfügung gestellt. ..."
Sie war im Vorstand des am 14. Oktober 1925 gegründeten katholischen Jungfrauenvereins. Als am 20. November 1926 durch den Bischof in Güstrow die Marianische Jungfrauenkongregation unter dem Titel der "Unbefleckten Empfängnis Maria" und der Mitpatronin St. Agnes errichtet wurde, ernannte Pastor Hemesaat Schwester Christel zur Präfektin der Kongregation.
  - "... Auch machte Schwester Christel, mit den Jungen Mädchen verschiedentlich Touren in den Harz, die holsteinsche Schweiz usw., bis diese laut Verfügung [von der GESTAPO im Januar 1939] verboten wurde. ..."
In froher Erinnerung werden den Kindern auch die Pfingsttouren nach Ratzeburg bleiben, wo sie gastliche Aufnahme bei dem früheren Kaplan Tangen fanden (damals Pastor von Ratzeburg). Er zeigte den Kindern auch den herrlichen alten Dom und führte sie hinaus zum Ansveruskreuz.
  - Ein anderes Mal fuhr Schwester Christel mit den Kindern nach Lübeck-Kücknitz, wo sie im Pfarrhaus freundlichst aufgenommen wurden und anschließend nach Travemünde an die Ostsee fuhren. Später machten sie eine Tour nach "Maria Meeresstern" in Warnemünde, wo sie eine frohe Gemeinschaftsmesse mit dem früheren Kaplan von Güstrow - dem Pastor Bernhard Leffers - feierten.
  - "... Am 17. November 1937 nahm Schwester Christel mit einigen Mädchen an einer Tagung der Vorbereitungsgruppen auf die Katholische Aktion teil. Der Dekanatsbeauftragte, Pastor Hemesaat, sowie der Bezirkspräses, Pastor Steffek, leiteten die Tagung in Schwerin. ..."
  - "... Ihr 25jähriges Dienstjubiläum feierte Schwester Christel unter großer Anteilnahme der Gemeinde am 25.11 .1944. ..."
  - "... Am 2. Mai 1945 zogen die Sowjettruppen in Güstrow ein. Am 5. Mai mußte das Pfarrhaus für die Besatzungsmacht geräumt werden. Die Bewohner des Pfarrhauses kamen mit 29 anderen Personen im kleineren Saal des Pfarrheimes unter. Ein Teil der Möbel stand auf der Orgelempore in der Kirche. ..."
Durch die Flüchtlinge wurde die Gemeinde dann immer größer.
  - "... Schwester Christel, einige junge Mädchen und ein paar Frauen aus der Gemeinde betreuten die in Baracken untergebrachten Flüchtlinge. ..."
Sie brachten ihnen zu essen und schrubbten die Baracke sauber, da viele von den Flüchtlingen nicht mehr dazu in der Lage wahren. Besonders die Kinder wurden gewaschen und sauber gemacht. Auf dem Bauhof wurde ein katholischer Bahnhofsdienst eingerichtet. Für die Kranken wurde zeitweilig die Heilig-Geist-Schule und die Villa Maria als Hospital eingerichtet. Als Schwestern stellten sich auch einige katholische Mädchen zur Verfügung.
  - "... In dieser Schweren Zeit erkrankte Schwester Christel zuerst an Ruhr und dann an Typhus, woran sie dann am 27.8.1945 starb. Sie wurde unter großer Anteilnahme der Gemeinde am 31.8.1945 in Güstrow beerdigt. ..."

68    Auszüge aus der Chronik des Klosters Nette: http://www.kloster-nette.de

68a    Eintrag in der Chronik der katholischen Kirche Parchim Teil I-IV, Mastaler, Georg. Eigenverlag Parchim 2012
  - "... Am 9. November 1941 wurden Schwester Oberin Dorothea und Schwester Xaveria versetzt; als neue Oberin kam Schwester Helena, eine gewandte Organistin. Nunmehr übernahmen die Schwestern auch den Religionsunterricht auf vielen Außenstellen. ..."

68b    AKKG, Einträge zu Sr. M. Helena in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Am 15. Juli 1946 kamen die ersten Marienschwestern in die Gemeinde, Schwester Helena und Schwester Borgia. ..."
  - "... Am 29.4.52 wurde Schwester Helena nach Schwerin versetzt. Sie war 6 Jahre in unserer Gemeinde tätig. Für sie kam Schwester Ferdinande zu uns. ..."
  AKKG, Einträge zu Sr. M. Helena in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - "... Am 15. Juli 1946 mittags um 11.30 Uhr, trafen die ersten Schwestern [Sr.M. Helena und Sr.M. Borgia] hier ein. Sie wurden von der Hochw. Geistlichkeit Herrn Pastor Niemeyer und Herrn Kaplan Ulbrich vom Bahnhof abgeholt, in Begleitung von Büroangestellten Herrn Berhud, der das Gepäck der Schwestern mit dem Handwagen zur Grünenstraße 25, zum katholischen Pfarrheim schaffte.
Die Schwestern nahmen ihr Mittagsmahl am gemeinsamen Tisch im Pfarrhaus in der Besserstraße 1 ein.
Am Nachmittag wurde ihnen als Schwesternwohnung das kleine Zimmer im Pfarrheim angewiesen. Die notwendigen Einrichtungsgegenstände lieferte der Konvent St. Ursula in Graal Müritz. Die erste Einrichtung des Zimmers bestand aus zwei Betten, zwei Stühlen und einem kleinen Tisch.
Die Küche und die beiden großen Räume waren noch von Flüchtlingsfamilien bewohnt. Es war ihnen ein treubesorgtes Verhältnis untereinander, oft sorgten sie rührend mit für die Schwestern. ...
"
  - "... . Als einmal im kalten Winter eine Frau draußen vor der Kirchentür ihre trockene Schnitte aß, bot ihr die Schwester eine Tasse heißen Kaffee an. Aus Dankbarkeit schenkte die Frau den Schwestern einen Beutel Kartoffeln. Darüber waren sie soooo... glücklich, als wären es lauter Goldstücke. ..."
  - "... Zu den besonderen Wohltätern der neuen Schwestern gehörten besonders Frau Schimler aus der Rostockerstraße und Frau Didrichs aus der Grünenstraße. ..."
  - "... Schwester M. Helena übernahm die Arbeit der Seelsorghelferin, für die am 27.8.1945 verstorbene Schwester Christel ..."
  - "... Da das Grundstück Grünestraße 23/24 auch zur kath. Kirche gehörte, übergab das Wohnungsamt den Schwestern am 13.5.1949 ein Zimmer im 2. Stock bei Frau Dreyer. Es wurde als Schlafzimmer für 2 Schwestern eingerichtet. ..."

69    AKKG, Einträge zu Sr. M. Borgia in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Am 15. Juli 1946 kamen die ersten Marienschwestern in die Gemeinde, Schwester Helena und Schwester Borgia. ..."
  - "... Schwester Borgia widmete sich besonders der Kranken- und der Familienpflege. ..."
  - "... Der schmerzliche Abschied von Schwester Borgia, die nun 14 Jahre in Güstrow tätig war, mußte im April 1960 genommen werden. ..."
  AKKG, Einträge zu Sr. M. Borgia in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - "... Am 15. Juli 1946 mittags um 11.30 Uhr, trafen die ersten Schwestern [Sr.M. Helena und Sr.M. Borgia] hier ein. Sie wurden von der Hochw. Geistlichkeit Herrn Pastor Niemeyer und Herrn Kaplan Ulbrich vom Bahnhof abgeholt, in Begleitung von Büroangestellten Herrn Berhud, der das Gepäck der Schwestern mit dem Handwagen zur Grünenstraße 25, zum katholischen Pfarrheim schaffte.
Die Schwestern nahmen ihr Mittagsmahl am gemeinsamen Tisch im Pfarrhaus in der Besserstraße 1 ein.
Am Nachmittag wurde ihnen als Schwesternwohnung das kleine Zimmer im Pfarrheim angewiesen. Die notwendigen Einrichtungsgegenstände lieferte der Konvent St. Ursula in Graal Müritz. Die erste Einrichtung des Zimmers bestand aus zwei Betten, zwei Stühlen und einem kleinen Tisch.
Die Küche und die beiden großen Räume waren noch von Flüchtlingsfamilien bewohnt. Es war ihnen ein treubesorgtes Verhältnis untereinander, oft sorgten sie rührend mit für die Schwestern. ...
"
  - "... . Als einmal im kalten Winter eine Frau draußen vor der Kirchentür ihre trockene Schnitte aß, bot ihr die Schwester eine Tasse heißen Kaffee an. Aus Dankbarkeit schenkte die Frau den Schwestern einen Beutel Kartoffeln. Darüber waren sie soooo... glücklich, als wären es lauter Goldstücke. ..."
  - "... Zu den besonderen Wohltätern der neuen Schwestern gehörten besonders Frau Schimler aus der Rostockerstraße und Frau Didrichs aus der Grünenstraße. ..."
  - "... Schwester Maria Borgia übernahm die Krankenpflege in der Stadt Güstrow. ..."
  - "... Da das Grundstück Grünestraße 23/24 auch zur kath. Kirche gehörte, übergab das Wohnungsamt den Schwestern am 13.5.1949 ein Zimmer im 2. Stock bei Frau Dreyer. Es wurde als Schlafzimmer für 2 Schwestern eingerichtet. ..."
  Einträge in der Chronik der katholischen Kirche Parchim Teil I-IV, Mastaler, Georg. Eigenverlag Parchim 2012
  - "... Gegenwärtig [1975] sind folgende Schwestern hier [in PCH]: 1.Oberin Sr. Laeta, 2. Seelsorgehelferin Sr. Michaelis, 3. Krankenschwester Sr. Borgia, 4. Büro Sr.Pankratia, 5. Betreuerin des Altersheimes Sr. Rudolfine, 6. Waschküche Sr. Christiana, 7. Rentnerin Sr. Clementia. ..."
  - "... Am 21.4.1985 war Schwester Borgia, unsere Krankenschwester, 25 Jahre in Parchim. Beide Jubiläen, das 60-jährige aller Schwestern und das 25-jährige von Schwester Borgia haben wir am 21.4. mit einem Gemeindefest gefeiert. Nur leider war die Krankenschwester an diesem Tage selbst krank. ..."
  - "... Goldenes Ordensjubiläum konnte Schwester M. Borgia [im November 1989 in Parchim] feiern. ..."
  - "... Am 23. Februar 1993 wurde Schwester M. Borgia 80 Jahre alt. Immer noch ist sie unterwegs auf Hausbesuche bei kranken Gemeindemitgliedern und im Krankenhaus bei allen, die uns dort als katholisch gemeldet werden. ..."
  - 1994: "... Schwester Borgia, die jahrzehntelang diese Aufgaben wahrgenommen hat und zu einer Institution in Parchim geworden ist, kann das aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht mehr. ..."
  - "... Am 1.9.1999 feiert Schwester M. Borgia ihr Diamantenes Ordensjubiläum. Weihbischof Werbs feiert das Festhochamt. ..."

70    AKKG, Einträge zu Sr. M. Katharina in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Am 1.6.1949 kam Schwester Katharina als dritte Ordensschwester zu uns. ..."
  - "... 26.9.1953: Unsere Oberin Schwester Katharina wird nach Neubrandenburg versetzt. Schwester Rosa trifft ein. ..."
  AKKG, Einträge zu Sr. M. Katharina in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - "... Am 25.5.1949 kam die dritte Schwester Sr. M. Catharina als Oberin. Sie übernahm die Hauswirtschaft, und ein Teil des Religionsunterrichtes in Heilmannhöhe (von 1951) und Lüssow bis 1953. ..."
Nach einjährigem Kampf mit dem Wohnungsamt wurden für die 3 Schwestern am 3.12.1949 zwei weitere Zimmer und eine kleine Küche im Haus Grünestraße 23/24 freigegeben. Das kleine Zimmer war das Refektorium der Schwestern. Das größere wurde geteilt zwischen Sprechzimmer und einem Schlafzimmer für eine Schwester.
  - "... Bis 1957 verlief die Arbeit in der gewohnten Ordnung außer einigen Änderungen im Schwesternkonvent. ..."

71    AKKG, Eintrag zu Sr. M. Josefa [1] in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde von 1949 bis 1951 geführt und auch durch ältere Gemeindemitglieder bestätigt, allerdings ist diese Angabe nicht eindeutig.
  - Sie war eine beliebte Schwester in Güstrow und kümmerte sich i.a. auch um Kinder und Jugendliche.
  - "... 26.6.1951 - Beerdigung von Schwester Josefa in Schwerin. ..."
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Josefa [1] in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!
  - "... Bis 1957 verlief die Arbeit in der gewohnten Ordnung außer einigen Änderungen im Schwesternkonvent. ..."

72a    "... Seit 1947 existiert in der Stadt Ludwigslust ein Katholischer Kindergarten. Anfangs sammelte Sr. M. Ferdinande von den Missionsschwestern vom Heiligen Namen Mariens einige Kinder um sich. Ohne Möbel, Spiele oder Beschäftigungsmaterialien betreute sie die Kinder im jetzigen Gemeindehaus der Pfarrgemeinde St. Helena, Schlossfreiheit 9 in Ludwigslust. ..." [http://www.montessori-kinderhäuser-lwlundngl.de/seite/257584/geschichte.html]

72b    AKKG, Einträge zu Sr. M. Ferdinande in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Am 29.4.52 wurde Schwester Helena nach Schwerin versetzt. Sie war 6 Jahre in unserer Gemeinde tätig. Für sie kam Schwester Ferdinande zu uns. ..."
  - "... Schwester Ferdinande übernahm seit 1953 den Religionsunterricht der Kinder bis zur Erstkommunion und führte die "Fröhliche Herrgottsstunde" für die Kleinsten ein, die sich sehr segensreich auswirkte. ..."
  - "... Schwester Ferdinande konnte am 29.4.77 ihr 25jähriges Ortsjubiläum in Güstrow feiern. Wir sind ihr für ihre Arbeit sehr dankbar. Sie zeichnet sich besonders durch den aparten Blumenschmuck in der Kirche aus. ..."
  - "... Ende November 1985 wurde unsere Schwester Ferdinande aus Altersgründen nach Neubrandenburg versetzt. Sie war ein halbes Menschenalter in unserer Gemeinde tätig und hat eine ganze Generation aufwachsen sehen. Sie hat all die Jahre die Kommunionkinder betreut und ihnen den Glauben vermittelt und sie darin gestärkt. Wir danken ihr sehr für Ihre Arbeit. ..."
  - "... Am 13. April 1986 feierte Schwester Ferdinande in Neubrandenburg, die fast 35 Jahre in Güstrow tätig war, ihr Goldenes Ordensjubiläum. Vertreter des Pfarrgemeinderates und auch noch mehrere Gläubige fuhren zu dieser Feier, um ihr zu danken. ..."
  - "... Am 13. April 2001 feierte sie in Meppen ihr Diamantenes Ordensjubiläum. Pfarrer Sobania, Vertreter des Pfarrgemeinderates und auch weitere Gemeindemitglieder fuhren dahin, um mit ihr diesen Tag zu feiern. ..."
Schwester M. Pankratia (geb. Wischemeyer) war eine leibliche Schwester von Sr. M. Ferdinande und feierte am 28. März 1979 ihr Goldenes Ordensjubiläum in Parchim. Am Tage zuvor hatte sie sich den rechten Arm gebrochen - sie war im Nikolausstift unglücklich über eine kleine Schwelle gestolpert. Das Dankhochamt hielt Pastor Schubert in Konzelebration mit Pastor Stankiewicz aus Lübz, weil er Confessarius (= Beichtvater) der Schwestern von PCH war, und mit Prälat Kindermann aus Schwerin (Referent für Orden) und Pater Beschorner, dem Rektor des Hauses [Mastaler, Georg. Chronik der katholischen Kirche Parchim Teil III, 1945-1990, Eigenverlag Parchim 2012].
  AKKG, Einträge zu Sr. M. Ferdinande in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - "... Im Frühjahr 1968 begann man mit Betreuung der vorschulpflichtigen Kinder einmal in der Woche [durch Sr. M. Ferdinande]. Es waren Kinder von 4-6 Jahren. ..."
Am 1.4.1959 wurde die neue Schwesternwohnung in der Grünen Straße fertig und dem hl. Josef geweiht. Seitdem bewohnten die Schwestern die ganze untere Etage im Haus Nr. 23-24. Damit fiel auch wieder die Wand im Sprechzimmer weg, und die alte Küche wurde zum neuen Badezimmer.
  - "... So wurde am 1. September 1977 die dritte Schwester [Sr. M. Ewalda] versetzt, und der Schwesternkonvent hatte nun mehr 2 Schwestern [Sr. M. Ferdinande und Sr. M. Julitta]. ..."
  - "... Am 18.10.1977 wurde der erste Stein [beim Bau des neuen Pfarr- und Schwesternhauses] gesetzt. Am 01.11. wurde die Gedenktafel mit der Aufschrift 1977 an der Straßenfront eingemauert. Es wurde eine Urkunde aufgestellt und unterschrieben von den Bauleuten, von Herrn Pastor, Herr Kaplan und Kirchenvorstand und zwei Laien aus der Gemeinde, beigelegt wurde eine Ostmark und Westmark, eine Muttergottesmedaille, ein Foto von Herrn Pastor und der damaligen Oberin der Schwestern (Sr. M. Ferdinande). ..."
  - "... Im November 1985 wird Sr. M. Ferdinande nach 33-jähriger Tätigkeit in Güstrow nach Neubrandenburg versetzt. ..."

73a    AKKG, Eintrag zu Sr. M. Josefa [2] in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - "... Schwester Maria Josefa hielt [1953] religiöse Mütterkurse in der Stadt und auf dem Land. ..."

73b    AKKG, Einträge zu Sr. M. Josefa [2] in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde geführt und auch durch ältere Gemeindemitglieder bestätigt, allerdings OHNE eine genaue Zeitdauer.
  - "... Schwester Josefa und einige Mädchen bastelten [Ostern 1969] für die Altennachmittage Geschenke für die alten Leute. ..."
  - Sie war noch am 17.09.1989 als Gast in Güstrow, anläßlich des 60jährigen Patronatfestes der katholischen Kirche.
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Josefa [2] in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!
  - "... Bis 1957 verlief die Arbeit in der gewohnten Ordnung außer einigen Änderungen im Schwesternkonvent. ..."

74    AKKG, Eintrag zu Sr. M. Rosa in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde vom 26.09.1953 bis 20.04.1954 geführt.
  - "... 26.9.1953 - Unsere Oberin Schwester Katharina wird nach Neubrandenburg versetzt. Schwester Rosa trifft ein. ..."
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Rosa in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!
  - "... Bis 1957 verlief die Arbeit in der gewohnten Ordnung außer einigen Änderungen im Schwesternkonvent. ..."

75    AKKG, Eintrag zu Sr. M. Angelika in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde vom 20.04.1954 bis 1956 geführt und auch durch ältere Gemeindemitglieder bestätigt.
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Angelika in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!
  - "... Bis 1957 verlief die Arbeit in der gewohnten Ordnung außer einigen Änderungen im Schwesternkonvent. ..."

76    AKKG, Einträge zu Sr. M. Donatis in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde von bis zum 15.4.1966 geführt. Nach Güstrow gekommen ist sie wsl. 1953 [spätestens 1957].
  - "... Wir mußten auch [am 15. April 1966] von Schwester Donatis Abschied nehmen, die nach Graal-Müritz versetzt wurde. Die neue Oberin hieß Schwester Thaddäa. ...", vgl. a. AKKG, Bemerkenswerte Ereignisse aus dem kirchlichen Leben der Pfarrgemeinde Güstrow im Jahre 1966
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Donatis in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!

77    AKKG, Einträge zu Sr. M. Thaddäa in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde vom 15.4.1966 bis 1969 geführt.
  - "... Wir mußten auch [am 15. April 1966] von Schwester Donatis Abschied nehmen, die nach Graal-Müritz versetzt wurde. Die neue Oberin hieß Schwester Thaddäa. ..."
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Thaddäa in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!

78    AKKG, Einträge zu Sr. M. Eugenie in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde geführt und auch durch ältere Gemeindemitglieder bestätigt, allerdings OHNE eine genaue Zeitangabe. Darstellungen legen es aber nahe das sie um 1968 in Güstrow war.
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Eugenie in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!

79    AKKG, Eintrag zu Sr. M. Lutgarda in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde geführt und auch durch ältere Gemeindemitglieder bestätigt, allerdings OHNE eine genaue Zeitangabe.
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Lutgarda in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!
  - "... Bis 1957 verlief die Arbeit in der gewohnten Ordnung außer einigen Änderungen im Schwesternkonvent. ..."

80    AKKG, Einträge zu Sr. M. Scholastika in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde von 1960 bis 1962 geführt und auch durch ältere Gemeindemitglieder bestätigt.
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Scholastika in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!

81    AKKG, Eintrag zu Sr. M. Gerburga in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde geführt und auch durch ältere Gemeindemitglieder bestätigt, allerdings OHNE eine genaue Zeitangabe.
  - im April 2005 feierte sie ihr Goldenes Ordensjubiläum im Mutterhaus Kloster Nette in Osnabrück-Haste

  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Gerburga in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!

82    AKKG, Einträge zu Sr. M. Clementia in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde zwischen 1968 und 1975 geführt und auch durch ältere Gemeindemitglieder bestätigt, allerdings OHNE eine genaue Zeitangabe.
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Clementia in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!
  Einträge in der Chronik der katholischen Kirche Parchim Teil I-IV, Mastaler, Georg. Eigenverlag Parchim 2012
  - "... Gegenwärtig [1975] sind folgende Schwestern hier [in PCH]: 1.Oberin Sr. Laeta, 2. Seelsorgehelferin Sr. Michaelis, 3. Krankenschwester Sr. Borgia, 4. Büro Sr. Pankratia, 5. Betreuerin des Altersheimes Sr. Rudolfine, 6. Waschküche Sr. Christiana, 7. Rentnerin Sr. Clementia. ..."
  - "... Am 3. September 1991 haben wir mit Schw. M. Clementia ihr diamantenes Ordensjubiläum gefeiert. ..."
  - "... Am 4. Januar 1993 wurde Schw. M. Clementia 90 Jahre alt. ..."

83    AKKG, Einträge zu Sr. M. Ewalda in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde zwei Mal aufgeführt: 1.) 1957 bis 29.04.1964 und 2.) 1968 - 01.09.1977.
  - Sie war eine fleiße Ordensschwester, war für die Hauswirtschaft zuständig und war kochte auch sehr gern.
  - "... Im April 1964 wurde Schwester Ewalda nach Neukalen versetzt, ..."
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Ewalda in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!
  - "... So wurde am 1. September 1977 die dritte Schwester [Sr.M. Ewalda] versetzt, und der Schwesternkonvent hatte nun mehr 2 Schwestern [Sr.M. Ferdinande und Sr.M. Julitta]. ..."

84    AKKG, Einträge zu Sr. M. Ehrentrud in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde vom 29.04.1964 bis 1968 geführt.
  - "... Im April 1964 ..., und die neue Schwester Ehrentrud wurde unsere Organistin. ..."
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Ehrentrud in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - "... Im April des Jahres 1964 übernahmen die Schwestern [Sr. M. Ehrentrud] den Organistendienst hier in der Kirche. ..."

85    AKKG, Einträge zu Sr. M. Julitta in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde von (vor) 1977 bis zum 09.11.1981 geführt.
  - "... Schwester M. Julitta, und Fräulein Maria Schätzel hatten [1977] wunderschön verzierte Kerzen angefertigt, die den Rentnern geschenkt wurden. ..."
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Julitta in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!
  - "... So wurde am 1. September 1977 die dritte Schwester [Sr.M. Ewalda] versetzt, und der Schwesternkonvent hatte nun mehr 2 Schwestern [Sr.M. Ferdinande und Sr.M. Julitta]. ..."

86    AKKG, Einträge zu Sr. M. Edelgard in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde von 1981 bis zum 01.07.1986 geführt.
  - "... Für die großen Rentnerfeiern zu Ostern und Weihnachten [1984] sorgt vor allem Schwester Edelgard. ..."
  AKKG, Einträge zu Sr. M. Edelgard in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - "... Im Herbst 1982 bot Berlin, Pappelallee, ein Fernstudium für Alten- und Krankenpflege (2 Jahre). Eine Schwester [Sr.M. Edelgard] nahm daran teil. Es schloß im Juni 1984 mit einer Prüfung ab. ..."
  - "... Am 01. Juli 1986 wird Sr. M. Edelgard nach Neukalen versetzt. ..."

87    AKKG, Einträge zu Sr. M. Hildeburg in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde von 1980 bis zum 01.09.1989 geführt.
  - Im Jahr 1993 hat Sie den Orden verlassen.
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Hildeburg in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - "... Am 01.09.1989, nach neun Jahren wird Sr. M. Hildeburg durch Sr. M. Regulinde abgelöst. ..."

88    AKKG, Einträge zu Sr. M. Emanuela in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde drei Mal aufgeführt: 1.) 1979 bis 1980; 2.) 01.07.1986 bis 1989 und 3.) Oktober 2015 bis 30.04.2017.
  - "... Am 1. Juli 1986 kam Schwester Emanuela wieder zu uns nach Güstrow. ..."
  - "... Am 5. April 2018 feierte sie mit ihren Mitschwestern, Weihbischof Eberlein und Pfarrer Sellenschlo 50 Jahre Profess in Wallenhorst. ..."
  AKKG, Einträge zu Sr. M. Emanuela in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - "... Am 01. Juli 1986 ... Wir bekommen Sr. M. Emanuela. Für den Dienst der Altenpflegerin (teilweise) und für den Küsterdienst ab 01.10.1986. ..."
  - "... Im November 1988 hilft Sr. M. Emanuela 2 Wochen in Berlin-Karlshorst aus bei der Betreuung der älteren Menschen. ..."
  - "... In diese Zeit, und zwar im Advent 1990, fällt das 1. Schülerkonzert der Musikschule Güstrow in unserer Kirche. Unser Pastor war darum gebeten worden. Eine Woche lang übte jeden Tag eine Gruppe auf ihren Instrumenten bis zur Generalprobe. Da konnte unsere Küsterin Sr. M. Emanuela, oft die Kirchentür aufschließen gehen. ..."

89    AKKG, Eintrag zu Sr. M. Regulinde in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde vom 01.09.1989 bis 1997 geführt.
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Regulinde in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - "... Am 01.09.1989, nach neun Jahren wird Sr. M. Hildeburg durch Sr. M. Regulinde abgelöst. Sie übernimmt die leitende Funktion und Hauswirtschaft. ..."

90    AKKG, Einträge zu Sr. M. Oswalda in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde vom 01.12.1985 bis 1997 geführt.
  - "... Für sie [Sr.M. Ferdinande] haben wir [im November 1985] Schwester Oswalda bekommen, die gleich tatkräftig ihre Aufgaben übernommen hat. ..."
  - Das Aufgabengebiet von Schwester Oswalda - einer gelernten Gemeindereferentin - war vielfätig und sie legte oft weite Wege zu Fuß zurück. Sie erledigte viele Hausbesuche, gab Religionsunterricht und half beim Orgelspielen aus. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus Afrika sorgten bei den Kindern manchmal für offene Münder. Unermüdlich und fleißig wirkte sie im verborgenen.
  - "... Sr. M. Oswalda wurde 1997 nach Parchim versetzt. ..."
  AKKG, Einträge zu Sr. M. Oswalda in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.I (1946-1992)
  - "... Sr. M. Oswalda kommt im November 1985 zu uns. Sie übernimmt den Religionsunterricht von Sr. Ferdinande und gelegentlich den Organistendienst an Werktagen und auf Außenstation. ..."
  - "... [1986] Sr. M. Oswalda übernimmt die Altenbesuche in der Südstadt. ..."
  - "... Von März 1988 bis zum Schluss des Schuljahres half Sr. M. Oswalda in der Gemeinde Bützow auf Bitten des Weihbischofs im Religionsunterricht mit aus. ..."
  - 2003 feierte sie in Parchim noch ihr Goldenes Ordensjubiläum [am 4. Mai 2003 mit 12 Mitschwestern im Mutterhaus Kloster Nette in Osnabrück-Haste]
  - "... Sr. M. Oswalda verstarb am 29. März 2006 im katholischen Altenheim St. Nikolaus Parchim ..." und wurde am 5. April 2006 durch Pfarrer G. Mastaler dort auch beerdigt.

91a    "... Die Leitung des Hauses haben die beiden Mitbrüder P. Christian Geisler und Br. Franz Gabriel sowie die beiden 'Missionsschwestern vom hl. Namen Mariens' Sr. M. Matthia Palm und Sr. M. Hiltrudis Menke. ..." [http://www.con-spiration.de/syre/files/exerzitienhaus-berlin-biesdorf.html]

91b    AKKG, Eintrag zu Sr. M. Hiltrudis in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde vom 30.06.1997 bis zum 30.04.2017 geführt.
  - Schwester M. Hiltrudis kam im Juni 1997 als neue Oberin nach Güstrow (vorher im Exerzitienhaus der Jesuiten in Berlin-Biesdorf ab 23. Februar 1991). Ihr Tätigkeitsfeld war die Hauswirtschaft, Alten- und Krankenbesuche und sorgte für das leibliche Wohl der Bewohner des Pfarr- und Schwesternhauses.
  - Schwester M. Hiltrudis wurde zum 30. April 2017 in den Schwesternkonvent nach Marl versetzt
  AKKG, Eintrag zu Sr. M. Hiltrudis in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow Bd.II (1995-1997)
  - KEINE Namentliche Erwähnung in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow!

92    AKKG, Eintrag zu Sr. M. Veritas in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde vom 2002 bis zum 30.09.2005 geführt.
  - Schwester M. Veritas kam 2002 als Schwester in Ruhe nach Güstrow. Sie übernahm den Sakristei- und Küsterdienst, half beim Blumenschmuck der Kirche und kümmerte sich um die Kirchenwäsche.
  - Schwester M. Veritas wurde zum 30. September 2005 in den Schwesternkonvent nach Nette versetzt

93    AKKG, Einträge zu Sr. M. Irmhild in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde vom 15.01.2007 bis zum 18.09.2011 geführt.
  - "... Schwester M. Irmhild kam am 15. Januar 2007 als Schwester in Ruhe nach Güstrow. ..."
  - In den vier Güstrower Jahren sorgte sie liebevoll für den Blumenschmuck in der Kirche, machte noch einen Lehrgang, damit sie auch den Küsterdienst versehen konnte und kümmerte sich um Sakristei und Kirchenwäsche. Ihre bescheidene und immer fröhliche Art hat sie schnell die Herzen der Gemeinde erobern lassen und machte ihre Versetzung umso schmerzhafter. Da Sr. M. Irmhild eine gelernte Erzieherin war und aus der Kinderseelsorge kam, zeigte sie auch hier viel Einsatz und war auch bei den Kindern sehr beliebt.
  - "... Schwester M. Irmhild wurde zum 18. September 2011 in den Schwesternkonvent nach Neubrandenburg versetzt. ..."

94    AKKG, Einträge zu Sr. M. Laeta in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde vom 02.10.2011 bis zum 04.10.2015 geführt.
  - Schwester M. Laeta kam am 2. Oktober 2011 nach Güstrow zu ihrer hier lebenden leiblichen Schwester Sr. M. Hiltrudis. Nachdem sie viele Jahre Obererin und Leiterin des Alten- und Pflegeheimes St. Nikolaus in Parchim war, genoss sie hier nun ihre Freiheit. Sie übernahm den Sakristei- und Küsterdienst und sorgte immer f&uur; einen schönen Blumenschmuck in der Kirche. Nach der Ankunft von Schwester Luziane im Sommer 2012 wurde sie von dieser beim Küstern unterstützt und konnte sich um so intensiver um den Blumenschmuck der Kirche kümmern.
  - Am 4. Oktober 2015 wurde sie in den Ruhestand nach Meppen verabschiedet, da es ihr immer schwerer fiel die Treppen in die Klausur zu gehen. Die Gemeinde hat es sehr bedauert sie zu verlieren.
  Einträge in der Chronik der katholischen Kirche Parchim Teil I-IV, Mastaler, Georg. Eigenverlag Parchim 2012
  - "... Gegenwärtig [1975] sind folgende Schwestern hier [in PCH]: 1.Oberin Sr. Laeta, 2. Seelsorgehelferin Sr. Michaelis, 3. Krankenschwester Sr. Borgia, 4. Büro Sr.Pankratia, 5. Betreuerin des Altersheimes Sr. Rudolfine, 6. Waschküche Sr. Christiana, 7. Rentnerin Sr. Clementia. ..."
  - "... Am 1.4.1979 erfolgte im Schwesternkonvent der Oberinnenwechsel ... Schwester M. Pankratias Amtszeit als Oberin war abgelaufen mit Wirkung vom 1. April d. Jahres Schwester M. Laeta hat ihre Aufgabe wieder übernommen und wurde als Oberin des dortigen Konventes ernannt. ..."
  - "... Am 1. April 1982 hatten Schwester M. Laeta Mencke und Schwester Generosa ihr Silbernes Ordensjubiläum. ..."
  - "... Am Tage vor dem Tod von Pfarrer Schubert [28.10.1982 in PCH] war Pfarrer Hubert Stankiewicz in das neuerbaute Pensionärshaus eingezogen. Er war langjähriger Seelsorger der Gemeinde Lübz gewesen. Ihn beauftragte der Bischof für die Zeit der Vakanz zum Administrator der Gemeinde und mit der Vorbereitung der Beerdigung des Verstorbenen. Zur Seite standen ihm bei dieser schweren Aufgabe Schwester Laeta und Spiritual Klaus Weyers aus dem Priesterseminar Neuzelle, der priesterliche Freund des Verstorbenen. ..."
  - 1970 bis 31.12.2000: "... Schwester Laeta, die Leiterin des Alten- und Pflegeheimes St. Nikolaus Parchim ..."
  - "... Am 30.9.1999 erfährt Schwester M. Laeta eine ungeahnte Würdigung durch die Stadt Parchim - ihr Name wird im Goldenen Buch der Stadt vermerkt. ..."

95    AKKG, Einträge zu Sr. M. Luziane in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Ihr Name wird in der Schwesternliste der Gemeinde vom 01.07.2012 bis zum 04.10.2015 geführt.
  - "...Schwester M. Luziane kam am 1. Juli 2012 aus Parchim zu uns nach Güstrow. ..."
  - Als gelernte Gemeindereferentin und Seelsorgehelferin war sie oft unterwegs, kümmerte sie sich um Alte und kranke Gemeindemitglieder und unterstützte Sr. M. Laeta beim Sakristeidienst.
  - Schwester M. Luziane wurde zum 4. Oktober 2015 in den Schwesternkonvent nach Neubrandenburg versetzt
  Einträge in der Chronik der katholischen Kirche Parchim Teil I-IV, Mastaler, Georg. Eigenverlag Parchim 2012
  - "... Dann am 1.9.1986 wurde Schwester Mainharda, unsere Seelsorgehelferin, nach Boizenburg versetzt. Schwester Luziane aus Hagenow übernahm ihre Stelle. ..."
  - "... Am 31. März 1990 feierte Schw. M. Luziane ihr Silbernes Ordensjubiläum. Sie ist bei uns seit 4 Jahren als Seelsorgehelferin eingesetzt, seit kurzer Zeit versieht sie auch den Sakristeidienst. ..."


96    Sr. Hiltrudis (geb. Elisabeth Passehl, * 19.03.1921, Güstrow - † 23.07.1988, Herten / Westerholt)
  - "... Am 15. Juli 1946 kamen die ersten Marienschwestern in die Gemeinde, ... Einen Tag später legte die erste Ordensschwester aus unserer Gemeinde in Heiligenstadt ihr Ordensgelübde ab, Elisabeth Passehl. ..." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]

97a    Peter Kegebein SJ (* 19.12.1924, Güstrow - † 31.07.2018, Berlin-Kladow)
  - "Am 25. Juli 1953 wurde der erste Priester aus unserer Gemeinde, Peter Kegebein, in 0snabrück geweiht. Seine Primitz feierte er am 16.8.53 in Güstrow." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
  - "... Im September 1962 trat Kaplan Peter Kegebein in den Jesuitenorden ein. ..." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
  - "Durch Anregung von Pater Kegebein wurden nun bei uns [1969] die Hauskirchenkreise gegründet. Es bestand auch ein Glaubenskreis für nichtkatholische Christen." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
  - "Am 19.6.1970 war ein Bildungsnachmittag für die Männer. Er wurde von Pater Kegebein gehalten und hatte das Thema: "Baustelle Himmel"." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
  - "Ein Glaubensgespräch für Frauen mit dem Thema: "Kommende Welt", war am 27.9.1970 mit Pater Kegebein." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
  - "P.Kegebein / Kaplan in L`lust / Osnabrück / 26.08.1955; Erster Eintrag einer Messfeier in Güstrow als Kaplan von Ludwigslust [lt. Eintrag Nr. 397 im Celebrationsbuch der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1924-2003]; bis zum 17.07.1968 [Nr.536] folgen noch 20 weitere Einträge dort [unter Pfr. H.Naczenski (1968-1994) nahmen die Einträge im Celebrationsbuch rapide ab, er legte wohl keinen großen Wert mehr darauf]

97b    Gründung eines Familienkreises für Junge Ehepaare durch Pater Kegebein in Güstrow; Die Treffen fanden Anfangs im Geburtshaus von P. Kegebein am Domplatz 2 statt (heute Caritas Wohnheim "Bischof Hubrich Haus" für geistig behinderte Erwachsene). Das Haus mit wunderschönen Grundstück, Garten und Obstwiese war das ehemalige Wohnhaus und Atelier des Architekten Adolf Kegebein (* 1894 - † 1987). Nach dem Tod des Vaters vermachte Pater Kegebein das Haus der Caritas zur sozialen Nutzung.
"... Der 1. Familienkreis wurde in den Jahren 1973/74 ins Leben gerufen. Zunächst trafen wir uns im Familienhaus von Pater Kegebein und kamen einmal monatlich zu einem besinnlichen Thema zusammen. Als Pater Kegebein aber nicht mehr am Ort war, fanden diese Zusammenkünfte abwechselnd einmal monatlich in einer Familie statt. Es waren sehr schöne gemeinsame Runden. Nach dem Thema saßen wir beisammen und feierten auch mal. Nach und nach kamen immer mehr Ehepaare hinzu, so dass die Wohnungen zu klein wurden, und so verlegten wir diesen Familienkreis generell ins Pfarrheim. Als Gesprächspartner wurde abwechselnd unser Pastor Naczenski und der Diakon Herr Kaiser aus Krakow eingeladen. Es kam auch schon mal auf Einladung der Jugendpfarrer aus Teterow hinzu. Vor 30 Jahren waren wir der Kreis der Jungen Familien. Es wurden unsere Kinder geboren, und trotzdem haben wir sehr viel unternommen. Ausflüge wurden organisiert, im Sommer gab es spontan ein Picknick irgendwo am See, und war das Wetter dann zu schlecht, zogen wir ins Pfarrheim. Es gab auch ein Familienwochenende in Rerik mit Pfarrer Gollnick oder ein Ausflug nach Rostock zum Pfarrer Karsten, der bei uns Kaplan war. Auf unseren Familienkreis war immer Verlaß. Alle Aktivitäten wurden gemeinsam abgenommen und durchgeführt. Zwischenzeitlich sind Familien weggezogen, wir sind aber immer noch 11. Ehepaare: A., B., E., G., H., L., M., P., SH., T., S. - und das ist Schön!" [AKKG, 2004, Verfasser unbekannt]; Dieser Familienkreis besteht noch heute (2019) und trifft sich immer noch einmal monatlich.

98    Claus Schmitz (* 13.01.1938, Güstrow)
  - "... Am 2. Dezember 1964 war das erste Mal Priesterweihe in Güstrow. Claus Schmitz aus Rostock und Kurt Ziegler aus Neustrelitz wurden vom Weihbischof Schräder zum Priester geweiht. Es wurden auch drei Diakone geweiht. ..." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]

99    Horst Hanusch (* 24.12.1938, Tetschen - † 13.01.2008, Dömitz)
  - "... 01.02.1965: Eintritt von Theol. Horst Hanusch in das Priesterseminar auf der Hysburg ...<" [AKKG: Bemerkenswerte Ereignisse aus dem kirchlichen Leben der Pfarrgemeinde Güstrow im Jahre 1965]
  - "... Am 17. Dezember 1966 wurde der 2. Priester aus unserer Gemeinde, Horst Hanusch, vom Weihbischof Dr. Schräder in Güstrow geweiht. ..." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
  - "... 18.12.1966: Primiz des Neupriesters (Geschenk der Gemeinde, 1 Kelch) ...<" [AKKG: Bemerkenswerte Ereignisse aus dem kirchlichen Leben der Pfarrgemeinde Güstrow im Jahre 1966]
  - "... 24.12.1966: Heiligabend, Christmette als Levitenamt mit Diakon Krüger und Subdiakon Hanusch ...<" [AKKG: Bemerkenswerte Ereignisse aus dem kirchlichen Leben der Pfarrgemeinde Güstrow im Jahre 1966]
  - "... 07.01.1967: Horst Hanusch aus unserer Gemeinde tritt seine erste Stelle in Ribnitz als Kaplan an ...<" [AKKG: Bemerkenswerte Ereignisse aus dem kirchlichen Leben der Pfarrgemeinde Güstrow im Jahre 1967]

100-1    Christian Krüger (* 07.05.1936 - † 12.08.1997, Wismar)
  - "... 24.12.1966: Heiligabend, Christmette als Levitenamt mit Diakon Krüger und Subdiakon Hanusch ...<" [AKKG: Bemerkenswerte Ereignisse aus dem kirchlichen Leben der Pfarrgemeinde Güstrow im Jahre 1966]
  - "... Am 1.7.1967 war in Wismar die Priesterweihe von Christian Krüger, der auch aus unserer Gemeinde kommt. Seine Primitz feierte er am 2.7. bei uns. Er bekam von unserer Gemeinde eine Opferschale geschenkt. ..." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
  - "... 01.07.1967: Priesterweihe in Wismar. Der Diakon Christian Krüger aus Güstrow wird zum Priester geweiht ...<" [AKKG: Bemerkenswerte Ereignisse aus dem kirchlichen Leben der Pfarrgemeinde Güstrow im Jahre 1967]
  - "... 02.07.1967: Primiz des Neupriesters mit Predigt von Prälat Kindermann. Opferschale als Geschenk der Gemeinde ...<" [AKKG: Bemerkenswerte Ereignisse aus dem kirchlichen Leben der Pfarrgemeinde Güstrow im Jahre 1967]

100-2    Georg Mastaler (* 02.07.1953, Güstrow), dto. Pfr. im Ruhestand in Güstrow
  - "... Am 5. Februar war die Diakonatsweihe von Georg Mastaler in Rehna, seine Priesterweihe am 18. Juni fand dann hier bei uns statt. Er wurde Kaplan in Wittenburg bei Hagenow. Der Weihetag fand einen frohen Abschluss mit einem Gemeindefest im Festsaal des Hotels "Stadt Güstrow". ..." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Missionsschwestern Mariens in Güstrow, Teil 1]

100-3    Ansgar Thim (* 15.06.1957, Krakow am See), Generalvikar des Erzbistums Hamburg

101a    Paul Korff, Auszüge aus: Ulrich Bücholdt, Wissenschaftliche Interessenschwerpunkte: Baugeschichte / Architekturgeschichte / Wirtschaftsgeschichte / Technikgeschichte; 2003

101b    AKKG, "Interessenvereinigung Kirchenbau Güstrow": Entwurf einer Rede von M. Busch zur Gründungsversammlung im April 1926, 20 Seiten
  - "... die Gründung einer Interessenvereinigung. Um jeder Missdeutung vorzubeugen, erkläre ich hiermit ausdrücklich, dass diese Vereinigung nicht den Zweck hat, etwa den Kirchenbau – selbst in die Hand zu nehmen und vor allen Dingen auch nicht beabsichtigt, etwa ohne den H. Pastor oder gegen ihn zu arbeiten. Im Gegenteil, wir wollen mit ihm arbeiten, ihn in jeder Beziehung unterstützen jetzt und in Zukunft. Wir wollen nur vermeiden, dass die Kirchenbaufrage so weiter läuft, wir wollen ihn veranlassen. tatkräftig Schritte zu tun, die Sammeltätigkeit wieder aufzunehmen ..." [Auszug aus S.18, AKKG]
Ein Jahr später schreibt 1927 Geheimrat Walter (Lektor an der Universität Rostock) einen Bericht "Betrifft Gertrudenkapelle!", der jedoch nicht veröffentlicht wurde: "... Vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit, den Bau zu erhalten. Wie wäre es damit, wenn man ihn seiner ursprünglichsten Bestimmung wieder zurückgäbe. Ich meine, warum überlässt man das Kirchlein nicht der katholischen Gemeinde, die sich bekanntlich in einer jänmerlich ausgedienten Lagerbaracke eine provisorische Heimstätte geschaffen hat. Sollte sich wirklich "Protest" regen? Wogegen denn wohl? Dass der köstliche kleine Bau, (der wie niemand in Abrede stellen wird, vollkommen zwecklos dasteht und verfällt) wieder in Stand gesetzt werde? Die simpelste Logik des Erhaltungstriebes würde, für diese Lösung sprechen, dagegen doch wohl nur Bedenken kirchenpolitischer Art, also überwindbare Hemmungen, die schon darum gegenstandslos sind, weil diese Kapelle zu einem Schuppen erniedrigt wurde, und weil der Schubkarren und die drei Spaten überall anders weniger rosten würden als eben in dieser Kapelle. Oder ist es der Geist der Zeit, dass man aus Schlössern Arbeitshäuser für Vagabunden und aus Kapellen Abstellräume macht? Eines ist sicher, - für die Erhaltung der Gertrudenkapelle muss etwas geschehen. Diese Pflicht der Pietät schuldet die Stadt ihrer eigenen Vergangenheit ..." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
Aber daraus, sowie auch schon bei früheren (1919, den Platz am Pfuhl vor dem Rostocker Tor) und folgenden Versuchen Baugrundstücke für eine Kirche zu bekommen - z.B. den Platz der abgebrannten Wollhalle oder das Gärtnereigrundstück Hagemann (Ecke Hafen-Trotsche-Str.) - scheiterten am Widerstand der Stadvertreter oder an den Kosten.


101c    AKKG, Einträge zu Paul Korff und dem Kirchbau in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - Korrespondenz Korff - Pfr. Hemesaat (Landbaubüro, Architekten B.D.A. Korff - Brücke / Dipl.-Ing. Gätjen & Leonhard Korff / Laage i. Meckl.) z.B. vom 13.11.1928, 08.04.1929 etc.
  - Korrespondenz Korff - Pfr. Hemesaat (Landbaubüro Laage, Architekten Korff - Brücke & Gätjen / Bauanwälte - Dipl. Ing.) z.B. Kostenvoranschlag V. vom 14.11.1928
  - AKKG, Mecklenburgische Tageszeitung Nr.199 vom 27.08.1929, S.3: "... Im weiteren Verlauf des Essens sprach Architekt Korff, Laage, nach dessen Entwürfen die Kirche gebaut worden ist, seine Glückwünsche [zur Kirchweihe am 25.08.1929] aus. ..."; vgl. a. Güstrower Anzeiger Nr.199, Dienstag den 27.08.1929, 43.Jahrg. S.2-3
  - AKKG, Zeitungsartikel vom 23.02.1932: "... Der Männerverein Güstrow schenkte, entsprechend der selbstlosen Denkungsart des Jubilars [Pfr. Hemesaat`s 25.jähr. Priesterjubiläum] einen stilechten Ständer für die Osterkerze, angefertigt nach einer Zeichnung des Architekten Korff-Laage. ..."
  - AKKG, Bauunterlagen; StA, Bauakte Nr. 2521 vom Oktober 1937 (Nachtrag Dachänderung vom Dezember 1937): Entwurf und Bauzeichnungen zum Bau eines Gemeindehauses in der Grünen Straße von Paul und Leonhardt Korff (Fertigstellung im Mai 1938)
  - Unterschrift von Paul Korff aus dem Jahr 1928, AKKG

101d    AKKG, Einträge zu "Firma Korff-Berger" in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - StA Güstrow, Bauakte Nr. 2521; Schreiben von Paul Korff an den Stadtbaurat Hans Richter vom 14.09.1927: "...Übrigens führe ich die Arbeit gemeinsam mit Herrn Berger durch ..."
  - "... Architekt Berger ... machte dem Kirchenvorstand die Mitteilung, dass er mit Herrn Architekten Korff überein gekommen sei, sich für den Kirchbau zu der Firma Korff-Berger zusammenzuschließen ..." [AKKG, 1928: Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
  - Korrespondenz Korff/Berger - Pfr. Hemesaat (Architekt B.D.A. Korff - Architekt Anton Berger) z.B. zu den Prejekten II-V ab Januar 1928 [ab Projekt IV mit Holzlamellendach]
  - AKKG, Rostocker Anzeiger Nr.198 vom 25.08.1929, 3. Beiblatt: "... Der Entwurf stammt von den Architekten Korff (Laage) und Berger (Güstrow). ..."
  - Unterschriften von Korff & Berger aus dem Jahr 1928, AKKG

101e    AKKG, Archivalien: Mecklenburgische Tageszeitung Nr.199 vom 27.08.1929, S.3

101f    AKKG, Sievert, Christel. Güstrow - Baugeschichte des 20. Jh, Katholische Kirche, Grüne Str.23-25, Dokumentation Dezember 2016, Bl. 4.17: Die Berechnungen zur Statik des Lamellendaches wurden am 06.11.1928 durch den Ingenieur Richard L`Orange vom Zollbausyndikat in Berlin-Zehlendorf erstellt.

102a    AKKG, Einträge zu Hans Berger in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Der Meßdiener Hans Berger läutete die Glocke mit großer Begeisterung! ..." [AKKG, Eintrag zum 17.04.1920 in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]

102b    AKKG, Sievert, Christel. Güstrow - Baugeschichte des 20. Jh.`s, Katholische Kirche, Grüne Str.23-25, Dokumentation Dezember 2016: Einträge zu Anton Berger, Pt.1.5

102c    AKKG, Einträge zu Anton Berger in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - "... Am 15. März 1921 ernannte der Bischof Architekt Anton Berger und Landarbeitshausaufseher Franz Rogowski zu Kirchenvorstehern, ..." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986; er blieb dies bis 1930]
  - "... Im Jahre 1922 bildete sich ein Kirchenchor der zunächst unter Leitung von Herrn Architekt Berger stand, ..." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
  - "... Herr Architekt Berger, Mitglied des Kirchenvorstandes, der privat sich schon viel mit dem Kirchbau beschäftigt und mancherlei Entwürfe angefertigt hatte ..." [AKKG, 1922: Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
  - 30.12.1922: Plan vom Grundstück der Katholische Kirche, Grüne Str.23-25
  - Unterschrift von Anton Berger aus dem Jahr 1921, AKKG

102d    AKKG, Einträge zu "Firma Korff-Berger" in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - StA Güstrow, Bauakte Nr. 2521, Schreiben von Paul Korff an den Stadtbaurat Hans Richter vom 14.09.1927: "...Übrigens führe ich die Arbeit gemeinsam mit Herrn Berger durch, der die örtliche Bauleitung später ausübt. ..."
  - "... Architekt Berger ... machte dem Kirchenvorstand die Mitteilung, dass er mit Herrn Architekten Korff überein gekommen sei, sich für den Kirchbau zu der Firma Korff-Berger zusammenzuschließen und Pläne und Ausführung des Kirchenbaues zu übernehmen. ..." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
  - AKKG, Rostocker Anzeiger Nr.198 vom 25.08.1929, 3. Beiblatt: "... Der Entwurf stammt von den Architekten Korff (Laage) und Berger (Güstrow). ..."
  - Unterschriften von Korff & Berger aus dem Jahr 1928, AKKG

102e    AKKG, Einträge in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986
  - StA, Güstrow, Bauakten Nr. 1882 und 2521, Flurstück B II Nr. 77B

103a    AKKG, Bauakten: Einträge zu Adalbert Schreiber in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986

103b    AKKG, Daten zum Leben von Adalbert Schreiber - mit freundlicher Unterstützung der Angehörigen aus Krefeldt

103c    AKKG, Anstellungen und Firma in Güstrow
  - 01.08.1926 - 01.08.1937: Kreisbaumeister in der Kreisverwaltung Güstrow
  - 1932 - 10.02.1947: wohnhaft in Güstrow, Rostocker Str. 49
  - 29.02.1936: Verleihung des "Ehrenkreuz für Frontkämpfer" zur Erinnerung an den Weltkrieg 1914/18
  - 01.08.1937: fristlose Entlassung und Versetzung in den Ruhestand aus politischen Gründen
  - 01.12.1937 - 30.11.1945: Selbständiger Baumeister mit eigener Firma "Straß-, Tief- und Kulturbau" & Ingenieurbüro
  - bis 1947: Kreisverbandsvorsitzender der CDU in Güstrow

103d    AKKG, Bau- und Planungsunterlagen
  - 10.06.1944: Lageplan Katholische Kirche Güstrow und dazugehörige Aufmaß-Skizze
  - 01.09.1944: Kostenvoranschlag zum Bau eines Luftschutzbunkers auf dem Gelände in der Grünen Straße 23-25

103e    Wilhelm Engel war wsl. auch sein späterer Fluchthelfer

103f    BArch/DY 30/IV 2/2/69: Beschlußprotokoll Nr. 69 der Sitzung des Politbüros der DDR vom 31.01.1950; Pt. 2. Bericht über die Entwicklung in der CDU: "Die Kampagne gegen die reaktionären Elemente in der CDU ist mit unverminderter Schärfe weiterzuführen", vgl. dazu a. die Sitzung vom 24.01.1950 (DY 30/IV 2/2/68)
Nachdem am 7. Oktober 1949 die DDR gegründet wurde, war das Politbüro (PB) des Parteivorstandes der SED unter Walter Ulbrich das höchste Machtorgan in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) - ab Juli 1950 als Zentralkomitees der SED (ZK).

103g    Ludwig (Anselm Alexander) Kirsch (* 09.12.1891, Dresden - † 22.01.1950, Chemnitz), Kath. Priester, Antifaschist und Politiker; Ausführlicher Lebenslaufunter: http://www.ag-sonnenberg-geschichte-in-chemnitz.de/Personen/Kirsch.htm

103h    AKKG, Celebrationsbuch der Katholischen Pfarrkirche Güstrow 1924-2003, Eintrag S. 07b, Nr.230 vom 02.04.1949: Pfarrer Kirsch, Chemnitz / Meißen

104-1a    StA, Adressbuch von Güstrow 1939, S.49 und 62, weitere Einträge zu seinen Bauplätzen auf S. 18, 26, 104 etc.; Online auch bei wiki-de.genealogy.net unter: Güstrow / Adressbuch 1939

104-1b    Aus: Ein Händler "entarteter" Kunst: Bernhard A. Böhmer und sein Nachlass; Meike Hoffmann / Walter de Gruyter, Akademie Verlag 2010, S. 97ff, vgl. a. S. 219, 241ff
  - Büste Willi Feine, 1933, Ernst Barlach Stiftung Güstrow
  - Barlach hatte auf der Zeichnung "Sitzender Mann" (undatiert) eine eigenhändige Widmung an den Güstrower Baumeister geschrieben.
Bernhard Aloysius Böhmer (* 1892, Ahlen – † 1945, Güstrow) gehörte zu den vier Kunsthändlern [Ferdinand Möller und Karl Buchholz aus Berlin sowie Hildebrand Gurlitt aus Hamburg], die mit dem Verkauf der 1937 in deutschen Museen als "entartet" beschlagnahmten Kunstwerke beauftragt waren. Dokumente weisen jedoch darauf hin, dass bei ihm in Güstrow nicht nur die offiziell über ihn "verwerteten" Kunstwerke lagerten. Barlach nannte ihn "ebenso sehr mein guter wie mein böser Engel".
Nach dem Krieg ließ die Sowjetische Militäradministration mit dem Befehl Nr. 124 vom 30.10.1945 das Deutsche Reichsvermögen beschlagnahmen. 1950 gelangte der Nachlass an die Zentralstelle für Volksbildung die annähernd eintausend Werke in Rostock deponieren lie&zlig;, um sie ihren Eigentümern zurückzugeben. Da die DDR jedoch der Meinung war, dass Rechtsansprüche früherer Besitzer nicht bestehen, fiel dies weg und eine vollständige Rückgabe an Museen erfolgte ebenfalls nicht. Mit dem Gesetz über die Reform des öffentlichen Haushaltswesens vom 15.12.1950 (§6, Absatz 1) und der Anordnung Nr. 54 vom 01.10.1950 bestimmte die DDR dann, dass dieses "Volkseigentum" nun selbst von ihren Fachorganen verwaltet wird [vgl. dazu Harald König. Vom Reichsvermögen zum Bundesvermögen. Das rechtliche Schicksal des Nachlasses von Bernhard A. Böhmer, S.231-232 in: Ein Händler "entarteter" Kunst: Bernhard A. Böhmer und sein Nachlass; Meike Hoffmann / Walter de Gruyter, Akademie Verlag 2010]. Im Jahr 2008 lagerten so noch rund sechshundert Werke davon im Kulturhistorischen Museum in Rostock.
Im Oktober 2016 tauchten bei Abrissarbeiten des so genannten Hexenhauses am Güstrower Inselsee – versteckt in einem Reichspostsack unter der Terrasse – zahlreiche Schriftstücke und Korrespondenzen der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und Hildebrand Gurlitt [bei seinem Sohn Cornelius waren 2012 Hunderte Kunstwerke aus der Sammlung seines Vaters beschlagnahmt worden] auf. Es können so noch interessante Informationen dazu erwartet werden.

Beim Einmarsch der Roten Armee 1945 beging der Millionär Böhmer mit seiner Frau Hella (geb. Otte) am 2. Mai in Güstrow Selbstmord. Ihren zwölfjährigen Sohn Peter (1932-2007) hatten sie offenbar betäubt, damit er den Tod der Eltern nicht direkt miterleben musste.

104-1c    Friedrich Schult waren sie nicht bekannt, Laur nennt zwei weitere Gipse, jedoch nicht dieses Exemplar.
  - Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960, Hrg. Akademie der Künste der DDR
Friedrich Schult war ein alter Freund von Ernst Barlach. Der Güstrower Lehrer hat bis zum Tod des Bildhauers 1938 immer wieder Barlach in seinem Atelier besucht. Nach dem Krieg rettet Schult Hunderte Plastiken und Zeichnungen seines Freundes vor den Rotarmisten. Die Sowjetische Militäradministration ist beeindruckt von seinem couragierten Auftreten und erlässt den Ukas, dass Schult selbst künftig Barlachs Nachlass verwalten darf. Die Sache hatte allerdings einen Haken, erinnert sich die spätere Gedenkstättenleiterin Ull Eisel. In der Zeit war das mehr oder weniger privat verwaltet von Schult. Und er ließ eben rein, wer ihm gefiel. Auf alle Fälle haben im nachhinein die Leute immer ganz stolz berichtet, dass SIE da mal rein durften. Also es war keine richtig öffentlich zugängliche Kunstsammlung.
  - Ernst Barlach, Werkverzeichnisse (I: Die Druckgraphik, 2001; II: Das plastische Werk, 2006; III: Zeichnungen, Taschenbücher und Skizzenhefte, 2013), bearb. von Elisabeth Laur

104-1d    Elmar Jansen, Ausstellungskatalog Mai–Juni 1981, Katalog I "Ernsts Barlachs Werke und Werkentwürfe in fünf Jahrzehnten", Akademie der Künste der DDR, Staatliche Museen zu Berlin
Elmar Jansen (* 23.05.1931, Paderborn - † 07.12.2017, Berlin) war Prof. Dr., Kunsthistoriker, Barlachexperte und ab 1971 Mitglied der Akademie der Künste der DDR. Er kuratierte 1981 die erste große Ausstellung in der DDR über Ernst Barlach (in: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 2016/2017. Band II: P-Z. Walter De Gruyter, 2016).

104-1e    AKKG, Bauakten: Entwürfe Willi Feine 1951

104-2a    Sievert, Christel. Güstrow - Baugeschichte des 20. Jh.`s, August 2010, Bl.1; vgl. a. StA, Fundakten Stadtmuseum: Quellen zur Familie und zum Lebenslauf von Kurt Michalski

104-2b    StA; Akte Wohnungsbau 1933-1938; Kurt Michalski: Kleinsiedlungshaus Typ B; vgl. a. Silke Hameister. Stadtentwicklung und Wohnungsbau in der Stadt Güstrow in vergleichender Betrachtung zur Stadt Parchim in der Zeit von 1871 bis 1990. Teil I. Greifswald, 2017; a. in: Sievert, Christel. Güstrow - Baugeschichte des 20. Jh.`s, August 2010, Bl.1

104-2c    AKKG, Bauakten: Entwürfe Kurt Michalski vom 03.08.1954
  AKKG, Bemerkenswerte Ereignisse aus dem kirchlichen Leben der Pfarrgemeinde Güstrow im Jahre 1955: " ... Am 17. Juni 1955 wurde der Vertrag über den Ankauf eines neuen Kirchbauplatzes in Güstrow-Dettmannsdorf an der Alt-Güstrower Straße abgeschlossen. ..."

105a    Von Heinz Mellmann stammen u.a. Bilder zu den Märchen "Hänsel und Gretel", "Schneewittchen", "Aschenputtel", "Das tapfere Schneiderlein", "Schneeweißchen und Rosenrot", "Die Bremer Stadtmusikanten" und "Dornröschen".
MEHR INFOS zu ihm und seinen Werken unter: www.heimel-dias.de

105b    Walter Mellmann (* 17.09.1910, Osnabrück - † 2001, Osnabrück) war Bildhauer und Graphiker und hatte eine ausgesprochen große Gabe geistige, innerliche und seelische Werte wiederzugeben. Der Güstrower Kreuzweg - eine Reproduktion des 1935 von ihm geschaffenen Holzschnittes - wurde 1961 angeschafft und am 7. März 1962 durch Weihbischof Dr. Schräder geweiht.
Die von Mellmann geschaffenen Werke aus Holz, Bronze, Stein und Ton sind weit über die Grenzen des Osnabrücker Landes hinaus bekannt geworden. Seine besondere Liebe galt jedoch der Weihnachtskrippe - die er vielfach und vielfältig schuf. Neben den vielen plastischen Werken schuf er auch eine große Anzahl von Holzschnitten, darunter eine Vielzahl von Blättern mit religiösen und weihnachtlichen Motiven.
  - 1946 hatte er die Gründung des Bundes Bildender Künstler in Osnabrück mitbewirkt und war von 1964 bis 1968 dessen Vorsitzender
  - er war auch Gründungsmitglied der Kunstkommission des Bistums Osnabrück (so konnte er das Erscheinungsbild von neu erbauten Pfarrkirchen und Altarräumen mitprägen)
  - 18.02.1992, wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande des Landes Niedersachsen verliehen
  - zuletzt hatte er seine Werkstatt in Osnabrück-Sutthausen

106a    Ludwig Nolde, 2 lebensgroße Figuren mit Sockel, Frühwerke Noldes
  - "... Für die Ausstattung der Notkirche gab die Mutter-Pfarrei Rostock den in der alten "Flora" früher benutzten Altar, 6 Kirchenbänke, 2 lebensgroße holzgeschnitzte Figuren - Maria und Josef mit Sockel - sowie die bis zum Kirchbau in Rostock benutzte Kommunionbank. ..." [Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]

106b    2018/19 von der Diplom Restauratorin Annett Biefeld-Brommont restauriert

106c    = goldene Äpfel der Hesperiden

106d    Gen 1.6: "Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser." (Bibel in der Einheitsübersetzung: https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/)

106e    Ps 104.19: "Du hast den Mond gemacht als Maß für die Zeiten, / die Sonne weiß, wann sie untergeht."; Sir 43.6: "Der Mond führt die Zeiten herauf; / er herrscht bis ans Ende und dient für immer als Zeichen." (Bibel in der Einheitsübersetzung: https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/)

106f    Offb. 12.1: "Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt." (Bibel in der Einheitsübersetzung: https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/)

106g    Jes 7,14: "Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben."; 66,7: "Noch ehe die Frau ihre Wehen bekommt, / hat sie schon geboren; ehe die Wehen über sie kamen, / brachte sie einen Knaben zur Welt." (Bibel in der Einheitsübersetzung: https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/)

106h    Ludwig Nolde, Bronze an der rechten Seite des Giebels der Kirche: "... Zum Titularfeste [15. August 1938] wurde die Front der Kirche mit einer in Bronze gegossenen Figur der zum Himmel fahrenden Madonna geschmückt. .." [Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]; dazu die aufgeführte Modelle in Noldes Werkbuch [Diözesanmuseum Osnabrück]:
  - Nr. 377 (1938): 1 Maria, Linde, 2,50, Modell f. Güstrow i. Mecklenburg [Dieses Modell scheint verschollen zu sein.]
  - Nr. 381 (1938); 1 Corpus, Güstrow i. M.
  - Nr. 395 (1938): 1 Maria m. Kind / Modell Güstrow, 2,50, Kreuzkirche, Schinkel [befindet sich noch heute in der Hl.-Kreuz-Kirche in Osnabrück-Schinkel]
Die 2,5m hohe und ca. 4 Zentner schwere Figur wurde lt. Gemeindechronik 1938 in den Württembergischen Metallwerken gegossen. Es ist jedoch kein Bronzeguss, sondern eine Hohlgalvanoplastik. Die Werksliste von WMF kennt jedoch diese Plastik von Ludwig Nolde nicht.
In den Unterlagen der Güstrower Gemeinde gibt es auch noch ein interessantes Foto, dass wsl. den Entwurf dieser Plastik zeigt. Auf der Rückseite ist es mit "Nolde, Osnabrück" signiert. Ausserdem scheint es dem Stempel nach, aus der Zeit des 23.06.1937 zu stammen. Der Auftrag dazu könnte auch von der Familie des Spenders Bernhard Leffers aus Delmenhorst stammen.

107    Paul Dierkes (* 4.8.1907, Cloppenburg - † 25.3.1968, Weelberg, Tirol) war ein moderner Künstler - Bildhauer und Grafiker, der auch auf Barlachs Spuren wandelte und weiterging. Nach einer soliden handwerklichen Ausbildung sowie einer anschließenden Wanderlehrzeit bis 1929, studierte er an den Kunstakademien Königsberg und Berlin, zog nach München, bekam 1931 ein Stipendium in Rom und bezog 1933 ein Atelier in Berlin - seine große Berliner Epoche lag jedoch zwischen 1947 bis 1968. Er verließ Deutschland und war in der Zeit von 1938 bis 1945 nachweislich in Amsterdam, Prag und Paris.
Da die beiden Figuren Antonius von Padua und die Gruppe mit Konrad von Parzham aber schon vor dieser Zeit in Güstrow standen, Dierkes aber von 1938-1945 im Ausland war, müssen sie wohl 1946 in Münster entstanden sein. Dies passt auch insofern, als sein Freund Prälat Niemeyer (er war wie er in Westfalen geboren) 1953 in einem Aufsatz schrieb: "... Vom St. Antoniusbild sei bemerkt, dass es aus einem Jahrhunderte alten Eichenholzbalken eines bombenzerstörten Hauses in Münster in Westfalen gearbeitet wurde. ..." [der Artikel von August Niemeyer erschien 1953, zum 725jährigem Jubiläum der Stadt Güstrow, in der von der Kreisleitung des Kulturbundes herausgegebenen Festdokumentation; S.23/24, AKKG]. Ein großer Bomberangriff fand Anfang Februar 1945 in Münster statt.
  - "... Am 29. September 1944 bekamen wir eine Reliquie vom hl. Br. Konrad für unsere Kirche geschenkt. Die beiden Kapuzinerpatres Bauer und Wolfgruber bedankten sich damit für die freundliche Aufnahme, als sie aus der Kriegsgefangenschaft kamen. ..." [AKKG, Eintrag in der Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde Güstrow 1226-1986]
Pater Egbert Bauer und Pater Konstans Wolfgruber (OFMC - Orden der Minderen Brüder Kapuziner, lateinisch Ordo Fratrum Minorum Capucinorum) waren wsl. vom 02. Juni bis nach dem 11. September 1944 [am 11.9. feierten sie lt. Celebrationsbuch Nr. 143 noch Gottesdienst hier] in Güstrow. Schwester Christel war eine große Verehrerin des Hl. Konrad und hatte großen Anteil am Dank dieser Kapuzinerpatres.
  - "aus Ägypten führst Du Dein Volk wieder heim. - Glücklich zurück aus dem P.O.W. Lager 307 an der Bittersee - seit dem 2. Juni wieder die erste Hl. Messe gefeiert: Gott zum Dank - Maria zum Preise u. meiner Seele zum Trost." Diese Worte schrieb Pater Wolfgruber in das Celebrationsbuch der Kirche, Pater Bauer u.a. noch "Uffz. u. Ex-Prisoner of War Nr. 100806" hinzu. Das von den Briten betriebene Gefangenenlager 307 bei Fanara am Bittersee befand sich ab 1942 in Ägypten nahe dem Suez-Kanal südwestlich vom Great Bitter Lake. Es wurde noch vor Kriegsende aufgelöst und die Insassen entlassen oder auf andere Lager verteilt. Sie hatten also schon einen weiten Weg zurückgelegt, erholten sich hier und bis zu ihrem Kloster St. Anna in Altötting, noch einen weiteren langen Weg vor sich.





Abbildungen

Abb. 1  Bischof Berning, AKKG, Fotoarchiv; Original im Bistumsarchiv Osnabrück

Abb. 1a  Wappen Bischof W. Berning, AKKG, Fotoarchiv; Original im Bistumsarchiv Osnabrück

Abb. 1b  Bischof Berning 1918 zur Firmung in Schwerin im Kreise der dortigen Geistlichkeit, HTI Schwerin

Abb. 1c  Bischof Berning 1918 zu Besuch im Kriegsgefangenenlager Güstrow / Bockhorst (vor der Katholischen Lagerkirche), Foto im Privatbesitz NH

Abb. 1d  Bischof Berning am 25.08.1929 zur Einweihung der Kirche in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv
Die zwei Ministranten vor dem Bischof waren die Brüder Richard (links) und Erich Bresch. Beide sind im 2. Weltkrieg gefallen - Richard (* 13.01.1912) als Gefreiter am 30.01.1942 und Erich (* 06.07.1914) als Unteroffizier am 07.03.1943.

Abb. 2  Pfarrer Wilhem Leffers 1925, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 2  Pfarrer Wilhem Leffers um 1940, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 3  Pfarrer Heinrich Hemesaat um 1930, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 3a  Pfarrer Heinrich Hemesaat um 1948, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 3b  Güstrow um 1930, Pfarrer Hemesaat und der Bahnsteigschaffner i.R. Rudolf Paschen blicken von der Grünen Straße aus in Richtung der neugebauten Kirche, AKKG, Fotoarchiv
Der Bahnsteigschaffner im Ruhestand Rudolf Paschen wohnte mit seiner Familie im Haus in der Grünen Str. 23-25. Er war ein frommer gläubiger Protestant, der mit großer Liebe und Gewissenhaftigkeit das Kirchengrundstück betreute, in Ordnung hielt und ebenso das Heizen der Kirche besorgt hatte.

Abb. 3c  Güstrow 1942, Fräulein Maria Flasspöhler, Pfarrer Heinrich Hemesaat, Kaplan Eugen Eußner und Schwester Christel Barkhof, AKKG, Fotoarchiv
Fräulein Maria Flasspöhler († 1952) war die Cousine des Pastors Hemesaat. Sie führte diesem zusammen mit dessen Mutter den Pfarrhaushalt in der Besserstr. 1 von Anfang 1921 bis April 1941, übernahm auch die Reinigung und das Schmücken der Kirche, sowie die Kirchenwäsche. Außerdem war sie im Vorstand des am 14.10.1925 gegründeten katholischen Jungfrauenvereins (zusammen mit Sr. Christel, Margarete Peiker und Mathilde Schuhmacher).

Abb. 3d  Güstrow 1949, Kaplan Günther Kokoschka, Pfarrer Heinrich Hemesaat, Kaplan Wilhelm Scholz und der neuernannte Pfarrer von Lübtheen Herbert Ulbrich, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 4a  Kaplan Karl Fischer 1925, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 4b  Pastor Karl Fischer um 1934, AKKG, Fotoarchiv; Foto aus Privatbesitz M

Abb. 5  Kaplan Eberhard Grawe 1926, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 5a  Pfarrer und Studienrat Eberhard Grawe um 1933, aus: Schwark, Bruno. IHR NAME LEBT. Ermländische Priester in Leben, Leid und Tod. Bischof Maximilian Kaller-Stiftung, Reihe II. Heimat und Geschichte. A. Fromm, Osnabrück, 1958, S.39
  - Der Autor Dr. Bruno Schwark war Domkapitular der Diözese Ermland.

Abb. 6  Kaplan Franz Wippern um 1928, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 7  Wilhelm Steinrücke 1961 als Domkapitular von St. Peter in Osnabrück, AKKG, Fotoarchiv
  Bild-Link 1 = Gesamtansicht als Domkapitular in Osnabrück 1961, AKKG, Fotoarchiv
  Bild-Link 2 = Grabstein des Domkapitulars Wilhelm Steinrücke hinter dem Dom St. Peter in Osnabrück, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 8a  Kaplan Heinrich Tangen 1931, AKKG, Fotoarchiv; Foto aus Privatbesitz M

Abb. 8b  Kaplan Heinrich Tangen, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 9a  Kaplan Bernhard Leffers um 1936, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 9b  Kaplan Bernhard Leffers um 1940 am Strand von Warnemünde, AKKG, Fotoarchiv; Foto aus Privatbesitz M

Abb. 10  Kaplan Otto Nagel 1938, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 11  Kaplan Eugen Eussner um 1940, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 12  Pfarrer Bernhard Mecklenburg um 1941/42, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 12a  Pfarrer Bernhard Mecklenburg an seinem Schreibtisch im Güstrower Pfarrhaus in der Besserstraße 1 um 1941/42, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 12b  Pfarrer Bernhard Mecklenburg (rechts) 1942 zusammen mit seinem Nachfolger in Güstrow August Niemeyer (links) und dem Parchimer Pfarrer Jünemann (Mitte), AKKG, Fotoarchiv

Abb. 13  Pfarrer August Niemeyer 1942, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 13a  Prälat August Niemeyer um 1960, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 13b  August Niemeyer mit Jahrgangskollegen: (v.l.n.r.) Jakob Johann Schmitt - Josef Traeger - Niemeyer - Wilhelm Take, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 13c  Güstrow am 19. April 1953: Feier des 25 jährigen Priesterjubiläums von Pfarrer Niemeyer mit der Gemeinde; im Hintergrund Kaplan Scholz und Schwester Ferdinande; AKKG, Fotoarchiv; Foto aus Privatbesitz M

Abb. 13d  Güstrow am 22. April 1953: "Nachfeier" seines 25 jähriges Priesterjubiläums mit den Mecklenburger Geistlichen, Aufstellung vor dem alten Gemeindehaus, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 13e  Prälat August Niemeyer, Ansicht nach 1959, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 13f  Pfarrer Niemeyer beim Gottesdienst, noch am alten Hochaltar vor dem Umbau 1969, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 13g  Bilder vom 14.03.1968, dem Tag der Beisetzung von Prälat Niemeyer in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv
  Bild-Link B1 = Bild vom Requiem mit Bischof Schräder am 14.03.1968 in der katholischen Kirche Güstrow, AKKG, Fotoarchiv
  Bild-Link B2 = Bild der Beerdigung vom 14.03.1968, Trauerzug auf dem Friedhof in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv
  Bild-Link B3 = Bild der Beerdigung vom 14.03.1968, Trauerzug auf dem Friedhof von Güstrow, AKKG, Fotoarchiv; Foto aus Privatbesitz M
  Bild-Link B4 = Bild der Beerdigung vom 14.03.1968, Beisetzung auf dem Friedhof in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv
  Bild-Link B5 = Bild seines Grabsteines auf dem Priestergrab, Friedhof Güstrow, AKKG, Fotoarchiv; Foto aus Privatbesitz M

Abb. 14  Kaplan Herbert Ulbrich um 1947, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 15  Kaplan Wilhelm Scholz um 1948, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 15a  Pfarrer Wilhelm Scholz um 1980, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 16  Kaplan Günther Kokoschka um 1950, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 17  Kaplan Günther Danitz um 1953, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 17a   Gruppenbild mit Ministranten von Kaplan Danitz (links) und Kaplan Dolega (rechts), das Bild muss während eines Bischofsbesuchs zwischen 1953 und 1955 - Mitra und Stabträger - in Güstrow entstanden sein, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 18  Kaplan Erich Bruno Dolega um 1955, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 18a  Kaplan Dolega bereit zur Abfahrt um 1955, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 18b  motorisierte Güstrower Kapläne zu Besuch in Bützow um 1953/54: links Kaplan Dolega, in der Mitte der Bützower Pallotinerpater Josef Gronde SAC (* 1917 - † 1997) und rechts Kaplan Günter Danitz, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 19a  Kaplan Ludwig Schöpfer, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 19b  Pfarrer Ludwig Schöpfer um 1990, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 19c  Pfarrer Ludwig Schöpfer am 25.08.2004 zum Jubiläum in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv; Foto: Asdrid Bartels

Abb. 20  Kaplan Rudolph Thomas um 1956, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 21  Kaplan Wilhelm Hohn um 1959, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 22  Pastor Wilhelm Hohn um 1962, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 23  Kaplan Hans Naczenski um 1963, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 24a  14. Juni 1964: Weihbischof Dr. Bernhard Schräder aus Schwerin anläßlich der Firmung von 65 Jugendlichen in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 24b  Hans Naczenski, Selbstbildnis, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 24c  Auszug aus der Güstrower Kirche mit Pfarrer Niemeyer, 1964, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 25  Kaplan Franz Josef Abel 1966, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 26  Pfarrer Hans Naczenski um 1970, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 27  Pfarrer Hans Naczenski um 1980, AKKG, Fotoarchiv, Foto Asdrid Bartels

Abb. 28  Güstrow 1968, der neue Pfarrer Hans Naczenski beim Predigen; Ansicht noch mit altem Hochaltar, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 29  Pfarrer und Künstler Hans Naczenski, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels

Abb. 30  Hans Naczenski und Ernst Barlachs "Mutter Erde" Gertrudenkapelle, Güstrow um 1978, Foto im Privatbesitz M

Abb. 31  Hans Naczenski`s "Atelier" im Hof des Pfarrhauses in der Besserstraße Nr. 1, Güstrow um 1978, Foto im Privatbesitz M

Abb. 32  Requiem am 21. Mai 2007 in der katholischen Kirche, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels

Abb. 33  Weihbischof N. Werbs mit evangelischen Geistlichen der Stadt nach dem Pontifikalrequiem am 21. Mai 2007 vor der katholischen Kirche, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels

Abb. 34  Bilder vom 21.05.2007, dem Tag der Beisetzung von Hans Naczenski in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv
  Bild-Link B1: 21. Mai 2007, Beerdigungszug vor der Katholischen Kirche, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels
  Bild-Link B2: 21. Mai 2007, Beerdigungszug auf dem Weg zum Friedhof in der Eisenbahnstraße, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels
  Bild-Link B3: 21. Mai 2007, Beerdigungszug auf dem Weg zum Friedhof in der Schwaaner Straße, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels
  Bild-Link B4: Mai 2007, Ansicht nach der Beerdigung, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels
  Bild-Link B5: Mai 2007, von Naczenski geschaffener Grabstein auf dem Güstrower Friedhof, Priestergrabstelle, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels
  Bild-Link B6: Grabsteindetail auf dem Güstrower Friedhof, Priestergrabstelle, Foto im Privatbesitz M

Abb. 35a  Gerhard Bollweg bei seiner Weihe zum Diakon am 2.12.1964 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 35b  Pfarrer Gerhard Bollweg um 1990, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 36  Kaplan Anton Beer um 1975, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 37  Kaplan Bernhard Angrick um 1976, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 38  Kaplan Ulrich Karsten um 1979, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 39  Kaplan Peter Schingen 1980, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 40  Pfarrer Karl-Josef Meyer OP um 1994, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 41a  Spaziergang von Pfarrer Karl-Josef Meyer OP auf dem Kirchengelände in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 41b  Einweihung des neuen Gemeindehauses am 19. Januar 1997 mit Pfarrer Karl-Josef Meyer OP und dem Weihbischof Norbert Werbs aus Schwerin, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 41c  als Feierlichkeiten zum 75.jährigen Kirchweihjubiläum am 25. August 2004, (v.l.n.r.) Pater Meyer - Herr Hellwig - Ehepaar Quast, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Astrid Bartels

Abb. 42  gemeinsame Fahrt von Klausener und Güstrower Katholiken 2002 nach Rom, nach der Papstaudienz auf dem Petersplatz, (v.l.n.r.) Herr Nitsch - Pater Meyer - M.Mastaler, Foto im Privatbesitz M

Abb. 43  Gottesdienst mit Papst Benedikt auf dem Feld bei Etzelsbach am 23. September 2011, Foto im Privatbesitz M

Abb. 44  vor dem Gottesdienst an der "Waldkapelle" bei Kirchgandern am 22. Juli 2012 mit dem Erfurter Bischof Joachim Wanke, Foto im Privatbesitz M

Abb. 45  vor Gottesdienst in einer "Waldkirche" der Schönstattbewegung bei Rohrberg um Eichsfeld am 5. Juli 2014, Foto im Privatbesitz M

Abb. 46a  Bruder Heinrich um 1994, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 46b  Bruder Heinrich 1997 in Rom, Gemeindefahrt, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 47  als Gast der Feier zum 75.jährigen Kirchweihjubiläum in Güstrow am 25. August 2004, links Marianne Grau, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels

Abb. 48  bei der Feier des 25.jährigen Priesterjubiläums von Pater Karl Josef im Klausener Klostergarten am 26. September 2009, Foto in Privatbesitz M

Abb. 49  Bilder vom Tag der Beisetzung in Klausen, Fotos in Privatbesitz M
  Bild-Link B1 = Ansicht der Wallfahrtskirche in Klausen am 12.2.2016, Foto in Privatbesitz M
  Bild-Link B2 = Detail Altaransicht in der Gnadenkapelle der Wallfahrtskirche Klausen am 12.02.2016, Foto in Privatbesitz M
  Bild-Link B3 = Ein stiller Gruß aus Güstrow zum Requiem am 12. Februar 2016, Foto in Privatbesitz Joachim Grau
  Bild-Link B4 = Ansicht seines Grabkreuzes vor der Beerdigung in der Wallfahrtskirche von Klausen, Foto in Privatbesitz Joachim Grau
  Bild-Link B5 = Darstellung Bruder Eberhard`s an der Nord-östlichen Ecke der Kirche von Klausen am Friedhofseingang, Foto in Privatbesitz M
  Bild-Link B6 = Vorbereitete Grabstelle an der linken Kirchenseite bei den Priestergräbern vor der Eberhardsklause, Foto in Privatbesitz Joachim Grau
  Bild-Link B7 = Ansicht der Grabstelle nach der Beerdigungam am 12. Februar 2016, Foto in Privatbesitz D.& W. Albrecht

Abb. 50  Pfarrer Ralph Sobania um 2003, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 51  Gastgeber der Teterower Familienwallfahrt auf dem Gelände des Bischof-Theissing Hauses auf dem Koppelberg am 28. Juni 2009, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels

Abb. 52  Ökumenisches Beieinander beim Gemeindefest 12. Juli 2009 in Güstrow, (v.l.n.r) Pastor Ortmann - Pfarrer Sobania - Probst Hellwig, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels

Abb. 53  Absprachen zum weiteren Sanierungsverlauf der Kirche am 29. Juli 2013, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels

Abb. 54  Bei der Überwachung der Glockeninstallation am 29. Mai 2014, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels

Abb. 55  Pfarrer Tobias Sellenschlo, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 56  Amtseinführung von Pfarrer Sellenschlo am 5. Februar 2016 in der katholischen Kirche von Güstrow mit Weihbischof Eberlein, AKKG, Fotoarchiv, Foto: Asdrid Bartels

Abb. 57  Einzug zum Ökumenischen Gottesdienst am Mecklenburg-Vorpommern-Tag am 10. Julli 2016 auf dem Güstrower Marktplatz, (v.l.n.r.) Weihbischof Eberlein - Pfarrer Sellenschlo - Pastor Hüser, AKKG, Fotoarchiv, Foto in Privatbesitz M

Abb. 58  Pastor Peter Temitope Amowe, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 61  Pfarrer Pius Kindermann 1953, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 62  Pfarrer Gerhard Herrmann um 1975, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 63  Pfarrer Wilhelm Hohn um 1962, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 64  Pfarrer Josef Marquardt um 1978, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 65  Kaplan Diakon Paul Kaiser 1983, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 66  Diakon Siegfried Prey um 2002, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 67a   Schwester Christel Barkhoff um 1940 (* 01.01.1891, Essen, geb. Barkhoff - † 27.08.1945, Güstrow), vom 15.09.1925 bis 27.08.1945 in Güstrow, Seelsorghelferin, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 67b   Schwester Christel Barkhoff um 1940, AKKG, Fotoarchiv; Foto in Privatbesitz M

Abb. 67c   Aktivitäten mit Schwester Christel Barkhoff, AKKG, Fotoarchiv; Fotos tlw. aus Privatbesitz Familie Koßmann, Köln
  Bild 1 (v. links) = Schwester Christel mit Kindern hinter der Kirche beim Kränzebinden, AKKG, Fotoarchiv
  Bild 2 = Gruppenbild von Pastor Hemesaat, Schwester Christel und einer Mädchengruppe, AKKG, Fotoarchiv
  Bild 3 = Schwester Christel mit Erstkommunionkindern am 24. März 1940 in Güstrow; AKKG, Fotoarchiv; Foto aus Privatbesitz M
  Bild 4 = zu Besuch beim neuen Rostocker Pfarrer Hemesaat 1942, (von links) Fräulein Maria Flasspöhler (Haushälterin des Pfr.) - Pfarrer Heinrich Hemesaat - Kaplan Eugen Eussner - Schwester Christel; AKKG, Fotoarchiv; Foto aus Privatbesitz M

Abb. 68  Sr. M. Helena um 1949, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 69  Sr. M. Borgia um 1949, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 69a  Sr. M. Borgia 1986, Ausschnitt eines Gruppenbildes anläßlich des goldenen Ordensjubiläums von Sr. M. Ferdinande in Neubrandenburg, AKKG, Fotoarchiv; Foto: Asdrid Bartels

Abb. 70  Sr. M. Katharina, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 71  Sr. M. Josefa [1], AKKG, Fotoarchiv

Abb. 72a  Sr. M. Ferdinande 1953 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 72b  Sr. M. Ferdinande 1961 anläßlich ihres silbernen Ordensjubiläums in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 72c  Sr. M. Ferdinande am 13.04.2001, Ausschnitt anläßlich ihres Diamantenes Ordensjubiläums in Meppen, AKKG, Fotoarchiv; Foto: Astrid Bartels

Abb. 73a  Sr. M. Josefa [2], AKKG, Fotoarchiv

Abb. 73b  Sr. M. Josefa [2] auf einem Gruppenbild von kirchlichen Angestellten in Güstrow (oder Katechetinnen aus der Pfarrei ?) zwischen 1955 und 1959; AKKG, Fotoarchiv
    hinterste Reihe: ganz links Friedrich Kindermann rechts aussen Kaplan Ludwig Schöpfer [er kam erst am 01.09.1955 und blieb bis zum 28.10.1959];
    zweite Reihe (v.li.): ..., ..., Maria Siebert [Katechetin ab 1953], Anni Kowalewski [Katechetin ab 01.11.1954], ..., ..., ..., ..., ...;
    vorne (v.li.): Sr. M. Ferdinande, ..., ..., ..., Sr. M. Josefa [2]

Abb. 74  Sr. M. Rosa, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 75  Sr. M. Angelika, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 76  Sr. M. Donatis, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 77  Sr. M. Thaddäa, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 78  Sr. M. Eugenie um 1968, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 79  Sr. M. Lutgarda, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 79a  Sr. M. Lutgarda 2006 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv; Foto: Astrid Bartels

Abb. 80  Sr. M. Scholastika, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 81  Sr. M. Gerburga, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 82  Sr. M. Clementia, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 83  Sr. M. Ewalda, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 84  Sr. M. Ehrentrud, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 84a  Sr. M. Ehrentrud 2004 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv; Foto: Astrid Bartels

Abb. 85  Sr. M. Julitta, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 86  Sr. M. Edelgard 1977 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 87  Sr. M. Hildeburg 1977 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 88  Sr. M. Emanuela, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 89  Sr. M. Regulinde 1996 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv; Foto: Astrid Bartels

Abb. 90  Sr. M. Oswalda 2001, Ausschnitt anläßlich des Besuchs zum Diamantenes Ordensjubiläum von Sr.M. Ferdinande am 13.04.2001 in Meppen, AKKG, Fotoarchiv; Foto: Astrid Bartels

Abb. 91  Sr. M. Hiltrudis 2012 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv; Foto: Astrid Bartels

Abb. 92  Sr. M. Veritas 2004 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 93  Sr. M. Irmhild, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 93a  Sr. M. Irmhild 2010 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 94a  Sr. M. Laeta 2012 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv; Foto: Astrid Bartels

Abb. 94b  Sr. M. Laeta beim Unterschreiben ihrer Würdigung im Goldenen Buch der Stadt Parchim am 30. September 1999: Bild aus: Mastaler, Georg. Chronik der katholischen Kirche Parchim Teil IV, 1990-2012, Eigenverlag Parchim 2012
In seiner Ansprache an die Eingeladenen überrascht Bürgermeister Bernd Rolly die ahnungslose Schwester Laeta mit folgenden Worten: "... Meine sehr verehrten Damen und Herren, heute ist einer jener schönen Tage, an denen ich mit uneingeschränkter Freude zu Ihnen spreche. Keine Statistik, keine roten Zahlen, kein dringender Antrag und auch keine juristisch wasserdichte Formulierung finden sich heute auf meinem Notizblatt. Vielmehr eine Frage. Im Grunde eine ganz einfache Frage. "Wer hindert uns eigentlich daran, das zu tun, was wir von anderen erwarten?" – Ja, wer?
Ich brauche nicht lange nachzudenken, um mich an Situationen zu erinnern, in denen ich viele Antworten darauf hatte. Zum Beispiel ein Vorgesetzter, ein lieber Mensch, den ich nicht verletzen möchte, die Umstände, die Zeit, das Engagement für andere. ... Es gibt sicherlich noch viele scheinbar wichtige Gründe, aber sie alle lassen sich in einem Wort zusammenfassen: "Ich". Es gibt immer nur einen, der mich hindert, und das bin ich selbst. ...
Heute aber habe ich die Ehre und das Vergnügen, stellvertretend für Ihrer aller Arbeit, eine Person mit dem Eintrag in das "Goldene Buch der Stadt Parchim" für ihr unermüdliches Wirken zu ehren. Es ist ein Mensch, der nichts erwartet, sondern tut. Der das Hindernis "ich" immer wieder überwunden hat und der auf diese Weise viel für unser Gemeinwesen geleistet hat. Es ist an der Zeit, "Danke" zu sagen.
Danke, Schwester Laeta, danke für Ihren Einsatz für unsere hilfsbedürftigen Bürger. Helfen, Menschen in Not beizustehen, das scheint eine selbstverständliche Aufgabe für Sie zu sein. Wer würde auf die Frage, ob er bereit sei, anderen zu helfen, nicht ja sagen? Wenn diese Hilfe dann konkretisiert werden soll, wird die Antwort schon schwieriger, und es ist auch nicht leicht, permanent Zeit und Energie für so verantwortungsvolle Aufgaben aufzubringen. Sie haben sich dieses Lebensziel gesetzt. Was Sie machen, machen Sie ganz. Mit ganzem Herzen und kühlem Kopf. Schon seit vielen Jahren setzen Sie sich immer wieder für diese Ziele ein. Ich erinnere mich noch sehr gut an Ihre engagierte und zielgerichtete Mitarbeit am "Runden Tisch" im Bereich der Sozialarbeit. Aber nicht nur erst zu dieser Zeit, Schwester Laeta ..., begann ihr ehrenamtliches Wirken für hilfsbedürftige oder einsame Bürger. In den vielen Jahren seither haben wir Ihnen so manches zu verdanken. "Das Ideal ist kein Leckerbissen, sondern tägliches Brot" - wenn ich Sie so sehe, wie Sie sich einsetzen, wie Sie flexibel, intelligent und entschlossen an Probleme und Aufgaben herangehen, weiß ich, was mit diesem philosophischen Spruch gemeint ist, "kein Leckerbissen, sondern tägliches Brot". Sie leisten sich nicht den Luxus, über ein fernes Ideal nur zu philosophieren. Sie haben sich entschieden, Ihr Ideal näher heranzuholen, den Weg dahin begehbar zu machen, breit genug, dass andere folgen können. ...
Sehr verehrte Schwester Laeta, in Anerkennung Ihrer aufopferungsvollen Tätigkeit im Ehrenamt erlaubt sich die Stadt Parchim, Sie mit dem Eintrag in das "Goldene Buch" der Stadt zu ehren. Damit ist unser aller Dank für das bisher Geleistete verbunden. ..."
[Auszug aus: Mastaler, Georg. Chronik der katholischen Kirche Parchim Teil IV, 1990-2012, Eigenverlag Parchim 2012]

Abb. 95a  Sr. M. Luziane um 1970 in Parchim, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 95b  Sr. M. Luziane 2012 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv; Foto: Astrid Bartels

Abb. 96  Sr. Hiltrudis, Eintritt in den Orden der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) in Heiligenstadt am 16.07.1946; geboren als Elisabeth Passehl am 19.03.1921 in Güstrow († 23.07.1988, Herten / Westerholt), AKKG, Fotoarchiv

Abb. 97  Pater Peter Kegebein SJ im Jahr 2000 zu Besuch in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 98  Claus Schmitz, Detail vom Bild "Einzug zur Priesterweihe" am 2. Dezember 1964 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 98a  Bilder der Priesterweihe von Claus Schmitz am 2. Dezember 1964 in Güstrow; Bild links: Einzug in die Kirche; Bild rechts: Auszug aus der Kirche, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 99  Horst Hanusch 1966, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 99a  Bilder der Priesterweihe von Horst Hanusch am 17. Dezember 1966 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 100-1a  Neupriester Christian Krüger 1967, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 100-1b  Pfarrer Christian Krüger um 1978, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 100-1c  Bilder der Primizfeier von Christian Krüger am 2. Juli 1967 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 100-2a  Neupriester Georg Mastaler am 18. Juni 1983 in Güstrow, Detailansicht von der Feier anläßlich der Priesterweihe 1983 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv; Foto aus Privatbesitz M

Abb. 100-2b  Pfarrer Georg Mastaler 1995, AKKG, Fotoarchiv; Foto aus Privatbesitz M

Abb. 100-2c  vier Bilder der Priesterweihe von Georg Mastaler am 18. Juni 1983 in Güstrow, AKKG, Fotoarchiv; Fotos aus Privatbesitz M

Abb. 100-3  Ansgar Thim um 2018; seit 2015 Generalvikar des Erzbistums Hamburg, Fotoarchiv Erzbistum Hamburg

Abb. 100-3a   Diakonenweihe in der St. Anna-Kirche in Schwerin am 20.12.1986, AEAS (Archiv des Erzbischöflichen Amtes Schwerin), Bild: R.Cordes
Am 20. Dezember 1986 wurden in der St. Anna-Kirche zu Schwerin der Priesteramtskandidat Ansgar Thim als Diakon und Christopherus Baumert sowie Dr. Stephan Handy als Ständige Diakone geweiht.

Abb. 101b  Vorentwurf von Paul Korff vom 14.09.1927; StA, Bauakte 2521: Marienkirche Güstrow: Perspektivische Darstellung mit Kirche, Pfarr- und Versammlungshaus, Straßenansicht und Schnitt, Seitenansicht von Osten mit Kirche, Pfarr- und Versammlungshaus, Grundriss mit Kirche, Pfarr- und Versammlungshaus

Abb. 101c  Erster - Barocker - Entwurf von Korff / Berger vom 30.01.1928; AKKG, Bauunterlagen / StA, Bauakte 2521: Vorentwurf zur Marienkirche Güstrow von Korff-Berger vom 30.01.1928: Vorderansicht, Bl.12; Seitenansicht Westlich, Bl.11; Schnitt, Bl.7

Abb. 101d  Zweiter Entwurf Korff / Berger vom 08.08.1928; AKKG, Bauunterlagen: Korff-Berger. Vorentwurf vom 31.08.1928, Marienkirche Güstrow, Längenschnitt, Bl.5; Seitenansicht rechts; Seitenansicht links; Rückansicht; Seitenansicht links vom 08.07.1929, Nachtragszeichnung für die Veränderung der Fenster in der Taufkapelle

Abb. 101e  Ansichten zum Baubeginn 1928, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 101f  Feier der Grundsteinlegung am 5. Mai 1929, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 101g  Ansichten vom Baugeschehen 1928/29; Original des vierten Bildes (v.l.) im Archiv von Bernhard Feine (Baugeschäft, Hollstr. 13, Güstrow), AKKG, Fotoarchiv

Abb. 101h  Ansichten der letzten Bauphase im Jahr 1929, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 102  Neupriester Christian Krüger; Bild links: Detail von der Primizfeier in Güstrow am 02.07.1967; Bild rechts: um 1980, Archiv St. Laurentius Wismar, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 102a  Bild links: Primitzfeier in der katholischen Kirche zu Güstrow am 02.07.1967; Bild rechts: anschließende Feier im Güstrower Gemeindehaus, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 103  Adalbert Schreiber, mit freundlicher Unterstützung der Angehörigen aus Krefeldt, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 104-1  Willy Feine, 1929: Ansicht in Vergrößerung bei der Bauüberwachung des Kirchendaches, AKKG, Fotoarchiv

Abb. 104-1a  Der Maurermeister Willy Feine und der Zimmermeister Wilhelm Eilmann beim Bau des Kirchendaches 1929; AKKG, Fotoarchiv, Originalfotos im Archiv von Bernhard Feine und in: Christel Sievert. Güstrow - Baugeschichte des 20. Jh.`s, August 2010, Bl.4,16

Abb. 104-1b  Willy Feine, Fünf Ansichten für eine Kirche im Norddeutschen Diasporagebiet vom Mai 1951 (Nordansicht, Ostansicht, Südansicht, Westansicht und Schnitt), AKKG, Bauakten

Abb. 104-1b  Willy Feines Unterschrift, AKKG, Bauakten

Abb. 104-2  Kurt Michalski, Originalfoto im Archiv von Christel Vilmar (geb. Michalski); in: Christel Sievert. Güstrow - Baugeschichte des 20. Jh.`s, August 2010, Bl.1, AKKG, Bauakten

Abb. 104-2a  Kurt Michalski, Zwei Ansichten für eine Kirche in Dettmannsdorf vom 03.08.1954, AKKG, Bauakten

Abb. 105  Walter Mellmann (* 1910 - † 2001), Ansicht von 1996, Ausschnitt aus einem Bild in seinem Atelier, Diözesanarchiv Osnabrück

Abb. 105a  Ansichten der Kreuzwegreproduktion von Walter Mellmann (* 1910 - † 2001), seit 1961 in der Güstrower Kirche, 14. Stationen, Holzschnitt im Original von 1935, bearbeitete Fotos aus Privatbesitz M

Abb. 106  AKKG, Ludwig Nolde (* 1888 - &sagger; 1958) um 1950, Auszug aus dem Foto "28.Nolde an der Marienfigur der Hl. Kreuz 1950" im Bistumsarchiv von Osnabrück - mit freundlicher Unterstützung von Dr. Hermann Queckenstedt / Direktor des Diözesanmuseums Osnabrück

Abb. 106a  Vier Bilder der lebensgroßen Figuren (Maria und Josef mit Kind) mit Sockel links und rechts auf den Seitenaltären der Güstrower Kirche, Fotos aus Privatbesitz M

Abb. 106b   Bilder der restaurierten Maria; Bild 1 und 2 von links: Ansicht während der Sanierung vom 26. März 2019 (Foto: Annett Biefeld-Brommont); Bild rechts (8): Ansicht mit der Diplom Restauratorin Annett Biefeld-Brommont vom 28. April 2019, Fotos aus Privatbesitz M

Abb. 106c  Fünf Ansichten der Bronzefigur an der Außenwand der der Güstrower Kirche, Fotos aus Privatbesitz M

Abb. 107  Paul Dierkes (* 1907 - † 1968), AKKG, Fotoarchiv

Abb. 107a  Paul Dierkes Antonius von Padua und die Gruppe um Konrad von Parzham in der der Güstrower Kirche hinten links, AKKG, Foto aus Privatbesitz M

 



 




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